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Ortenaukreis - Lahr

15. Jun 2022 - 13:36 Uhr

Bis 19. Juni: Von Turnhelden und Leibesübungen - Sonderausstellung „Purzelbaum und Politik. 175 Jahre Turnen in Lahr“


Zum Landesturnfest in Lahr widmete sich das Stadtmuseum dem Thema Turnen aus historischer Sicht. Die Sonderausstellung „Purzelbaum und Politik. 175 Jahre Turnen in Lahr“ endet am Sonntag, 19. Juni 2022.

Die Stadt Lahr war in diesem Jahr zum vierten Mal Ausrichterin eines Landesturnfestes – nach 1881, 1921 und 1980. Zeitgleich begeht als einer der ältesten Turnvereine Baden-Württembergs der TV Lahr von 1846 e.V. sein 175-jähriges Bestehen. Beide Ereignisse sind Anlass für die Sonderausstellung „Purzelbaum und Politik. 175 Jahre Turnen in Lahr“, die seit Sonntag, 20. März 2022, im Stadtmuseum Tonofenfabrik zu sehen ist.

Die interaktive Ausstellung, die in ihrer Gestaltung an moderne Turnhallenoptik angelegt ist, beleuchtet die enge Verzahnung des Turnens mit Politik und gesellschaftlichen Entwicklungen sowie der Stadt- und Regionalgeschichte. Zahlreiche originale Objekte von ehemaligen und aktiven Turnerinnen und Turnern, aus der Vereinsgeschichte sowie Filmaufnahmen unterstreichen historische Meilensteine des Turnens und lassen Turngeschichte lebendig werden. Gleichzeitig können die Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden, indem sie auf der Turnmatte einen Purzelbaum schlagen, sich an Bällen versuchen oder an Mitmachstationen einfache Leibesübungen ausprobieren.

Für diese Ausstellung hat sich das Stadtmuseum fachliche Unterstützung einer externen Kuratorin geholt, die mit Hilfe der Corona-Sonderförderung des Landes Baden-Württemberg finanziert werden konnte. Mit Felicitas Schuder, Autorin der „Geschichte des Turnens in Baden“ und Mitarbeiterin am Badischen Landesmuseum, ergänzte eine in der Turngeschichte fundierte und kreative Historikerin das Team um Museumsleiterin Gabriele Bohnert.

Von den Anfängen um 1770 bis nach dem Zweiten Weltkrieg hangelt sich die Turnbewegung an großen Ereignissen der gesamtdeutschen Geschichte entlang. Turnen war nicht nur sportliche Betätigung, es war auch politisch. So verwundert es nicht, dass badische Revolutionäre wie Friedrich Hecker und Gustav Struve nicht nur in der Politik mitmischten, sondern auch Turner waren. Neben den nationalen Einheitsgedanken, die im Hambacher Fest ihre Höhepunkte fanden, erlebte die Turnerbewegung auch dunklere Zeiten. Immer wieder wurden Turnvereine verboten und gerieten in den Strudel der Politik. Auch die linientreue Gleichschaltung in der Zeit des Nationalsozialismus ging nicht spurlos an ihnen vorbei.

Dabei waren Gemeinschaft und gemeinschaftsstiftende Turnfeste immer ein fester Bestandteil des Turnerlebens. Die Ausstellung stellt zentrale Figuren der Turnbewegung wie den Reformpädagogen Johann Christoph Friedrich GutsMuths oder Turnvater Jahn ebenso vor wie die erfolgreichen Lahrer Turnerinnen Traudel Bothor und ihre Töchter. Der Stellung der Frauen im Turngeschehen widmet sich eine eigene Ausstellungseinheit.

Neben der körperlichen Ertüchtigung war in der Turnbewegung auch die Ästhetik des Sports wichtig. Die äußerliche Attraktivität von Sport spielt für das Publikum und die Medien eine große Rolle. Davon zeugen zahlreiche großformatige historische und aktuelle Fotografien von Turnenden in Aktion.

Vereine nehmen heute als Orte der gelebten Demokratie eine wichtige gesellschaftliche Position ein. Oft durch Vereinssatzungen parteipolitisch neutral, sind Turn- und Sportvereine dennoch wesentliche Multiplikatoren für Toleranz, Integration und Gleichberechtigung.


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