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27. Sep 2019 - 16:32 Uhr Bild: Fotolia.com © Giuseppe Blasioli
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Frischgebackener Oldtimer-Fan in Freiburg? Fünf Tipps für den Einstieg

Alte Liebe rostet nicht – ein bekanntes Sprichwort. Manchmal darf es ruhig wörtlich genommen werden. Autofans entdecken oft nach Jahren die Liebe zu den Autos der Jugend. Es geht um Oldtimer. Malerische Weinberge, der Schwarzwald und die Vogesen – Freiburg im Breisgau verwöhnt mit einer herrlichen Landschaft und vielen Sonnenstunden, die eine Ausfahrt mit Vertretern der Automobilgeschichte besonders reizvoll machen.
Wer als Einsteiger nach seinem ersten Oldtimer sucht, darf nicht überstürzt zugreifen. Schon beim Kauf gibt es erste Stolperfallen – wie die fachgerechte Zustandsbewertung. Und es geht noch weiter. Wer einen Oldtimer wäscht wie die Familienkutsche, riskiert schnell Schäden, die sich mit ein paar Euro nicht mehr beheben lassen – sondern am Ende deutlich teurer werden. Bevor einfach ein Classic Car in die Garage gestellt wird, ist Informieren angesagt. Schließlich soll der automobile Schatz eine Weile erhalten bleiben.

1. Der Oldtimer-Kauf: eine echte Herausforderung

Die Liebe zum Oldtimer entsteht manchmal sehr früh – oft aber erst in der zweiten Lebenshälfte. Nicht selten sind es Fahrzeuge, die als Kind begeistert haben oder mit denen besonderen Erinnerungen verbunden sind. Hieraus erklärt sich, warum die Vorlieben der Oldtimer-Fans sehr unterschiedlich ausfallen.
Beim Kauf des ersten Oldtimers stehen Einsteiger vor einer riesigen Herausforderung. Welcher Autoveteran soll es sein? Ist ein Top-Zustand wichtig oder kann ich selbst Hand anlegen? Zwei sehr wichtige Fragen, die sich letztlich auch auf den Preis auswirken. Beispiel Zustand: Hier reicht die Palette von Fahrzeugen in einem Zustand, der wie fabrikneu aussehen kann, bis zu Scheunenfunden in bemitleidenswerten Zustand. Classic Data vergibt Noten von 1 bis 5.

 Note 1 - Makelloser Zustand
 Note 2 - Guter Zustand
 Note 3 - Gebrauchter Zustand
 Note 4 - Verbrauchter Zustand
 Note 5 - Restaurierungsbedürftiger Zustand

Damit angehende Oldtimer-Fans ihren ersten Kauf nicht bereuen, sollte das Fahrzeug immer professionell begutachtet und bewertet werden. Oldtimer gibt es für wenige tausend Euro. Nach oben ist dem Preis keine Grenze gesetzt. Zu den Herausforderungen gehört aber auch die Überführung.

Hintergrund: Viele Classic Cars werden von einem Ende der Republik zum anderen Ende transportiert. Entweder, hier kommt ein Kleinwagentransporter zum Einsatz. Oder das Fahrzeug wird mit einem Kurzzeitkennzeichen überführt. Bei dessen Beantragung
sind einige Punkte zu beachten, wie:

 nur für außer Betrieb gesetzte Fahrzeuge
 ausschließlich mit Kfz-Haftpflichtversicherung.

Darüber hinaus sollte klar sein, dass das Kurzzeitkennzeichen lediglich für 5 Tage nutzbar ist. Die Kosten belaufen sich auf ca. 25 bis 155 Euro, wobei die Kfz-Versicherung bereits integriert ist.

2. Autopflege: Das sollten Oldtimer-Fans beachten

Heutige Autos haben mit Oldtimern oft nur noch vier Räder gemeinsam. Auf dem Gebiet der Fahrzeugtechnik haben Autobauer erhebliche Fortschritte gemacht. Mittlerweile kommen gänzlich andere Lacke für die Karosserie zum Einsatz. Und auch verchromte Stoßstangen oder furnierte Armaturenbretter gibt es maximal im absoluten Luxussegment.
Bedeutet: Pflegetipps, welche für einen modernen Pkw gelten, lassen sich nur bedingt auf Oldtimer übertragen. Grundsätzlich gilt: Alte Autos sind im Regelfall deutlich empfindlicher, was die Wahl von Reinigungsmitteln angeht. Besitzer solcher Classic Cars sind gut beraten, deren Auswahl optimal auf das Material abzustimmen.
Solange Oldtimer nur von einer leichten Staubschicht bedeckt sind, reichen oft schon ein Tuch oder ein Staubwedel. Hartnäckigere Verschmutzungen – etwa nach einem Garagenjahr unter löchrigen Abdeckungen – werden etwa mit:

- Trockenreiniger
- Wasser
- Auto-Shampoo

entfernt. Um zu verhindern, dass Schmutzpartikel im Schwamm den Lack zerkratzen, einfach mit dem 2-Eimersystem arbeiten. Ein Eimer enthält das Auto-Shampoo, im anderen ist Wasser zum Ausspülen des Schwamms. Warum Trockenreiniger verwenden? Letzterer hat eine wichtige Eigenschaft – er entfernt Schmutz, greift ab die Wachsschicht nicht an.
Aufgrund der Empfindlichkeit alter Lackschichten – speziell, wenn noch der Originallack vorhanden ist – sollte bei der Pflege auf häufiges Polieren eher verzichtet werden. Grund: Alter Lack leidet unter dieser Behandlung.
Zur Pflege gehören eine Unterbodenwäsche, Unterbodenschutz und die Hohlraumversiegelung. Was Anfänger gern mit auf die Agenda setzen – eine Motorwäsche – ist eher weniger zu empfehlen. Durch die Reinigungsmittel besteht das Risiko, Dichtungen anzugreifen.

3. Oldtimer-Treffen: Auch bei uns!

Oldtimer sind ein Hobby für alte Herren. Stimmt nicht, Classic Cars-Liebhaber werden jünger. Und es wird nicht nur in der Garage oder dem stillen Kämmerlein geschraubt. In den letzten Jahren ist in Deutschland und Baden-Württemberg eine sehr lebende Oldtimer-Szene entstanden. Man trifft sich nicht nur im Verein oder online.

Oldtimer-Treffen sind Events, welche jedes Jahr ein wachsendes Publikum anziehen.

 Schauinsland Klassik: Dahinter steckt eine bekannte Rallye der Classic Cars, die im August 2019 wieder ausgetragen wird. Seitens der Veranstalter ist in der Vergangenheit auch eine Winterrallye aus der Taufe gehoben worden.
 Internationales Oldtimermeeting Baden-Baden:
Die Veranstaltung im Kurgarten trumpft mit mehreren hundert Classic Cars. Bis zum Baujahr 1970 sind auf dem Oldtimermeeting Vertreter der automobilen Zeitgeschichte zu sehen.
 Oldtimertreff Freiamt: Zwar nicht direkt in Freiburg gelegen, bietet der Oldtimertreff trotzdem viel fürs Auge (und zum Mitnehmen). Der Oldtimermarkt bietet mit 300 Anbietern genug Interessantes zum Stöbern. Wer neue Teile für sein Classic Car braucht, sollte sich Anfang Oktober den Termin unbedingt freihalten.

4. In Clubs Kontakte knüpfen

Über den eigenen Oldtimer freut sich dessen Besitzer allein. Unterhalt und Pflege eines Classic Cars sind allerdings ein Thema, in denen der Austausch mit Gleichgesinnten noch nie falsch war. Wie das Ganze bewerkstelligen? Im Internet gibt es unzählige Foren, die Einsteigern und Experten eine Basis bieten. Aber: Hin und wieder wäre es nicht schlecht, wenn sich Besitzer bestimmter Modelle oder Marken treffen – und Erfahrungen praxisnah austauschen.
Soll heißen: Clubs und Vereine sind die Gelegenheit, um als Oldtimer-Fan nicht nur Gleichgesinnte kennenzulernen, sondern zu fachsimpeln und sich einige Tricks oder Kniffe erklären zu lassen. Welche Anlaufstellen hat Freiburg im Breisgau anzubieten? Unter anderem sind:

1. Badische Oldtimer Freunde
2. Oldtimerfreunde Gundelfingen
3. Freiburger Motorsport-Club e.V.
4. Deutscher Automobil-Veteranen Club Südbaden.

Hier gibt es nicht nur Kontakte zu anderen Oldtimer-Fans in der Umgebung. Vereinsmitglieder treffen in den Klubs und Vereinen auf eine breite Knowledge-Base, wenn es um die kleinen versteckten „Macken“ einzelner Modelle geht oder wie sich ein Autoveteran gegen gefürchteten Rost schützen lässt.

5. Oldtimer lagern - so geht's

Gerade in den Wintermonaten lagern viele Besitzer ihre betagten „Schätzchen“ ein. Dabei gibt es einige Punkte zu beachten. Wer den typischen Anfängerfehler begeht und seinen Oldtimer einfach in der Garage abstellt, kann schon einmal zu sparen anfangen. Im Frühjahr werden oft teure Standschäden sichtbar. Besonders:
 Schmutz
 Kondenswasser
greifen Classic Cars an. Generell führt die letzte Fahrt zum Waschen sowie Trocknen. Und auf der Rückfahrt wird richtig Gas gegeben. Erreicht der Oldtimer seine Betriebstemperatur, beugt dies Kondenswasserbildung in der Abgasanlage vor.
Was die eigentliche Unterbringung betrifft, sind Scheunen und Holzgaragen gar nicht so schlecht. Hier entsteht eine Luftzirkulation und die Luftfeuchte wird im Zaum gehalten. Steht nur eine Betongarage zur Verfügung, sollte über das Thema Entlüftung/Entfeuchter nachgedacht werden. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit führt über die Wintermonate sonst dazu, dass sich Rost bildet – der erklärte Feind eines jeden Oldtimerfans.

Wichtig: Der Tank sollte vorm Einwintern noch einmal komplett aufgefüllt werden – um das Ansetzen von Rost zu verhindern.
Fazit: Oldtimer brauchen vom ersten Tag an Pflege
Altes Eisen kann ganz schön teuer sein. Diese Erkenntnis keimt auf, wenn die Preise für die teuersten Oldtimer recherchiert werden. Es geht hier um zweistellige Millionenbeträge. Für Anfänger zu viel. Classic Cars müssen allerdings nicht immer so viel kosten. Es gibt Modelle, die den Status eines Oldtimers genießen, für Einsteiger aber erschwinglich sind. Wer sich vom Virus Classic Car anstecken lässt, muss sich über ein paar Punkte klar sein. Die Fahrzeuge verlangen sehr viel Aufmerksamkeit und deutlich mehr Pflege als heutige Autos.

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Info von Sandra Müller
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