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Kreis Lörrach - Lörrach

4. Nov 2025 - 21:25 Uhr

Nahversorgung im Ortsteil Haagen: Stadt Lörrach lehnt überdimensionales Einzelhandelsprojekt ab - Gespräche zur möglichen Nachverdichtung laufen weiter


Die Stadt Lörrach hat eine gemeinsame Anfrage der Firmen Edeka und Aldi zur Neuordnung des Quelle-Areals in Haagen geprüft. Vorgesehen war die Entwicklung eines Supermarkts mit kleineren Geschäften in Form einer Mall sowie eines Lebensmitteldiscounters mit insgesamt rund 3.200 Quadratmetern Verkaufsfläche. Das Projekt wurde im Rahmen der Fortschreibung des Märkte- und Zentrenkonzepts 2025 durch das beauftragte Büro Junker und Kruse bewertet.

Die Stadtverwaltung und das Gutachterbüro kamen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass das geplante Vorhaben in der beantragten Größenordnung nicht mit den städtebaulichen und raumordnerischen Zielen vereinbar ist. Die wesentlichen Gründe für die Ablehnung sind, dass in Lörrach bereits eine quantitative Überversorgung im Lebensmittelbereich besteht und gemäß der Fortschreibung des Märkte- und Zentrenkonzepts keine zusätzlichen Entwicklungsspielräume in diesem Segment zu erwarten sind.

Eine Ansiedlung von zwei großflächigen Lebensmittelmärkten im Stadtteil Haagen wäre nicht standortgerecht, da sie über die dortige Nahversorgungsfunktion hinausgeht. Doppelstandorte von Lebensmittelmärkten widersprechen dem Ziel einer flächendeckenden, ausgewogenen Nahversorgung in den Stadtteilen.

Zudem ist die bestehende Verkehrssituation im Bereich Eisenbahnstraße/Hauinger Straße für ein solches Großprojekt nicht geeignet. Vielmehr wäre mit einer deutlichen Verkehrszunahme zu rechnen und insbesondere in der Eisenbahnstraße mit einem Verkehrskollaps. Die geplanten Lebensmittelmärkte sind aufgrund ihrer Größe nicht nur der Nahversorgung in Haagen, sie viel zusätzlichen motorisierten Anliefer- und Kundenverkehr anziehen.

Mit den Interessensvertretern von Edeka und Aldi wurden diese Punkte ausführlich erläutert, versehen mit dem Zusatz, dass ein Vorhaben mit einem Edeka-Markt von 2.000 Quadratmetern und einem Aldi-Markt mit 1.000 Quadratmetern Verkaufsfläche auch vom Regierungspräsidium Freiburg abgelehnt würde, da es die Nahversorgungsfunktion deutlich übersteigt. Die Vertreter beider Unternehmen zeigten dafür Verständnis.

Trotz der Ablehnung der ursprünglichen Planung besteht weiterhin Interesse an einer angepassten Entwicklung des Standortes. Die Firma Aldi signalisiert, dass sie sich einen Lebensmittelmarkt in einer Größenordnung von rund 800 Quadratmetern Verkaufsfläche vorstellen kann, bei städtebaulich überzeugender Einbindung gegebenenfalls auch etwas größer.

Von Seiten der Stadt Lörrach wurde betont, dass Voraussetzung für eine tragfähige Weiterentwicklung eine Einigung zwischen der Firma Aldi und dem Grundstückseigentümer ist. Zudem sollen verkehrliche Fragestellungen frühzeitig geprüft und mögliche Konflikte geklärt werden. Ziel bleibt eine städtebauliche Aufwertung des Quelle-Areals und eine Verbesserung der Nahversorgung für Haagen.

Derzeit befinden sich Aldi und Edeka noch in internen Abstimmungsprozessen, wie dem Fachbereich Stadtplanung auf Nachfrage mitgeteilt wurde. Erst anschließend werden Gespräche mit dem Eigentümer geführt, um die Möglichkeiten einer angepassten Projektentwicklung auszuloten. Anschließend soll wieder der Kontakt mit dem Fachbereich Stadtplanung aufgenommen werden, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić betont: „Das Quelle-Areal ist ein wichtiger Standort für Haagen – wir sehen hier großes Potenzial für eine städtebaulich und funktional hochwertige Weiterentwicklung. Ein großflächiges Einzelhandelsprojekt, das über die Nahversorgung hinausgeht, wäre jedoch mit den Zielen unseres Märkte- und Zentrenkonzepts nicht vereinbar. Wir setzen daher auf eine maßvolle Lösung, die den Stadtteil stärkt, den täglichen Bedarf abdeckt und zugleich das Ortsbild aufwertet.“

Mit dieser Linie bleibt die Stadt Lörrach ihrem Grundsatz treu, Einzelhandelsentwicklungen gezielt zu steuern, um sowohl die Innenstadt als auch die Stadtteilzentren langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.

(Presseinfo: Stadt Lörrach, 04.11.2025)

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