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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

21. Feb 2024 - 10:56 Uhr

Befristete Übergangslösung in Freiburg: Das Wichernhaus der Evangelischen Stadtmission bietet unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten für drei bis vier Monate eine Unterkunft - Sporthalle der Max-Weber-Schule für Unterricht und Vereinssport freigegeben

RT-Archivbild
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Das ehemalige Pflegeheim Wichernhaus der Evangelischen Stadtmission in der Innenstadt hat eine neue Aufgabe: Das Amt für Kinder, Jugend und Familie (AKI) nutzt seit dieser Woche eine Etage des Gebäudes befristet zur Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten. Das Wichernhaus löst damit die Max-Weber-Halle ab. Doch auch das ist nur eine Zwischenlösung. Wie geplant und bereits kommuniziert werden die jungen Menschen ab Mai für voraussichtlich zwei Jahre in den neuen Containern auf dem Hügin-Gelände untergebracht.

Seit dieser Woche zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres ist die Max-Weber-Halle wieder für den Sportunterricht der Schule und den Vereinssport freigegeben. Alle beteiligten Vereine wurden darüber informiert. Schul- und Jugendbürgermeisterin Christine Buchheit kommentiert diese Entwicklung: „Der Schulgemeinschaft wurde von Anfang an gesagt, dass wir alles unternehmen, um die Schulturnhalle zum zweiten Halbjahr wieder der Schule zur Verfügung zu stellen. Wir freuen uns sehr, dass dies gelungen ist, da der Sportunterricht für alle jungen Menschen sehr wichtig ist. Die Schulgemeinschaft und der Stadtteil haben die vorübergehende Unterbringung mit großer Solidarität mitgetragen. Dafür bedanken wir uns herzlich.“

Im Anschluss an die Nutzung des Wichernhauses für die minderjährigen Geflüchteten wird das Amt für Soziales auf der gleichen Etage ab Juni wohnungslose Menschen mit geringem Unterstützungsbedarf unterbringen. Die Zahl wohnungsloser Menschen in Freiburg ist weiterhin hoch und die Notübernachtung wie auch die Wohnheime sind das ganze Jahr über sehr stark ausgelastet. Das Wichernhaus soll in dieser Situation entlasten. Vor Ort begleitet in Zukunft eine Sozialbetreuung bis zu 25 Menschen. Die Stadtverwaltung mietet die Etage zunächst für ein Jahr, mit Option auf Verlängerung um ein weiteres Jahr.

Unabhängig von den städtischen Plänen nutzt die Evangelische Stadtmission ab August eine Etage in eigener Trägerschaft für die Kinder und Jugendlichen des Vaterhauses. Bereits kurz nach Kriegsbeginn 2022 wurde das Kinderheim Vaterhaus in einem Vorort von Kiew mit über 160 Personen nach Freiburg evakuiert. Um die ukrainischen Heimkinder weiter versorgen zu können, hat die Stadtmission die Jugendhilfeeinrichtung Vaterhaus gGmbH gegründet. An den Standorten in Bad Krozingen und Emmendingen betreut die Stadtmission derzeit rund 50 Kinder. Da der Mietvertrag am Standort in Emmendingen ausläuft, sollen ab Anfang August knapp 20 dieser Kinder eine neue Heimat finden.

Zur Unterbringung junger Geflüchteter im Wichernhaus:
Für den Brandschutz waren vor Ort Umbauten durch das Gebäudemanagement notwendig. Diese waren rechtzeitig fertig, sodass die ersten Jugendlichen bereits in dieser Woche einziehen konnten. Wie schon im Forsthaus und in der Max-Weber-Halle betreut der Soziale Fachdienst der Jugendhilfeeinrichtung Timeout die Jugendlichen tagsüber. Darüber hinaus ist zum Schutz der jungen Menschen rund um die Uhr ein Sicherheitsdienst vor Ort. Die von Timeout gestellte Sozialbetreuung folgt dem bewährten Betreuungsansatz „Bildung ab dem ersten Tag“ – alle Jugendlichen erhalten von Tag 1 an nach ihrer Ankunft Deutschunterricht und werden eng begleitet und beraten. Das bringt Struktur in ihren Alltag und schafft neue Perspektiven; aus der Not wird somit ein Anfang. Die Stadtverwaltung meldet die minderjährigen Geflüchteten beim Landesjugendamt in Stuttgart zurzeit zur bundesweiten Verteilung an, sodass die Jugendlichen durchschnittlich vier bis sechs Wochen in Freiburg sind. In der Notunterkunft im Wichernhaus ist Platz für maximal 56 Personen.


Zusatzinfos:

Im Herbst 2022 kamen in Freiburg sehr viele unbegleitete minderjährige Geflüchtete an. Angesichts der unerwartet hohen Zahl musste das AKI die Minderjährigen für die letzten drei Monate des Jahres 2022 in zum Teil ungeeigneten Notlösungen unterbringen. Im Februar 2023 gelang es dann, das ehemalige Forsthaus als Notunterkunft für bis zu 35 Personen einzurichten. Schon im August 2023 kamen jedoch nochmals deutlich mehr junge geflüchtete Menschen nach Freiburg als im Herbst des Vorjahres – die Zahl der Zugänge hat sich von Juli auf August mehr als verdoppelt. In dieser Notsituation blieb nur die Möglichkeit, befristet die Turnhalle der Max-Weber-Schule zu nutzen. Dort entstand kurzfristig mit Unterstützung des städtischen Gebäudemanagements, des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz und der Hilfsorganisationen DRK, DLRG, Johanniter und Malteser eine weitere Notschlafstelle für die Minderjährigen. Es gelang, die Halle ab September 2023 einzurichten und auszustatten. Ziel war es, die Schulturnhalle schnellstmöglich wieder zu räumen. Deshalb begann schon im Sommer 2023 die stadtweite Suche nach Alternativ-Standorten für eine Notschlafstelle. Mit dem Wichernhaus und den Containern auf dem Hügin-Gelände sind diese nun gefunden.


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