Die Stadt Freiburg wird im Rahmen des Freiburger Digitaltags am morgigen Freitag ihr zukunftsweisendes Digitalprojekt vorstellen: den DATEN:RAUM:FREIBURG (D:R:F). Die urbane Datenplattform vernetzt Daten aus unterschiedlichen Bereichen und macht sie öffentlich zugänglich. Ziel ist es, mithilfe digitaler Werkzeuge bessere Entscheidungen zu treffen, Verwaltung zu modernisieren, regionale Innovationen zu fördern und den Bürgerinnen und Bürgern neue Möglichkeiten zur Information und Beteiligung zu eröffnen.
„Der DATEN:RAUM:FREIBURG steht für eine moderne, datengestützte Stadtentwicklung – verständlich, transparent und gemeinwohlorientiert“, sagt Oberbürgermeister Martin Horn. „Er hilft uns, Herausforderungen wie Klimaanpassung, Mobilität oder soziale Gerechtigkeit zielgerichteter anzugehen. Die richtigen Daten in der richtigen Form helfen uns, noch bessere und passgenauere Entscheidungen zu treffen.“
Öffentliche Daten für Verwaltung, Bürgerschaft, Forschung und Wirtschaft:
Die Plattform macht Daten, die bislang in separaten Systemen lagen, erstmals gemeinsam nutzbar und bildet mit ihren Daten damit auch eine Basis für künftige KI-Anwendungen. Über einfach bedienbare Dashboards und Visualisierungen können Nutzerinnen und Nutzer konkrete Informationen erhalten – etwa zur Luftqualität, zur Verkehrslage oder zur Altersstruktur in Stadtteilen. Einige der Daten sind ab sofort in Dashboards ersichtlich. Außerdem sollen Daten so ausgespielt werden, dass sie einen Nutzwert bieten. Ein Beispiel ist etwa der neue Mobilitätsmonitor. Das Dashboard liefert aktuelle Daten zur Verkehrssituation, zur Belegung von Parkhäusern oder zur Luftqualität.
Der neue Stadtbezirksatlas zeigt hingegen übersichtlich Daten zur Bevölkerung, zur Wohnsituation, zu sozialen Indikatoren – aufgeschlüsselt nach Stadtteilen.
Diese Informationen stehen nicht nur der Öffentlichkeit zur Verfügung, sondern helfen auch der Verwaltung: Mitarbeitende können auf der Datengrundlage planen, Berichte automatisiert erstellen (etwa den Nachhaltigkeitsbericht) oder Dienstleistungen verbessern. So wird Digitalisierung zur Grundlage einer vorausschauenden und wirksamen Stadtpolitik.
Sicherheit, Datenschutz und Kooperation im Fokus:
Der Schutz von Daten genießt im D:R:F oberste Priorität. Die Plattform ist so konzipiert, dass keine personenbezogenen Daten verarbeitet werden. Datensparsamkeit, Transparenz und Kontrolle stehen im Zentrum. Die Datenhoheit liegt bei der Stadt Freiburg. Gehostet wird die Plattform ausschließlich in zertifizierten deutschen Rechenzentren; sie entspricht höchsten Sicherheitsstandards.
Gleichzeitig setzt Freiburg auf Kooperation. Der D:R:F ist offen für Beiträge von Hochschulen, Kliniken, Unternehmen oder auch Bürgerinnen und Bürgern. Künftig sollen weitere Institutionen eingebunden werden und ihre Daten einpflegen können. Auch überregional wird zusammengearbeitet – etwa mit den Nachbarstädten Basel und Mulhouse –, um Lösungen gemeinsam zu entwickeln und für andere Kommunen nutzbar zu machen.
Das Potential des Datenraums ist groß. In Zukunft sollen noch viele weitere Anwendungen entstehen. Es soll eine gemeinsame Infrastruktur für die Stadtgesellschaft entstehen, vergleichbar mit einem Betriebssystem, auf dem viele weitere Anwendungen entstehen können.
Hohe Fördermittel für ein beispielhaftes Projekt:
Der DATEN:RAUM:FREIBURG ist Teil der städtischen Digitalstrategie und wird als bundesweites Pilotprojekt vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit der KfW-Bank mit 8,3 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert. Die Stadt Freiburg selbst trägt einen Eigenanteil von 4,5 Millionen Euro. Nur wenige Kommunen in Deutschland entwickeln aktuell ähnliche Projekte – Freiburg zählt damit zu den digitalen Vorreitern. Andere Städte sollen von der Erfahrung profitieren, die Technik wird anderen interessierten Kommunen gerne zur Verfügung gestellt.
Hintergrund: Was ist der DATEN:RAUM:FREIBURG?
Der DATEN:RAUM:FREIBURG ist eine neue digitale Infrastruktur, mit der Freiburg Daten aus verschiedensten Quellen zentral zusammenführt, intelligent vernetzt und verständlich aufbereitet. Ziel ist es, Wissen zu schaffen, das für die Stadtgesellschaft nutzbar ist – für Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft.
Bisher liegen Daten oft in verschiedenen Systemen oder Formaten vor. Der D:R:F macht aus diesen isolierten Dateninseln ein vernetztes System. Über eine zentrale Plattform werden Informationen auffindbar, verknüpfbar und anschaulich dargestellt. Komplexe Sachverhalte können so schneller analysiert, Szenarien simuliert und Entscheidungen fundierter getroffen werden.
Ein Beispiel: Es könnte ein „digitaler Zwilling“ entwickelt werden – eine digitale Repräsentation der Stadt. Damit ließen sich etwa Verkehrssperrungen, Starkregenereignisse oder Bauprojekte in ihren Auswirkungen simulieren. Das spart Zeit, Geld und erlaubt vorausschauendes Handeln.
Die Plattform ist aber nicht nur für Expertinnen und Experten gedacht. Sie wurde so konzipiert, dass sie möglichst barrierefrei, verständlich und benutzerfreundlich ist. Künftig soll eine „Super-Suche“ es ermöglichen, auch ohne spezielles Vorwissen gezielt Antworten auf konkrete Fragen zu erhalten: Lohnt sich eine Solaranlage auf meinem Dach? Wie viele Grünflächen gibt es in meinem Viertel? Wann wird der nächste Glascontainer geleert? Der D:R:F versteht sich dabei nicht als Datenkrake, sondern als Datenkellner: Er liefert Informationen auf Abruf – sicher, gezielt und verständlich.
Mit dem Projekt schafft Freiburg den Schlüssel zur Smart City und gleichzeitig eine neue Grundlage für gemeinwohlorientierte, datengestützte Stadtentwicklung.
(Presseinfo: Stadt Freiburg, 15.05.2025)
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Stadtkreis Freiburg - Freiburg
15. Mai 2025 - 15:08 UhrStart für den DATEN:RAUM:FREIBURG - Neue Plattform macht städtische Daten nutzbar für alle

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