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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

16. Jul 2012 - 19:09 Uhr

Vielfalt als Wettbewerbsvorteil: Beim ersten „Tag der Vielfalt“ der Universität Freiburg steht das Thema Behinderung/chronische Krankheit im Mittelpunkt

„Die Albert-Ludwigs-Universität lebt von der Vielfalt der Menschen, die an ihr lehren, lernen und forschen“, sagt Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Universität Freiburg. „Mit der Unterzeichnung der ‚Charta der Vielfalt’ im Jahr 2009 haben wir das Bekenntnis zu einer Organisationskultur bekräftigt, in der individuelle und kulturelle Unterschiede der Beschäftigten und Studierenden als Bereicherung in Forschung und Lehre verstanden werden.“ Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz sind Geschlecht, Rasse oder ethnische Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung/ chronische Krankheit, Alter und sexuelle Identität die zentralen Dimensionen der Vielfalt. Ziel der Universität Freiburg ist die Gleichstellung im Sinne einer Gleichheit in der Vielfalt: „Die Pluralität der Lebensentwürfe, die verschiedenen intellektuellen, kulturellen und sozialen Hintergründe der Studierenden und Beschäftigten sowie die Vielfalt in Handeln und Denken sind die Voraussetzung dafür, dass die Universität all ihre Potenziale für die zukünftige Entwicklung ausschöpfen kann.“

Dieser Themenkomplex hat mit dem 2007 gewählten Rektorat eine zentrale strategische Bedeutung erhalten. „Die Förderung von Vielfalt ist für uns ein Ziel an sich und ein Wettbewerbsvorteil zugleich. Daher hat die Universität Freiburg ihre Arbeit im Bereich Gleichstellung und Vielfalt grundlegend umgebaut“, sagt Vizerektor Prof. Dr. Heiner Schanz, dem das Feld zugeordnet ist. „Wir haben ein neues Managementkonzept eingeführt, das alle relevanten Einrichtungen, Aufgaben und Maßnahmen integriert, und das Thema Gleichstellung um das Thema Vielfalt erweitert.“

Besondere Aufmerksamkeit widmet die Universität derzeit der Dimension „Behinderung/chronische Krankheit“, von der etwa 160 Mitarbeitende und schätzungsweise 1.800 Studierende betroffen sind. 2010 hat sie den Arbeitskreis Barrierefreiheit gegründet, in dem interne Expertinnen und Experten zum Thema „Behinderung“ unter dem Vorsitz des Vizerektors zusammenkommen. Zudem hat die Albert-Ludwigs-Universität das Projekt „Internetportal Barrierefreiheit“ gestartet, um die universitären Gebäude im Hinblick auf Barrierefreiheit zu erfassen und die Informationen auf den Internetseiten der Universität zielgruppenspezifisch aufzubereiten. Damit sollen Sehbehinderte und Mobilitätseingeschränkte die Möglichkeit erhalten, sich den passenden Weg in und durch die Gebäude zu suchen.

Um Beschäftigte und Studierende für die Thematik weiter zu sensibilisieren, veranstaltet die Albert-Ludwigs-Universität in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Freiburg heute ihren ersten „Tag der Vielfalt“. Die Veranstaltung widmet sich in diesem Jahr ebenfalls der Dimension „Behinderung/chronische Krankheit“. Im Mittelpunkt stehen die Sensibilisierung und Schulung von Mitgliedern der Hochschule im Hinblick auf einen barrierefreien Zugang zu universitären Gebäuden, Räumen, Services und zum Lehrbetrieb. Die Schulung erfolgt im Rahmen des internen Fort- und Weiterbildungsprogramms und soll insbesondere Mitarbeitende des Hausdiensts und der Studienorganisation erreichen, da diese regelmäßig mit Studierenden mit Behinderung oder chronischen Krankheiten Kontakt haben.

Darüber hinaus richtet sich die Veranstaltung an die gesamte universitäre Öffentlichkeit. Ein Parcours mit drei Stationen zu den Themen Sehbehinderung, Hörbehinderung und Mobilitätseinschränkung macht Handicaps und Barrieren im Hochschulalltag für alle erlebbar – unter anderem mit Augenbinden, Hörsimulationen und Rollstühlen. Die vierte Station ist ein Infostand, an dem sich die Ansprechpartner der Universität und des Studentenwerks vorstellen. An jeder Station berichten betroffene Studierende und Beschäftigte von ihren Erfahrungen und beantworten Fragen. Das Programm schließt mit einem internen runden Tisch zum Thema „Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden – Möglichkeiten und Grenzen“.

(Presseinfo: Melanie Hübner, Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, Universität Freiburg vom 16.07.2012)

Mehr? Hier klicken -> www.vielfalt.uni-freiburg.de


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