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RegioTrends

Kreis Lörrach - Weil am Rhein

19. Sep 2025 - 13:12 Uhr

Unternehmen Lo-Cat baut auf Lofo-Areal in Weil am Rhein - Zurück zu den Wurzeln, Zukunft im Blick - Luftfahrt-Spezialist investiert zehn Millionen Euro - Spatenstich ist erfolgt

Unternehmen Lo-Cat baut auf Lofo-Areal in Weil am Rhein.
Große Freude bei allen Beteiligten anlässlich des symbolischen Spatenstichs: Die Firma Lo-Cat beginnt nun mit dem Bau seiner Produktionshallen auf dem Lofo-Gelände. 
Die Zukunft im Blick haben unter anderem Eigentümer Christian Schiessel (Sechster von rechts), Oberbürgermeisterin Diana Stöcker (Fünfte von rechts), Bürgermeister Lorenz Wehrle (Vierter von rechts) und Tobias Oberle (Geschäftsbereichsleiter von Freyler Industriebau Süd-Baden, Vierter von links).

Foto: Stadt Weil am Rhein - Welti
Unternehmen Lo-Cat baut auf Lofo-Areal in Weil am Rhein.
Große Freude bei allen Beteiligten anlässlich des symbolischen Spatenstichs: Die Firma Lo-Cat beginnt nun mit dem Bau seiner Produktionshallen auf dem Lofo-Gelände.
Die Zukunft im Blick haben unter anderem Eigentümer Christian Schiessel (Sechster von rechts), Oberbürgermeisterin Diana Stöcker (Fünfte von rechts), Bürgermeister Lorenz Wehrle (Vierter von rechts) und Tobias Oberle (Geschäftsbereichsleiter von Freyler Industriebau Süd-Baden, Vierter von links).

Foto: Stadt Weil am Rhein - Welti

Was lange währt, wird gut! Mit dem Spatenstich der Firma Lo-Cat, einem Spezialisten, was die Produktion von Flugzeugkomponenten anbelangt, geht eine lange Wartezeit auf dem Lofo-Areal im Rebgarten zu Ende. Sehr zur Freude des Geschäftsführers und Eigentümers Christian Schiessel, aber auch der Verwaltungsspitze mit Oberbürgermeisterin Diana Stöcker und Bürgermeister Lorenz Wehrle.

„Dies ist ein größerer Schritt, den wir gehen. Es hat gedauert“, meinte Schiessel beim Spatenstich. „Doch freuen wir uns nun auf die weitere Entwicklung“. Die Pandemie, der Ukraine-Krieg und die damit verbundene unsichere Wirtschaftslage, Streichen von Fördermitteln und Preissprünge waren die entscheidenden Gründe für die Verzögerung.

Nachdem der Bebauungsplan im Mai 2020 in Kraft getreten war, reservierte das High-Tech-Unternehmen aus Schönau ein Grundstück auf dem Lofo-Areal nahe der Autobahnzollanlage. Der erste Kontakt mit der Verwaltung unter Oberbürgermeister Wolfgang Dietz fand bereits im Oktober 2018 statt. Stöcker bedankte sich deshalb bei Dietz, dem ehemaligen Bürgermeister Rudolf Koger und WWT-Geschäftsführer Peter Krause für ihren Weitblick.

Nun aber rollen ab Anfang Oktober die Bagger. Und so sah man nur strahlende Gesichter beim Spatenstich der großen Produktionshallen, die in zwei Abschnitten erstellen werden sollen. In Weil am Rhein soll künftig die gesamte Zukunftstechnologie im Bereich Luftfahrt vereinigt werden.

Das Personal wurde im Hinblick auf den neuen Standort, in den die Firma insgesamt rund 10 Millionen Euro investiert, bereits auf 42 Mitarbeitende aufgestockt. Rund die Hälfte der Beschäftigten wird künftig in Weil am Rhein tätig sein, unter anderem auch die Auszubildenden. Im Mai 2026 soll der Umzug der Produktion erfolgen und im Juni, Juli die Produktion starten.

„Wir freuen uns sehr. Der Beginn der Bauarbeiten ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung des Lofo-Areals“, erklärte Oberbürgermeisterin Diana Stöcker. Für die Firma und den Unternehmer selbst sei es eine Rückkehr zu den Wurzeln, wurde Lo-Cat doch schon 2010 in Weil am Rhein gegründet. „Nun treiben Sie hier ihre Firmenentwicklung voran“, meinte sie in Richtung Schiessel.

Und weiter: „Das Areal nimmt nun weiter an Gestalt an und wir hoffen, dass auch andere Unternehmen hier ihre Zukunft sehen. Unsere Auswahlkriterien sind klar, wir wollen hier klassisch produzierendes Gewerbe Handwerk“, ließ Stöcker wissen. Das brauche eben seine Zeit. „Wir sind zuversichtlich, dass der Spatenstich zu einer positiven Entwicklung beiträgt.“

Von einem Meilenstein für die Bedeutung des Areals als hochwertigen Produktionsstandort sprach auch Bürgermeister Lorenz Wehrle. Und ebenso war auch er der Meinung: Das lange Warten habe sich ausbezahlt. Zwar gebe es immer wieder Interessenten für das Areal, doch setzte die Stadt eben ganz bewusst bei der Auswahl stets auf Qualität.

Das Unternehmen Lo-Cat stellt Teile für die Außenhülle von Flugzeugen her. Dabei geht es um die hochpräzise Formung von Aluminiumteilen, für deren Herstellung Lo-Cat spezielle Verfahren entwickelt hat. Zu den größten Kunden gehören der Flugzeughersteller Airbus wie auch die Schweizer Pilatus-Werke. Derzeit wird ein komplett neues, noch präziseres Fertigungsverfahren entwickelt, das dann die Marktführerschaft weiter festigen soll.

Tobias Oberle, Geschäftsbereichsleiter von Freyler Industriebau Süd-Baden in Kenzingen, dessen Firma für die Planung, Steuerung und Umsetzung dieses Bauprojekts verantwortlich zeichnet, meinte, dass der Spatenstich eigentlich den symbolischen Start für ein Projekt darstellte, was aber so nicht ganz richtig sei. Denn: Der Start des Projekts begann bereits 2020 mit der Planung. „Jetzt aber ist es soweit. In den nächsten Monaten entsteht eine moderne Produktionshalle mit einer Grundfläche von rund 3300 Quadratmetern.“

Oberle erwähnte, dass dafür rund 1250 Kubikmeter Beton verbaut werden würden und bereits weitere 5000 Quadratmeter für einen Anbau genehmigt seien. In diesem Zusammenhang bedankte er sich auch bei der Stadtverwaltung für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit. „Wir haben, wann immer wir hier zu tun hatten, gute Erfahrungen gemacht.“

Rückblick:
Im Jahr 1927, so hat Diana Stöcker herausgefunden, habe es die erste Genehmigungsurkunde für die Erstellung einer elektrochemischen Fabrik als Tochter der Lonza Werke GmbH an selber Stelle gegeben. „Wir reden also von fast 100 Jahren Industriegeschichte. Wir stehen auf einem guten Boden, denn lange Zeit hat er hier ein erfolgreiches Unternehmen hervorgebracht.“

Trotz größter Bemühungen von verschiedenen Seiten musste die Firma Lofo dann aber Insolvenz anmelden. Die Stadt habe dann, blickte Stöcker zurück, das Gelände mit der Kommunalentwicklung GmbH, kurz KE, erworben. Die KE führte den Abbruch und die Sanierung durch, während die Weiler Wirtschaft & Tourismus die Vermarktung des Geländes übernahm.

(Presseinfo: Stadt Weil am Rhein, 19.09.2025)

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