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Kreis Emmendingen - Emmendingen

16. Aug 2022 - 16:15 Uhr

SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner gedenkt deportierten Juden in Gurs - Allein aus damaligem Amtsbezirk Emmendingen wurden 102 jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger dorthin verschleppt

SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner mit Bürgermeister Christian Puharré (li.) im Camp de Gurs.
SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner mit Bürgermeister Christian Puharré (li.) im Camp de Gurs.
In das Camp de Gurs, ein Lager am Fuße der Pyrenäen, wurden von den Nazis über 6.500 Juden aus Baden und der Pfalz deportiert. Allein aus dem damaligen Amtsbezirk Emmendingen wurden 102 jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger dorthin verschleppt. Viele von ihnen kamen zu Tode im Lager Gurs selbst oder wurden nach Auschwitz deportiert und dort umgebracht. SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner besuchte gestern die Gedenkstätte in Gurs und gedachte der Opfer. Vom Bürgermeister der südfranzösischen Gemeinde Gurs, Christian Puharré, erhielt Fechner eine Führung durch das Camp de Gurs. So wurde der Friedhof der Deportierten besucht, wo für alle Opfer ein eigener Grabstein errichtet wurde. Besonders bewegend war laut Fechner die Begegnung mit dem Grabstein von Simon Veit: „Simon Veit war über 50 Jahre Vorsteher der israelitischen Gemeinde in Emmendingen und ein angesehener Bürger.“ Fechner legte deshalb einen Stein zu dessen Ehren auf den Grabstein. „Es ist gut, dass hier in Gurs die Emmendingerinnen und Emmendinger, die aus ihrer Heimatstadt von den Nazis deportiert und in den Tod geschickt wurden, ein ehrendes Andenken erhalten“, so Fechner.

Offen sprach Gurs‘ Bürgermeister Puharré dabei an, dass das Camp de Gurs auch für Frankreichs Geschichte eine schwarze Seite ist. Denn das französische Regime hat eng mit den Nazis kollaboriert und sei so mitverantwortlich für den Tod tausender Juden im Lager Gurs oder nach deren Deportation in Auschwitz.

Hoffnungsvoll stimmt Fechner, dass viele Schulklassen und Jugendliche sich für die Gedenkstätte interessieren. Auch zeigte Bürgermeister Puharré Fechner konkrete Planungen für ein neues Dokumentationszentrum, um noch umfassender über die Verbrechen der Nazis zu informieren als Warnung für zukünftige Generationen. „Sie leisten hier eine ganz wichtige Erinnerungsarbeit und deshalb ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die sich hier ehrenamtlich für die Zeitgeschichte engagieren und damit den verstorbenen Juden ein ehrendes Andenken bewahren“, bedankte sich Fechner abschließend.


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