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Kreis Lörrach - Weil am Rhein

26. Nov 2021 - 12:41 Uhr

Unverzichtbare Größe fürs Klima in Weil am Rhein - Auch 2021 werden im Rahmen von Oberbürgermeister-Initiative „1.000 Bäume“ wieder 100 resistente Arten gepflanzt

Unverzichtbare Größe fürs Klima in Weil am Rhein - Auch 2021 werden im Rahmen von Oberbürgermeister-Initiative „1.000 Bäume“ wieder 100 resistente Arten gepflanzt.
Initiative 1000 Bäume: (von links) Birk Exner (Assistent der Laguna-Geschäftsführung), Wolfgang Dietz (Oberbürgermeister der Stadt Weil am Rhein), Rudolf Koger (Erster Bürgermeister und Leiter der Stadtwerke) sowie Stephan Fischer (Stadt- und Grünplanungsabteilung) pflanzen einen Baum im Garten des Sauna-Parcs.  

Foto: Stadtverwaltung Weil am Rhein - Bähr
Unverzichtbare Größe fürs Klima in Weil am Rhein - Auch 2021 werden im Rahmen von Oberbürgermeister-Initiative „1.000 Bäume“ wieder 100 resistente Arten gepflanzt.
Initiative 1000 Bäume: (von links) Birk Exner (Assistent der Laguna-Geschäftsführung), Wolfgang Dietz (Oberbürgermeister der Stadt Weil am Rhein), Rudolf Koger (Erster Bürgermeister und Leiter der Stadtwerke) sowie Stephan Fischer (Stadt- und Grünplanungsabteilung) pflanzen einen Baum im Garten des Sauna-Parcs.

Foto: Stadtverwaltung Weil am Rhein - Bähr

Eiche, Linde, Ahorn oder Hopfenbuche – allesamt sind sie resistente Arten, die gut mit unserem südlichen Klima klar kommen. Oberbürgermeister Wolfgang Dietz hat das Ziel ausgegeben, 1000 Bäume in einem Zeitraum von zehn Jahren neu zu pflanzen und mit dieser Initiative, einen Beitrag für den Klimaschutz in der Weil am Rhein zu schaffen. Seit 2020 wird an verschiedenen Stellen in der Stadt im Herbst verstärkt gebuddelt. In diesem Jahr werden erneut 100 Bäume ein neues Plätzchen erhalten, hinzu gesellen sich auch noch 50 Nachpflanzungen.

Das ist allerdings gar nicht so einfach: In Weil am Rhein müssen erst einmal geeignete Plätze gefunden werden. Die Wurzeln der hochstämmigen Arten benötigen viel Platz. Damit sich Eiche & Co. wohlfühlen, muss zudem darauf geachtet werden, dass sie genügend Platz fürs Wachsen der Krone bekommen. Nur dann kann der Baum in der Stadt Schatten spenden, was für innerstädtische Bereiche ein Segen ist.
„Wer A sagt, muss auch B sagen. Oder anders formuliert. Wer es ernst meint und mehr tun möchte, als immer nur den Zustand zu beklagen, der muss dafür sorgen, dass entsprechend den vorhandenen Möglichkeiten konkrete Schritte eingeleitet werden“, macht Wolfgang Dietz, Oberbürgermeister der Stadt Weil am Rhein, deutlich. „Die Änderung des Klimas ist unbestritten“, unterstreicht er die Notwendigkeit seiner Initiative.

Nicht nur im Dreiländergarten, wo große Grünflächen bereits vorhanden sind, sollen die Bäume prächtig wachsen, gerade in der Stadt mit viel Asphalt und Beton sollen sie für mehr Feuchtigkeit in der Luft sorgen. „Da müssen wir nicht lange um den heißen Brei herumreden. Wir haben zum Teil zu wenige Bäume in unserer Stadt. Geeignete Flächen auf der relativ kleinen Gemarkung der Stadt und namentlich im innerstädtischen Bereich sind jedoch spärlich gesät“, weiß Stephan Fischer von der Stadt- und Grünplanungsabteilung.

Die Initiative konzentriert sich auf den öffentlichen Raum. Denn nach der Bepflanzung wird die Stadt auch in Zukunft die fachmännische Pflege der Bäume übernehmen. Das Setzen der Bäume findet grundsätzlich in den Herbstmonaten statt. Dann ist für große Gehölze Pflanzsaison angesagt. Schließlich regnet es in dieser Jahreszeit für gewöhnlich mehr, so dass die Wurzelballen mit ausreichend Wasser und Nährstoffen versorgt werden.

Die 100 neuen Bäume im Jahr 2021 sind vornehmlich auf der Außenanlage des Juno II in Friedlingen (20), im Rheinpark (20), auf dem Laguna-Areal (20) und auf dem Gelände der Landesgartenschau (10) gepflanzt worden.

Zum Nulltarif gibt es den Klimaschutz auch in diesem Fall nicht. Im Haushalt sind auch für dieses Jahr 100 000 Euro aufgenommen worden. Schließlich kostet ein junger, solide gewachsener Baum rund 1000 Euro.

Dass sich der Naturschutz bei der Stadtverwaltung nicht nur auf das Pflanzen von Ahorn oder Hopfenbuche beschränkt, will der Oberbürgermeister hervorheben. Er verweist auf das klimafreundliche Handeln in der Vergangenheit und allerlei Beschlüsse des Gemeinderats in dieser Hinsicht. Er nennt unter anderem die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik, die Photovoltaikanlagen auf den städtischen Gebäuden, die Blockheizkraftwerke und die Nahwärmeversorgung.
„Die Klimaveränderung fordert die gesamte Gesellschaft und ist nicht die Angelegenheit eines Einzelnen oder der Politik im Allgemeinen. Jeder muss Verantwortung übernehmen“, sagt Wolfgang Dietz. Natürlich wisse er, dass die effektivsten Stellschrauben auf internationaler Ebene gedreht werden müssten. „Allerdings bedeutet das nicht, dass wir auf lokaler Ebene nicht auch einen Beitrag leisten können.“

Hintergrund:
Bäume sind eine unverzichtbare Größe in Sachen Klimaregulierung. Sie speichern Kohlendioxyd. Eine Tonne trockenes Holz binden 1,8 Tonnen CO2. Nicht zuletzt erzeugen Buche & Co. Sauerstoff - etwa vier Tonnen pro Jahr, was in etwa dem Sauerstoffbedarf von elf Menschen pro Jahr entspricht.


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