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RegioTrends

Kreis Emmendingen - Emmendingen-Hochburg

29. Sep 2017 - 15:18 Uhr

Veranstaltung „Agrarökologie am Oberrhein“ auf Hochburg gestartet - Regierungspräsidentin Schäfer überreichte INTERREG-Förderbescheide für Projekte „AGRO Form“ und „Innov.AR“

Schäfer: „Mit jedem grenzüberschreitenden Projekt wächst der Oberrhein weiter zusammen“ - Nachhaltige Landwirtschaft auch in trinationaler Metropolregion am Oberrhein wichtiges strategisches Ziel


Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer hat bei der Auftaktveranstaltung von „Agrarökologie am Oberrhein“ in ihrer Funktion als Vorsitzende des Begleitausschusses für das INTERREG-V-Programm die Förderbescheide für die geplanten Projekte „AGRO Form – innovative Praxis und Bildung“ und „Innov.AR – agrarökologische Innovation am Oberrhein“ auf der landwirtschaftlichen Bildungszentrum Hochburg bei Emmendingen übergeben. Beide Projekte zielen auf eine ökologisch verträglichere Ausrichtung der Bewirtschaftung in der Landwirtschaft.

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Mit jedem grenzüberschreitenden Projekt wächst der Oberrhein weiter zusammen. Die EU unterstützt viele grenzüberschreitende Projekte in der Oberrheinregion. Bürgerinnen und Bürger, die hier leben, genießen einen Standortvorteil. Dank der finanziellen Unterstützung aus Brüssel können wir viele Projekte realisieren, für die sonst das Geld fehlen würde. “

Besonders freute sich die Behördenleiterin vor zahlreichen Gästen aus Deutschland, Schweiz und Frankreich, dass das Regierungspräsidium sogar Träger des Projekts „AGRO Form“ sein wird und damit das erste Projekt in der aktuellen Förderperiode realisiert, dass gezielt eine Verringerung der Umweltbelastungen im Rahmen der Wirtschafts- und Siedlungsentwicklung am Oberrhein anstrebt.

„Dass die Initiative dafür aus meinem Haus kommt, darauf bin ich stolz“, sagte Bärbel Schäfer. „Es ist Aufgabe einer nachhaltigen Landwirtschaft auch in der beispielhaften Trinationalen Metropolregion am Oberrhein, Nahrung, Futtermittel und nachwachsende Rohstoffe so zu erzeugen, dass sie einerseits nach ökonomischen Prinzipien arbeitet, aber andererseits auch gesellschaftlichen Anforderungen des Umweltschutzes grenzüberschreitend gerecht wird. Für dieses Ziel setzen wir uns ein“, betonte die Regierungspräsidentin vor etwa 60 Gästen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

Was ist mit diesen beiden Projekten konkret vorgesehen? Im Projekt „AGRO Form“ treffen sich Leiterinnen und Leiter von Obst, Wein, Gemüse- und Ackerbaubetrieben aus Baden, Elsass, der Schweiz und der Pfalz mehrmals im Jahr, um sich über den Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln sowie über die wirtschaftlichen Rahmendaten auszutauschen. Dieses grenzüberschreitende Betriebsnetzwerk identifiziert, bewertet und setzt geeignete Methoden um und sorgt durch gemeinsame Inhalte und Konzepte, dass dieses Wissen in beruflichen Schulen und in der Fortbildung gezielt weitergegeben wird.

Im Projekt „Innov.AR“ arbeiten öffentliche und private Einrichtungen sowie landwirtschaftliche Betriebe zusammen, um geeignete Verfahren und Maschinen in der Düngung und Pflanzenschutz zu entwickeln, zu fertigen und zu testen. Dabei handelt es sich um ein Düngeinjektionsgerät zur Reduzierung der Nitratbelastung im Grundwasser, um die Bereitstellung von Pflanzenschutzmitteln mit ökologisch verträglicheren Wirkstoffen und um die Bewertung von biologischen Verfahren zur Bekämpfung von Maiswurzelbohrer und Drahtwurm.

(Presseinfo: Regierungspräsidium Freiburg, 29.09.2017)


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