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18. Jul 2013 - 17:23 Uhr

Nachbericht zu unserem Lesertelefon "Männergesundheit - Vorzeitiger Samenerguss" vom 18. Juli 2013 - Expertentipp: "Hauptansprechpartner beim vorzeitigen Samenerguss ist der Urologe"

Dr. Dr. med. Johan Denil
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Erfahrungen mit einem unfreiwilligen Quickie hat fast jeder Mann vorzuweisen. Jeder fünfte ist laut Experten von einem vorzeitigen Samenerguss betroffen. Die „Ejaculatio praecox“ ist eine der häufigsten sexuellen Funktionsstörungen des Mannes.Und passt so gar nicht ins Bild des ausdauernden und versierten Liebhabers, das uns überall in den Medien begegnet. Hinzu kommt, dass der vorzeitige Samenerguss in der Gesellschaft noch immer ein großes Tabu-Thema ist. Kein Wunder, dass sich viele Betroffene mit Scham und Selbstzweifeln quälen, anstatt offen nach Hilfe zu suchen. Dabei halten Medizin und Sexualtherapie Behandlungsmöglichkeiten bereit. Guten Rat zu allen Fragen zum Frust mit der zu schnellen Lust hatten die Experten an unserem Lesertelefon:

Wie lange dauert es im „Normalfall“ bis der Mann zum Höhepunkt kommt?
PD Dr. med. Michael J. Mathers: Es ist schwierig für die Sexualität eines Menschen Normwerte festzulegen. Es gibt allerdings Studien, die die durchschnittliche Länge des Geschlechtsverkehrs bis zum Samenerguss untersuchen: Eine multinationale Erhebung aus dem Jahr 2005 kommt zu dem Ergebnis, dass Männer beim Beischlaf im Durchschnitt nach etwa fünf Minuten ihren Höhepunkt erleben. Die Zeitspanne zwischen dem Eindringen in die Scheide und dem Samenerguss wird in der Medizin als intravaginale Ejakulationslatenzzeit (IELT) bezeichnet.

Wann genau spricht man vom vorzeitigen Samenerguss?
PD Dr. Mathers: In der Medizin haben sich zur Diagnose der „Ejaculatio praecox“ die vier folgenden Kriterien etabliert: Die Zeitspanne bis zur Ejakulation ist deutlich verkürzt, der Mann erlebt seinen Samenerguss regelmäßig zu früh, eine wahrgenommene Kontrolle über den Zeitpunkt der Ejakulation ist nicht möglich und die sexuelle Lebensqualität bei Mann und/oder Frauist dadurch beeinträchtigt.

Gibt es eine organische Ursache für den vorzeitigen Samenerguss?
Dr. med. Matthias Schulze: Bei der Suche nach Ursachen stellt sich zunächst die Frage: Besteht das Problem seit Beginn der sexuellen Aktivität oder ist es zu einem bestimmten Zeitpunkt erstmalig aufgetreten? Im Falle der lebenslangen „Ejaculatio praecox“ beziehungsweise des vorzeitigen Orgasmus, der oder die seit Beginn der sexuellen Aktivität bestehen, gehen Experten heute von einer genetischen Veranlagung aus. Demnach führt eine Fehlsteuerung des an der Ejakulation beteiligten Nervenbotenstoffs Serotonin dazu, dass manche Männer nicht in der Lage sind, ihren Samenerguss und Orgasmus zu kontrollieren. Entwickelt sich der vorzeitige Samenerguss erst später im Leben (erworbene „Ejaculatio praecox“), können zum Beispiel Erektionsstörungen oder Erkrankungen der Schilddrüse oder der Prostata dahinter stecken. Beide Formen sind heutzutage durchaus behandelbar.

Wie sieht die Behandlung des vorzeitigen Samenergusses aus?
Dr. Dr. med. Johan Denil: Nicht alle Betroffenen leiden so stark unter vorzeitigem Samenerguss, dass eine ärztliche Behandlung erforderlich ist. Nicht wenige Männer entwickeln jedoch einen hohen Leidensdruck – dann ist der Weg zum Urologen der richtige. Welche Therapiebausteine der Arzt empfiehlt, hängt von der individuellen Situation des Patienten ab, weil jeder Mann „seine“ Ejaculatio praecox anders erlebt. Zum Einsatz können sowohl verhaltenstherapeutische als auch sexualmedizinische und medikamentöse Behandlungsoptionen kommen.

Ich dachte, dass ich ein psychisches Problem habe, weil ich immer zu früh komme...
Dr. Schulze: Psychische Ursachen, wie Stress oder ängstliche Anspannung, können einen vorzeitigen Samenerguss begünstigen. Doch anders als früher spricht man psychologischen Faktoren heute nicht mehr die Hauptrolle in der Entstehung der „Ejaculatio praecox“ zu. Das gilt insbesondere, wenn es sich um die lebenslange Form des vorzeitigen Samenergusses handelt. Vielmehr können psychische Belastungen, wie ein vermindertes Selbstwertgefühl, Frustration und Beziehungsprobleme, eine direkte Folge der sexuellen Funktionsstörung sein.

Sollte ich mit meinem Problem zum Arzt gehen – und wenn ja, zu welchem?
Dr. med. Axel-Jürg Potempa: Besteht aufgrund des vorzeitigen Samenergusses ein Leidensdruck, empfehle ich immer den Gang zum Arzt! Hauptansprechpartner ist der Urologe – er kann die Diagnose stellen, die Ursachen abklären und über Behandlungsmöglichkeiten informieren.

Ich fühle mich meiner Partnerin gegenüber als Versager und merke, dass dieses Problem auch unsere Beziehung belastet…
Dr. Potempa: Tatsache ist, dass eine unbehandelte „Ejaculatio praecox“ des Mannes auch die Sexualität der Frau beeinträchtigen kann, da die meisten Frauen mehr Zeit benötigen, um beim Sex zum Höhepunkt zu kommen.Unwissenheit, Scham- und Schuldgefühle können dazu führen, dass der vorzeitige Samenerguss auch in der Partnerschaft ein unausgesprochenes Thema bleibt. Vielen Paaren fällt es einfach schwer, über intime Details zu sprechen. Hier kann die Beratung durch einen Urologen, Sexualmediziner oder auch einen Sexual- oder Paartherapeuten hilfreich sein. Er kann Ihnen dabei helfen, offen über Ihre Probleme und Wünsche zu reden und Wege zu einer befriedigenderen Sexualität aufzeigen.

Mir ist es sehr peinlich, mit meinem Arzt und meiner Partnerin offen über meinen vorzeitigen Samenerguss zu sprechen…
Dr. Denil: Viele Männer teilen das von Ihnen angesprochene Schamgefühl. Vielleicht hilft es Ihnen zu wissen, dass Sie nicht der einzige Betroffene sind und Ihr vorzeitiger Samenerguss kein persönliches Versagen darstellt. Und wie bei jedem anderen Problem auch haben Sie das Recht, von Ihrem Arzt ernst genommen und beraten zu werden. Für Ihre Partnerin kann es wichtig sein zu erfahren, dass der vorzeitige Samenerguss nichts mit ihr zu tun hat. Ich rate Paaren immer zu einem offenen Gespräch!

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Info:

Vorzeitiger Samenerguss: Rat und Hilfe im Internet

www.isg-info.de
Das Informationszentrum für Sexualität und Gesundheit e.V. (ISG) informiert auf seiner Webseite umfassend zur Sexualität von Mann und Frau. Gezielte Informationen zum Thema „Vorzeitiger Samenerguss“ finden Interessierte unter den Menüpunkten „Wissenswertes“, „Infomaterial“ und hier unter „Informationsmaterial für Männer“. Im Forum können Betroffene online Fragen stellen, die von den ISG-Experten beantwortet werden. Telefonisch erreichen Sie die geschulten Mitarbeiter unter der kostenfreien Rufnummer 0800-72 33 954, Montag und Mittwoch von 16 bis 20 Uhr und Freitag von 10 bis 12 Uhr.

www.späterkommen.de
Hier finden Betroffene gut verständliche und aktuelle Informationen zu Häufigkeit, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des vorzeitigen Samenergusses. Der Service-Bereich bietet einen Selbsttest, Informationsbroschüren zum Download sowie eine Arztsuche, über die ein Urologe in Wohnortnähe gefunden werden kann.

www.dgsmtw.de
Dieses Online-Verzeichnis stellt Interessierten Adressen und Informationen von sexualtherapeutischen und sexualmedizinischen Behandlern und Praxen im deutschsprachigen Raum zur Verfügung.


Die Experten der Telefonaktion im Überblick:
- Dr. Dr. med. Johan Denil; Niedergelassener Facharzt für Urologie und Andrologie, Köln
- PD Dr. med. Michael J. Mathers; Niedergelassener Facharzt für Urologie und Andrologie, Männerarzt (cmi), Remscheid
- Dr. med. Axel-Jürg Potempa; Niedergelassener Facharzt für Urologie mit Schwerpunkt Andrologie, Sexual- und Partnerschaftsmedizin, München
- Dr. med.Matthias Schulze; Niedergelassener Facharzt für Urologie und Andrologie, Markkleeberg / Leipzig

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