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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

6. Mai 2021 - 14:10 Uhr

Mobile Impfteams nahmen in Freiburg mehr als 10.000 Impfungen gegen Coronavirus vor - Impfangebot der Stadt in allen Seniorenwohnheimen, Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünften sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

RT-Archivbild
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Viel Aufklärung und Begleitung, um Menschen bei der Corona-Impfung mitzunehmen

Die mobilen Impfteams in Freiburg leisten ganze Arbeit: Seit Mitte dieser Woche haben alle berechtigten Menschen in Seniorenwohnheimen, Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünften sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung ein Impfangebot erhalten. Seit Januar wurden in Freiburg bei knapp 100 Einsätzen mehr als 10.000 Impfungen vorgenommen.

„Zum frühestmöglichen Zeitpunkt haben wir als Stadt das Heft des Handelns in die Hand genommen. Wir haben die Menschen im Blick, die besonders vor dem Virus geschützt werden müssen. Und der Einsatz der mobilen Teams ist auch ein wichtiger Beitrag zur Prävention. Potentielle Infektionsketten in Unterkünften können so unterbunden werden, damit wird auch die Stadtgesellschaft geschützt. Ich danke allen Beteiligten für die herausragende koordinierende Arbeit. Damit setzen wir neue Maßstäbe“, sagt Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach.

„Wir haben früh angefangen und von Beginn an darauf gesetzt, die Menschen mitzunehmen und aufzuklären. So konnten wir hohe Impfquoten erreichen“, sagt Katja Niethammer, Leiterin des Amts für Migration und Integration (AMI). Das AMI koordiniert gemeinsam mit der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) die Einsätze in den Einrichtungen.

Die mobilen Impfteams (MIT) sind in Freiburg seit dem 8. Januar im Einsatz, zunächst durch das Land gesteuert, seit März durch Stadt und FWTM ein- bis mehrmals pro Woche haben die MITs vom Zentralen Impfzentrum Freiburg aus bis zu fünf Einsatzorte allein im Stadtgebiet angefahren. Die Teams sind nicht nur für Freiburg zuständig, sondern auch für die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Konstanz, Lörrach und Waldshut. In der Stadt und diesen vier Kreisen wurden bei 308 Einsätzen mehr als 38.000 Impfungen vorgenommen.

Zunächst wurde – noch durch das Land organisiert – in der stationären Pflege geimpft, also in Senioren- und Pflegeheimen, Hospizen und Klöstern. Danach wurden die Einrichtungen in städtischer Koordination, nach den Vorgaben des Sozialministeriums, versorgt. So wurden danach beispielsweise Tagespflege-Einrichtungen, die Einrichtungen der Wiedereingliederungshilfe, Flüchtlingsheime, betreutes Wohnen und Obdachlosenunterkünfte von den Teams angefahren.

Bevor in den Einrichtungen geimpft wurde, hat dort intensive Beratung und Aufklärung stattgefunden. In Flüchtlingsunterkünften liegt die Impfquote derzeit bei rund 40 Prozent der Berechtigten (berechtigt sind Menschen über 16, die nicht schwanger sind). Seit Januar wurden Geflüchtete auf das Thema Impfungen mit Plakaten und direkten Ansprachen durch Sozialdienste und kommunales Integrationsmanagement aufmerksam gemacht und sensibilisiert. Informationen zur Impfung gegen SARS-CoV-2 wurden erarbeitet und den Geflüchteten mehrsprachig in den Einrichtungen mittels Aushängen, Informationsblättern und Anschreiben zur Verfügung gestellt. Ein weiterer Baustein waren frühzeitig geführte persönliche Aufklärungsgespräche. Darüber hinaus wurde für alle Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit geschaffen, sich auch bei Ärzten umfassend und fachlich verlässlich zu den Impfungen zu informieren. Hierzu richtete das Amt für Migration (AMI) und Integration in Zusammenarbeit mit dem Verein ehrenamtlicher Ärztinnen und Ärzten der Refudocs Anfang März 2021 Online-Sprechstunden in den häufigsten Sprachen ein. Ärztinnen und Ärzte der Refudocs verabreichen auch die Impfungen in den Unterkünften.

Aus Erfahrung steigt die Impfbereitschaft bei den nicht geimpften Bewohnerinnen und Bewohnern im Nachgang eines Impftermins. Etwa, wenn diese auf Grund von Kontakten zu geimpften Mitmenschen Vertrauen in die Impfung gewonnen haben. Deshalb werden dort auch weitere Termine angeboten, um mehr Menschen für die Impfung zu gewinnen.

In den Obdachlosenunterkünften haben sich bislang rund 25 Prozent der Berechtigten für eine Impfung entschieden. Einige wohnungslose Menschen wurden aber auch über ihre Hausärztinnen und Hausärzte geimpft. In den Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe wurde bei der Impfaufklärung vor allem auf persönlicher Aufklärungsgespräche des Sozialdienstes gesetzt. Von Wohnungslosigkeit Betroffene haben tagtäglich vielfältige Herausforderungen zu meistern. Gesundheitsthemen (dazu gehört auch das Impfen) spielen dabei häufig eine nachrangige Rolle. Zudem gibt es eine relativ hohe Rate an psychisch Kranken, die gegenüber Impfstoffen skeptischer sind und mehr Angst vor der Durchführung haben. Auch in den Obdachlosenunterkünften soll es weitere Termine geben.

In Einrichtungen für Menschen mit Behinderung gibt es sehr hohe Impfquoten. Hier wird von Trägern zum Teil davon berichtet, dass sich rund 90 Prozent der Berechtigten für eine Impfung entscheiden.


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