Seit über 25 Jahren bildet das Märkte- und Zentrenkonzept (MZK) ein zentrales städtebauliches Steuerungsinstrument der Stadt Lörrach. Bereits 1998 wurde das Konzept durch das Büro Dr. Acocella in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Lörrach, örtlichen Akteuren, der Verwaltung und der Politik erarbeitet. Seither wurde es regelmäßig – in den Jahren 2005, 2009, 2016 und nun 2025 – fortgeschrieben und an aktuelle Entwicklungen angepasst. Das aktuelle Märkte- und Zentrenkonzept, verfasst vom Dortmunder Büro Junker und Kruse wird den politischen Gremien der Stadt Lörrach im aktuellen Gremienlauf zur Debatte und Beschluss vorgelegt.
„Das Märkte- und Zentrenkonzept verhindert keine Investitionen, es lenkt die Investitionen auf solider Basis. Ohne diese Regeln gäbe es Wildwest, Leerstand und den Verlust unserer Innenstadt, so wie wir sie kennen und schätzen. Der freie Markt regelt nicht alles zum Wohle der Stadt,“ fasst Oberbürgermeister Jörg Lutz den langjährigen Nutzen des MZK zusammen. „Das Märkte- und Zentrenkonzept ist seit vielen Jahren eine wichtige Planungsgrundlage für unsere Stadt. Den Einzelhändlerinnen und –händlern ist dieses Instrument bekannt und sie schätzen es als verlässlichen Handlungsrahmen. Es hat sich als zentrales Instrument zur Steuerung des Einzelhandels etabliert und erfährt hohe Akzeptanz. Insbesondere die kontinuierliche Umsetzung schafft Investitionssicherheit, die auch bei Banken als wichtige Voraussetzung für Kreditzusagen geschätzt wird. Ausnahmen und Abweichungen für vermeintlich attraktive Vorhaben führen direkt und unmittelbar zur Schwächung des Erfolgsmodells MZK.“
Das Märkte- und Zentrenkonzept setzt die Ziele der Raumordnung und Landes- sowie Regionalplanung auf kommunaler Ebene um. Im Mittelpunkt steht dabei die Erhaltung und Stärkung der Innenstädte und Stadtteilzentren sowie die Sicherung der wohnortnahen Versorgung. Grundlage ist das Leitbild der europäischen Stadt – eine nachhaltige, kompakte, gemischt genutzte Stadt mit kurzen Wegen. Das MZK dient als städtebauliches Entwicklungskonzept nach Paragraph 1 Absatz 6 Nummer 11 Baugesetzbuch und ist bei der Erarbeitung von Bebauungs- und Flächennutzungsplänen zu berücksichtigen. Ziel ist es, die städtebaulichen Funktionen zu sichern, Investitionen zu lenken und Fehlentwicklungen zu vermeiden – nicht, den Wettbewerb einzuschränken.
Die Stadt Lörrach verfolgt mit dem Märkte- und Zentrenkonzept seit 1998 eine konsequente, langfristig angelegte Stadtentwicklungspolitik. Dabei wurden zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt, die wesentlich zur Attraktivität und Vitalität der Innenstadt beigetragen haben. Beispiele sind die Entwicklung des Chesterplatzes (2006), die Umstrukturierung der Galerie am Markt (2013), die Sanierung der Basler Straße Nord (2019) oder die Aufwertung des Bahnhofsplatzes (2022). Jüngst wurde mit der Umgestaltung im Bereich Turmstraße/Palmstraße (2025) ein weiteres Projekt aus dem MZK umgesetzt. Diese kontinuierliche Entwicklung zeigt: Öffentliche und private Investitionen greifen in Lörrach erfolgreich ineinander.
Darüber hinaus bietet das MZK seit Jahren Planungssicherheit – sowohl für Verwaltung und Politik bei öffentlichen Investitionen als auch für ansässige und neue Akteure des Einzelhandels. So betont beispielsweise der Geschäftsführer von GALERIA Lörrach, dass die Stadt „in Bezug auf die Einzelhandels- und Stadtentwicklung alles richtig gemacht“ habe. Der Standort gehört zu den wenigen in Deutschland, die trotz schwieriger Marktbedingungen modernisiert wurden – ein deutliches Zeichen für Vertrauen und Standortqualität. Auch die Ansiedlung von Decathlon inmitten der Innenstadt zeigt, wie erfolgreich die konsequente Umsetzung des Konzeptes wirkt.
Die Fortschreibung des Märkte- und Zentrenkonzepts als konstantes Instrument der Stadtentwicklung:
Mit der Fortschreibung des Märkte- und Zentrenkonzepts 2025 wird das bewährte Instrument nun erneut an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Das Gutachten wurde vom Dortmunder Büro Junker und Kruse erarbeitet und im Frühjahr 2024 beauftragt. Ziel war es, die neun Jahre alten Daten zu aktualisieren und die Entwicklungen im Einzelhandel, insbesondere durch den zunehmenden Onlinehandel und die Folgen der Pandemie zu berücksichtigen.
In einem intensiven Beteiligungsprozess wurden im Jahr 2024 die Lörracher Einzelhandelsbetriebe erfasst, Händler befragt und Kundenherkünfte analysiert. Ergebnisse und Handlungsempfehlungen wurden in mehreren Sitzungen der projektbegleitenden Arbeitsgruppe sowie im Gemeinderat vorgestellt und diskutiert.
Die Analyse bestätigt eindrucksvoll die Wirksamkeit des Märkte- und Zentrenkonzepts: Während viele deutsche Innenstädte mit rückläufigen Verkaufsflächen zu kämpfen haben, konnte Lörrach seine Einzelhandelsflächen sogar ausbauen. Neue Projekte wie das Wohn- und Geschäftshaus LÖ oder die Aufwertung des Bahnhofsplatzes haben die Innenstadt städtebaulich und funktional deutlich gestärkt. Gleichzeitig zeigt sich, dass angesichts des zunehmenden Onlinehandels und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesamtstädtisch kein weiteres quantitatives Entwicklungspotenzial für weitere Handelsflächen besteht – umso wichtiger ist daher eine gezielte räumliche Steuerung der Einzelhandelsentwicklung.
Das aktualisierte Konzept hält am bewährten Zielkatalog fest:
Erhaltung und Stärkung der Innenstadt und Stadtteilzentren, Sicherung der Nahversorgung und die Förderung einer vielfältigen, lebendigen und klimaangepassten Stadtstruktur. Die Zentrenhierarchie bleibt unverändert: Die Innenstadt bildet das oberste Zentrum, ergänzt durch die Stadtteilzentren Brombach und Stetten sowie verschiedene Nahversorgungsbereiche in den übrigen Stadtteilen. Auch die Sortimentsliste bleibt weitgehend bestehen, wobei kleinere Anpassungen vorgenommen wurden, etwa die Zuordnung von Campingartikeln zu den Sortimenten Sport und Möbel.
Ein wesentlicher Bestandteil der Fortschreibung ist die Bestätigung der Steuerungsstrategie. Zentrenrelevante Sortimente sollen weiterhin vorrangig in den zentralen Versorgungsbereichen angesiedelt werden, während nicht zentrenrelevante Sortimente auch außerhalb zulässig sind. Neu eingeführt wurde eine Aufgreifschwelle für sonstige integrierte Standorte: Betriebe mit einer Verkaufsfläche bis 100 Quadratmetern unterliegen künftig nicht der Steuerungsstrategie.
Insgesamt kommt das Gutachterbüro zu dem Schluss, dass die konsequente Umsetzung des bestehenden Konzepts die Grundlage für den weiterhin erfolgreichen Einzelhandelsstandort Lörrach bildet. Trotz der wachsenden Herausforderungen – von der gesamtwirtschaftlichen Lage bis hin zur Digitalisierung des Handels – bietet das Märkte- und Zentrenkonzept Planungssicherheit, Stabilität und Zukunftsperspektiven für die Stadtentwicklung.
„Das Märkte- und Zentrenkonzept ist ein Erfolgsmodell für Lörrach“, betont Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić. „Es sorgt seit über zwei Jahrzehnten für eine nachhaltige, ausgewogene Stadtentwicklung, die sowohl die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger als auch die Interessen des Handels berücksichtigt. Die Fortschreibung 2025 stellt sicher, dass Lörrach auch künftig eine lebendige, attraktive und klimaresiliente Innenstadt behält – mit Raum für Begegnung, Vielfalt und Lebensqualität.“
Das aktualisierte Märkte- und Zentrenkonzept 2025 soll als städtebauliches Entwicklungskonzept gemäß Paragraph 1 Absatz 6 Nummer 9 Baugesetzbuch beschlossen werden. Es dient der Verwaltung künftig weiterhin als verbindliche Grundlage bei Bauleitplanungen, Baugenehmigungen und städtebaulichen Entscheidungen. „Mit der konsequenten Fortschreibung und Umsetzung bleibt das Märkte- und Zentrenkonzept auch in Zukunft ein verlässlicher Kompass für die nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung Lörrachs,“ beschreibt Oberbürgermeister Jörg Lutz die Zielsetzung des MZK.
(Presseinfo: Stadt Lörrach, 04.11.2025)
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Kreis Lörrach - Lörrach
4. Nov 2025 - 21:29 UhrMärkte- und Zentrenkonzept Lörrach: Ein bewährtes Instrument für nachhaltige Stadtgestaltung - Aktuelles Konzept wird politischen Gremien der Stadt im Gremienlauf zu Debatte und Beschluss vorgelegt

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