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RegioTrends

Kreis Lörrach - Weil a.Rh.

19. Nov 2021 - 16:19 Uhr

Premiere an der Rheinschule in Weil a.Rh. - Erstes Schild des Kinderrechtewegs im Stadtteil Friedlingen angebracht - Tag der Kinderrechte am 20. November 2021

Die Schülerinnen und Schüler der 4b haben gemeinsam mit Hausmeister Daniel Zimmermann das Schild an der Hauswand angebracht. Auch Rektorin Christin Sigwart (links), Klassenlehrerin Hannah Küstler (hinten) und die Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Weil am Rhein, Michaela Rimkus (rechts), freuen sich.

Bild: Stadt Weil am Rhein
Die Schülerinnen und Schüler der 4b haben gemeinsam mit Hausmeister Daniel Zimmermann das Schild an der Hauswand angebracht. Auch Rektorin Christin Sigwart (links), Klassenlehrerin Hannah Küstler (hinten) und die Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Weil am Rhein, Michaela Rimkus (rechts), freuen sich.

Bild: Stadt Weil am Rhein

Das erste Schild ist angebracht: Der Kinderrechteweg im Stadtteil Friedlingen nimmt langsam Formen an. Nach einem Workshop im Juli wurde nun die erste Station an der Rheinschule „festgenagelt“. Mit von der Partie waren natürlich die Schülerinnen und Schüler der 4b um Klassenlehrerin Hannah Küstler, die sich mit dem Thema Kinderrechte intensiv auseinandergesetzt haben.

Rechtzeitig zum Tag der Kinderrechte am Samstag durften die Kinder hautnah miterleben, wie aus einem zunächst theoretischen Thema ein realistisches wurde: Das erste sichtbare Zeichen des neuen Kinderrechtewegs durch ihren Stadtteil. Das Schild an der Rheinschule setzt sich mit dem Recht auf Bildung auseinander. Dort heißt es in Artikel 29 der UN-Kinderrechtskonvention: „Du hast das Recht auf eine gute Schulbildung. Die Grundbildung soll nichts kosten. Du sollst dabei unterstützt werden, den besten Schul- und Ausbildungsabschluss zu machen, den Du schaffen kannst. Der Staat muss dafür sorgen, dass alle Kinder in die Schule gehen und kein Kind dort schlecht behandelt wird.“ Beim Workshop wussten die Schülerinnen und Schüler aber auch: Kinder lernen nicht nur in der Schule. Menschen können ein Leben lang lernen. Auch beim Spielen, bei einem Spaziergang, beim Sport oder der Freizeit können sie zum Beispiel vieles lernen.

Die zweite Station des Rundwegs wird übrigens die Treff- und Infobox im Rheinpark sein. Hier steht das Recht auf Gleichheit (Artikel zwei) im Fokus.

Im Juli hatten die Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen der Rheinschule erarbeitet, welche Kinderrechtethemen sie mit Objekten, Gebäuden, Geschichten oder Lebenssituationen verknüpfen. Mögliche Standorte für die Stationen des Kinderrechtewegs wurden dann auf einem Streifzug durch das Quartier definiert. Diese sollten sich möglichst in einem Rundweg wiederfinden, den Kinder zusammen mit Freunden, der Schulklasse oder der Familie begehen können.

Weiterhin wird ein Begleitheft zum Kinderrechteweg entwickelt, das die Ergebnisse aus dem Workshop durch die Beiträge der Kinder zeigt, und kleine Aufgaben oder Rätsel zu den Kinderrechten aufträgt. Eine Verlinkung zur städtischen Homepage ist bereits in Arbeit und wird über einen QR-Code auf den Schildern oder über www.weil-am-rhein.de/kinderrechteweg hergestellt. Auf der Webseite des Kinderrechtewegs werden die Stationen des Kinderrechtewegs näher beschreiben.

Die Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Weil am Rhein, Michaela Rimkus, freut sich nicht nur über das große und fruchtbare Engagement der Kinder, sondern auch darüber, dass bei der neuen Schulleiterin der Rheinschule, Christin Sigwart, dieses Thema auf große Gegenliebe stößt. „Mit dem Anbringen der ersten Schilder wollen wir den Kids zeigen, dass wir sie nicht vergessen haben und ihre Arbeit sehr schätzen“, sagt Rimkus.

Der Kinderrechteweg soll im Frühjahr 2022 fertiggestellt werden und so den Bekanntheitsgrad der Kinderrechte bei Groß und Klein erhöhen, damit Kinderrechte im Alltag der Mädchen und Jungs zu sehen und erlebbar sind.


Hintergrund:

Die Stadt Weil am Rhein führt offiziell das Siegel „Kinderfreundliche Kommunen“. Weil am Rhein hat sich die nachhaltige Verankerung der Interessen von Kindern und Jugendlichen zum Ziel gesetzt und war im Jahr 2012 die erste Stadt in Deutschland, die sich zur Teilnahme an diesem Vorhaben bekannte. 2019 wurde das Siegel schon zum zweiten Mal verliehen.


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