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14. Oct 2019 - 08:31 Uhr Matthias Bopp, DD1US, mit einer seiner Satellitenantennen.
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Matthias Bopp funkt über Satelliten und mit der ISS

Er ist der Experte für Weltraumfunk im Kreis Emmendingen nahe Freiburg: Matthias Bopp mit dem Amateurfunkrufzeichen DD1US. „Ja, ich wurde auch schon mal als Spion verdächtigt“, lacht Bopp. Anlass hierzu gab seine selbst gebaute, aber durchaus professionellen Ansprüchen genügende Satellitenantennenanlage auf dem Dach seines Hauses. Eine mehr als ungewöhnliche Optik für nicht in die Leidenschaft des Amateurfunks Eingeweihte! Diese Leidenschaft geht bis in das Jahr 1978 zurück, als er von seinen Eltern ein paar Jedermann-Handfunkgeräte geschenkt bekam. Aber das genügte ihm nicht, er wollte größere Entfernungen überbrücken. Da bot es sich geradezu an, einen Lizenzkurs in einem der Ortsverbände des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) zum Ablegen der staatlichen Prüfung zum Funkamateur zu besuchen und schon ein Jahr später erfolgreich abzuschließen. Und das mit gerade einmal 15 Jahren!

Per Satellit mit der Welt verbunden!

Heute ist der Diplom Ingenieur weiterhin von seinem technischen Hobby fasziniert. Auch, wenn die Kurzwellenbänder zahlreiche völkerverbindende Kontakte rund um den Globus ermöglichen, in der Hauptsache hat er sich dem Betrieb über Satelliten und mit den Raumstationen verschrieben. Dem Spaß an diesem speziellen auch von den Funkamateuren betriebenen Gebiet kam er in seiner Studienzeit in Kaiserslautern in den Jahren 1985 bis 1990 näher. Da baute er mit weiteren Funkfreunden eine Satellitenfunkanlage für die dortige Clubstation an der Universität auf. „Die tieffliegenden Satelliten sind einfach mit einer Rundstrahlantenne zu erreichen“, so Bopp, aber die Herausforderung sind die hoch elliptisch fliegenden Satelliten die entsprechend eine große Reichweite ermöglichen. Hier muss die Antenne der Satellitenlaufbahn nachgeführt werden. „Am Anfang habe ich die Rotorsteuergeräte noch mit der Hand nachgeführt, später dann mit dem Computer verbunden und mit selbst geschriebenen Programmen gesteuert!“ erinnert sich Bopp. Aufgrund der ausgezeichneten Zusammenarbeit der AMSAT-DL (Verband der Satellitenfunkamateure in Deutschland) und QARS (der äquivalente Verband in Qatar) konnte auf dem erst im November 2018 ins All beförderten geostationären Nachrichtensatelliten Es’Hail-2 auch eine Amateurfunknutzlast installiert werden. Hier genügt eine einmal ausgerichtete Antenne, wie beim Fernsehempfang. Es fasziniert, wenn Bopp mit Funkfreunden aus Afrika, Brasilien oder Thailand in bester Übertragungsqualität über „Qatar Oscar 100“, wie der Amateurfunktransponder fachspezifisch genannt wird, in Kontakt tritt! Dabei sind neben Sprechfunkverbindungen auch Videoübertragungen möglich.

Jugend in Kontakt mit der Raumstation!

Das begeistert! Junge Menschen können direkt mit den Astronauten auf der Internationalen Raumstation (ISS) in Kontakt treten. „Natürlich nicht einfach so!“ räumt Bopp ein. Daher gibt es die ebenfalls von Funkamateuren betriebene Organisation „Amateur Radio on the International Space Station“ – also „Amateurfunk auf der Internationalen Raumstation“ kurz ARISS. Mit ihrer Hilfe und weiteren Funkamateuren hat Bopp schon einige Kontakte von Schülerinnen und Schülern zu den Astronauten auf der ISS organisiert. Ein immer wieder großes Ereignis für die Schulen und für den Amateurfunk, das intensiven technischen, wie auch organisatorischen Vorbereitungen unterliegt.

Nach erfolgreichen Kontakten mit Alexander Gerst in Künzelsau und Heilbronn im letzten Jahr, folgt am Freitag, den 18. Oktober um 11:37 Uhr der Schulkontakt von Schülern der „Gewerblichen und Hauswirtschaftlich-Sozialpflegerischen Schulen Emmendingen“ (GHSE) auf den „Science Days“ im „Europa Park“ in Rust.

Die „Science Days“, an denen sich die Funkamateure schon seit Jahren beteiligen, sollen bei jungen Menschen das Interesse an Naturwissenschaft und Technik wecken. Für den Kontakt zur ISS hat Bopp die Schüler seit Monaten intensiv vorbereitet. Mal ging es um die zu stellenden Fragen, ein anderes Mal um die korrekte Funkbetriebstechnik. Denn der Überflug der ISS dauert gerade einmal rund 12 Minuten. Eigens zu diesen Anlass, unterstützen Funkamateure des Ortsverbandes Heilbronn (P05) mit ihrer speziellen technischen Ausrüstung und Erfahrung dieses nicht alltägliche Ereignis.

Horst Garbe, DK3GV, Pressewart des Amateurfunkortsverbandes Freiburg

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