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Gesamte Regio - Freiburg

22. Jun 2022 - 17:26 Uhr

Führen steigende Preise in die Selbstversorgung? - Alles noch mitten in der Entwicklung, doch der jetzige Stand ist alarmierend

Zwiebeln aus dem eigenen Garten!
Zwiebeln aus dem eigenen Garten!

Bereits seit Mitte 2021 steigt die Inflation weit über das Ziel von 2 % hinaus. Doch mit dem Krieg in der Ukraine sind es bis über 7 % sowie es wegen der schlechteren Logistik oder Hamsterkäufen zu leeren Regalen kommt. Regiotrends berichtet bereits am 03.06.2022 „HDE-Konsummonitor Preise: Teurere Lebensmittel verändern Verbraucherverhalten spürbar – Kundinnen und Kunden achten mehr auf Sonderangebote.“

Mitte 2022 sind viele auch durch höhere Preise für Treibstoff und Gas bereits geschockt, die Entwicklung ist aber vermutlich noch weit am Anfang. Immerhin deuten global fallende Aktienkurse auf eine schwere internationale Rezession hin, die sich vermutlich wie der Ukraine-Krieg über Jahre ziehen wird. Die einen haben kein Geld, die anderen stehen vor leeren Regalen, führen steigende Preise in die Selbstversorgung?

Zu Zeiten unserer Urgroßeltern war es ganz normal, neben seiner Arbeit den Garten zu pflegen, um sich mit Obst, Gemüse, aber auch Eiern und Fleisch selber zu versorgen. Sicherlich ging das schon damals nur bis zu einem gewissen Grad, doch der eigene Garten bereicherte den Tisch und schonte den Geldbeutel.

Heute ist es anders: Wenn Salat und Tomaten im Garten reifen, sind sie im Supermarkt billig. Aus rein wirtschaftlichem Aspekt ist es das Geld für Spaten, Dünger, Bewässerung oder andere Notwendigkeiten nicht wert. Im Garten schwitzen ist heute also Hobby, bislang. Selbst Menschen mit Geld können nicht kaufen, wenn sie vor leeren Regalen stehen.

Es hört sich wie eine Mischung aus Nostalgie und Romantik an, im eigenen Garten wieder Obst und Gemüse zu kultivieren, da es einem in Laden zu teuer wird. Wer also seinen Rasen abträgt und Erbsen und Möhren sät, hat vermutlich noch ein naives Gesamtbild zur Selbstversorgung: Ohne regelmäßige Düngung ist der Boden bald ausgelaugt, besonders Phosphor ist sehr schnell verbraucht. Doch leider ist die Produktion von Kunstdüngern mit hohem Energieverbrauch verbunden, weswegen die Russische Föderation einen großen Teil der weltweiten Produktion einnimmt. Wegen der Sanktionen und knapper Energie haben wir also künftig viel zu wenig Düngemittel. Wir müssen den Nährstoffkreislauf anders schließen, damit Spinat und Grünkohl auch in den kommenden Jahren noch wachsen.

Wir könnten also reifen Mist vom Bauern holen, ein Kompostklo aufstellen oder einige Haustiere halten, um deren Mist zu kompostieren. Wenn diese nicht nur aus dem Garten gefüttert werden, produzieren sie immerhin mehr Nährstoffe, als sie aus dem Garten ziehen.

Die Kuh gibt Milch, passt aber nicht ganz auf die Wiese. Schweine sind Allesfresser, bei den Nachbarn aber unbeliebt. Kaninchen in beengten Boxenställen halten ist nicht artgerecht. Auch Schafe und Ziegen sind keine ultimative Lösung. Es bleiben noch die Hühner, die sich sehr schnell vermehren lassen, eine gute Futterverwertung mitbringen und sehr gerne geeignete Reste aus Garten und Küche in Eier verwandeln. Doch ganz ohne eine Körnermischung oder einem speziellen Kraftfutter kommen auch Hühner nicht aus. Doch während der warmen Jahreszeit suchen sie sich selber etwas dazu und zum Herbst landet ein ganzer Teil im Topf.


Bislang sind wir noch mitten in der Entwicklung, die sich nicht vorhersagen lässt. Der jetzige Stand ist jedoch alarmierend. Trotz dessen, dass es im Sommer für diese Saison bereits zu spät ist, wäre es vielleicht ein guter Zeitpunkt, die Umgestaltung des Gartens für die Selbstversorgung zu planen und ab dem Herbst die ersten Arbeiten zu verrichten. Neben dem Gemüsegarten mit Hühnerstall werden vielleicht auch ein Regenwasser-Tank und eine Solaranlage mit Akku zum lohnenden Investment.

Weitere Anregungen auf:
https://permakulturblog.de/
https://www.huehner-ratgeber.de/


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