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RegioTrends

Kreis Lörrach - Lörrach

14. Jun 2024 - 16:09 Uhr

Notwendige Prüfung weiterer Standorte in Lörrach für Unterbringung geflüchteter Menschen - Stadtverwaltung geht Bewältigung von Herausforderung an


Die Zahl der nach Deutschland kommenden geflüchteten Menschen ist aufgrund anhaltender Fluchtursachen weiterhin sehr hoch. Die Stadt Lörrach ist gesetzlich verpflichtet, die geflüchteten Personen aus den landkreiseigenen temporären Gemeinschaftsunterkünften im Rahmen der Quotenregelung in einer Anschlussunterbringung im Stadtgebiet aufzunehmen.

Um diese Herausforderung auch in der Zukunft bewältigen zu können, hat die Stadtverwaltung zahlreiche Standorte im Stadtgebiet geprüft.

„Wir rechnen für die kommenden Jahre weiterhin mit einer hohen Zahl an unterzubringenden geflüchteten Menschen in der Stadt. Daher suchen wir weiterhin geeignete Standorte für die Unterbringung der zu uns kommenden Menschen. Bei der Planung möglicher Standorte ist eine ausgewogene Verteilung der Unterkünfte im Stadtgebiet ein wichtiges Kriterium“, sagt Oberbürgermeister Jörg Lutz. „Es ist wichtig, dass Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft einen guten Konsens finden. Wir möchten eine Belegung von Sporthallen unbedingt vermeiden und sehen dies nur als allerletzten Ausweg“.

Die Stadtverwaltung hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Flächen und Objekte mittels festgelegten Kriterien geprüft. Grundsätzlich sind private Objekte aufgrund der längerfristigen Planung von Anschlussunterbringungen nur bedingt geeignet. Aus Gründen des Datenschutzes kann die Stadt keine detaillierten Auskünfte zu den privat angebotenen Objekten geben.

Zusammenfassen lässt sich aber sagen, dass entweder die Kaufpreisforderung für das der Stadt gemeldete Grundstück weit über dem Richtwert liegt, der Grundstückzuschnitt oder die Größe nicht passend sind oder die Fläche schlicht nicht auf dem Markt ist.

In landes- oder bundesseigenen, in anderer Trägerschaft sowie im städtischen Besitz befindliche Objekte wurden unter anderem das ehemalige Polizeirevier, das Füssler Areal sowie die Konrad-Adenauer-Straße (an den Bahngleisen) untersucht. Ein weiteres potentielles Grundstück „Am Stammbachgraben/An der Wiese“ befindet sich aktuell noch in der Anfangsphase der Prüfung.

Im ehemaligen Polizeirevier in der Bahnhofstraße ist eine Anschlussunterbringung vorgesehen. Die entsprechenden Planungen sind bereits gestartet. Ebenso wird eine Erweiterung der Anschlussunterbringung Neumatt-Brunnwasser intensiv geprüft.
Das bereits im vergangenen Jahr kommunizierte Grundstück in der Konrad-Adenauer-Straße am Bahngleis, ist aktuell zurückgestellt worden. Grund hierfür ist die mögliche Erbauung einer Vorläufigen Unterbringung des Landkreises in diesem Quartier.

Das Füssler Areal wurde ebenfalls untersucht und käme nur für eine temporäre, saisonale Notfallunterkunft mit Zelten in Frage.

Die Stadtverwaltung wird die Politik und Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Prüfungen informieren.


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