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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

21. Jul 2021 - 15:36 Uhr

Gedenkort für Drogentote an der Dreisam in Freiburg erneuert - Ulrich von Kirchbach (Erster Bürgermeister) und Ilja Wöllert (AWO Geschäftsführer) weihten Gedenkstelen ein

Gedenkort für Drogentote an der Dreisam in Freiburg erneuert.

REGIOTRENDS-Foto: Jens Glade
Gedenkort für Drogentote an der Dreisam in Freiburg erneuert.

REGIOTRENDS-Foto: Jens Glade
(FR/RT) In Deutschland sterben jedes Jahr deutlich über tausend Menschen an den Folgen des Konsums illegaler Drogen.
Daran erinnert der internationale Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige, der in Deutschland seit 1998 am 21. Juli begangen wird.

Die Drogenhilfe Freiburg hat gemeinsam mit der Stadt den in die Jahre gekommenen Gedenkstein an der Dreisam durch zwei neue Stelen ersetzt. Bürgermeister Ulrich von Kirchbach und der AWO Geschäftsführer Ilja Wöllert weihten die Gedenkstelen am heutigen Mittwochmittag ein.

Anlässlich der feierlichen Einweihung gedachte Bürgermeister Ulrich von Kirchbach der Drogentoten. Er dankte der Drogenhilfe Freiburg für ihre wichtige Arbeit.
„Der Platz für den erweiterten Gedenkort ist nicht zufällig gewählt. Er soll die feiernden Menschen an der Dreisam dazu anregen, über ihren Drogenkonsum nachzudenken“, so von Kirchbach.

In Deutschland seien im vergangenen Jahr 1.581 Menschen am Konsum illegaler Suchtmittel gestorben, rechnete der Bürgermeister vor. Dazu kämen jährlich weitere 74.000 Todesfälle durch Alkoholmissbrauch und 121.000 aufgrund der Folgen des Rauchens dazu.

„Freiburg steht derweil auf einem traurigen zweiten Platz in Baden-Württemberg. Im vergangenen Jahr starben zehn Menschen an den Folgen ihrer Drogenabhängigkeit“, so von Kirchbach. Nur in Stuttgart habe es mehr Fälle gegeben.
„Es ist gut und wichtig, dass wir uns immer wieder an die Schicksale der Drogentoten erinnern“, unterstrich von Kirchbach.

Als besonders gefährlich gilt Heroin: Das Opioid macht aufgrund der starken psychischen Wirkung besonders abhängig. Insbesondere der Mischkonsum, also wenn Heroin mit anderen Drogen, Medikamenten oder Alkohol eingenommen wird, kann lebensgefährlich sein.

Die Drogenhilfe Freiburg hilft, berät und informiert mit ihren Einrichtungen, der Jugend- und Drogenberatung DROPS sowie dem Kontaktladen, seit 30 Jahren drogenabhängigen Menschen und ihren Angehörigen über und bei den Themen Sucht und Substanzkonsum.
Die Palette an niedrigschwelligen Hilfsangeboten ist breit. Von Erstkontakten ohne Wartezeit durch tägliche offene Sprechstunden über Krisenintervention und Schadensminimierung, Beratung zu Konsum und Ausstiegsmöglichkeiten bis hin zu verschiedenen Gruppenangeboten, Streetwork und Prävention.

„1.581 sind viele“, erklärte Selina Trinkner, Sozialpädagogin und Leiterin der Drogenhilfe Freiburg. Sie erinnerte gemeinsam mit ihrem Kollegen Benedikt Vogt auch daran, dass hinter den Drogentoten immer auch das Leid der Freunde, Verwandten und der Familie stünden.
Außerdem stecke hinter den offiziellen Zahlen auch immer eine hohe Dunkelziffer.
Trinkner erinnerte auch daran, dass der Rutsch in die Abhängigkeit meist nicht absichtlich geschehe. Dahinter würden in der Regel furchtbare Ereignisse und Traumata stecken, die dazu führten, dass die betroffenen Menschen ihre Gefühle betäuben wollten.

Sie forderte die Einrichtung eines Raums für den sicheren Drogenkonsum und die Ausweitung der Substitutprogramme: „Wir müssen uns noch mehr nach dem Motto `den Toten gedenken, die Lebenden schützen´ um die kümmern, die wir retten können“.
Dazu gehörten auch Notfallmedikamente im Falle einer Überdosierung von Drogen und Helfer, die diese verabreichen könnten. Auch müsse eine Behandlung durch die Krankenkassen übernommen werden.

Trinkner dankte dem Förderverein Drogenhilfe und der Stadt für die finanzielle Unterstützung.

Der langjährige Mitarbeiter der Drogenhilfe, Thomas David, verlieh mit seinem Gedichtsvortrag „Das trunkene Schiff“ von Arthur Rimbaud der Einweihung der Gedenkstehlen einen würdigen Abschluss.

Der Feier wohnten neben dem Leiter des Amtes für Soziales und Senioren, Boris Gourdial, auch der Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Ilja Wöllert bei.


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