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13. Feb 2026 - 19:20 Uhr

Warum Fasten gut fürs Klima ist - Weniger Fleischkonsum, mehr lokale Lebensmittel und die Klimabildung sind zentrale Pfeiler der bundesweiten Aktion „Klimafasten“ - Erzdiözese Freiburg geht es um weit mehr als um Verzicht

Warum Fasten gut fürs Klima ist.
Das Klimamobil ist im Rahmen der Fastenaktion unterwegs. 

Foto: Erzdiözese Freiburg - Tina Keppel/Kolpingjugend Deutschland
Warum Fasten gut fürs Klima ist.
Das Klimamobil ist im Rahmen der Fastenaktion unterwegs.

Foto: Erzdiözese Freiburg - Tina Keppel/Kolpingjugend Deutschland
Gesund, gut fürs Klima und weniger Hunger weltweit: Auf diese drei positiven Effekte eines reduzierten Fleischkonsums setzt die Aktion „40 Tage weniger“ der Erzdiözese Freiburg. Kirchliche Einrichtungen beteiligen sich daran. Ebenso tourt ein Klimamobil durch heimische Gefilde. Diese Aktionen sind zugleich Teil einer bundesweiten Aktion, bei der auf Fasten als Teil des Klimaschutzes gesetzt wird.

Kirchliche Einrichtungen sollen mit der Aktion „40 Tage weniger“ motiviert werden, das Fleischangebot in Einrichtungen während der Fastenzeit zu reduzieren. Die Stabsstelle Schöpfung und Umwelt ruft gemeinsam mit dem Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg zur Teilnahme auf. „Bewusst leben und verzichten, das ist in besonderer Weise mit den Heiligen 40 Tagen, der Österlichen Bußzeit, der sogenannten Fastenzeit verbunden“, unterstützt Generalvikar Christoph Neubrand die Kampagne. „Ein Verzicht in dieser Zeit kann das Besondere des Fleischverzehrs bewusst machen und unsere Einbindung in das Gesamt der Schöpfung deutlich machen.“

Weniger kann mehr sein:
Konkrete Zahlen unterfüttern die Sinnhaftigkeit des reduzierten Fleischkonsums. 300 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche sollten laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung maximal gegessen werden. Die Klimabilanz falle bei pflanzlichen Lebensmitteln deutlich besser aus als bei tierischen, betonen die Initiatoren der Aktion. Und weniger Hunger weltweit durch pflanzenbasierte Kost könne erreicht werden. Mit im Boot sind bereits Tagungs- und Bildungshäuser der Erzdiözese, Kindertageseinrichtungen und mehrere kirchliche Schulen sowie Caritas-Einrichtungen – weitere Einrichtungen können sich online anmelden. „Die Kampagne soll Freude machen, Neues zu entdecken und zu merken, dass weniger vom einen, vielleicht auch mehr vom anderen bieten kann“, erklärt Eva Jerger, Referatsleitung Fair Trade-Diözese.

Bundesweit wird gefastet:
Die Kampagne ist Teil der bundesweiten Aktion Klimafasten. Privatleute, Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen können Teil der Gemeinschaft für den Klimaschutz werden. Jede Woche in der Zeit vom 18. Februar bis 4. April steht unter einem anderen Thema. Es werden positive Beispiele des Verzichts für das Klima nach dem Motto „So viel du brauchst…“ gegeben. Die ökumenische Aktion Klimafasten greift die christliche Tradition auf, welche in der Zeit vor Ostern des Leidens gedenkt und bewusst Verzicht übt, um frei zu werden für neue Gedanken und andere Verhaltensweisen.

Gleichzeitig setzen die Initiatoren neben einem reduzierten Fleischkonsum auch auf einen bewussteren Einkauf von Lebensmitteln. Der diözesanen Initiative folgend sollten diese fair, nah und ökologisch sein. So würden regionale und nachhaltige Wertschöpfungsketten erhalten und faire Arbeitsbedingungen weltweit gefördert. „Wenn der Fleischverzicht noch zusätzlich verbunden ist mit regionalen, saisonalen und fair gehandelten Lebensmitteln, die wir stattdessen verzehren, setzen wir ein deutliches Ausrufezeichen, dass unser Glaube und unsere Glaubenspraxis in unsere Lebenspraxis wirkt“, hält Generalvikar Neubrand fest.

Klimamobil ist unterwegs:
Während des Klimafasten-Aktionszeitraums ist auch das Klimamobil unterwegs. Vom 7. bis zum 15. März kann das Klimamobil der Kolpingjugend Deutschland in Kooperation mit dem Kolping-Bundesverband noch an weitere Orte in Freiburg geholt werden, wirbt die Stabsstelle Schöpfung und Umwelt. Kostenfrei lässt sich dieses für Veranstaltungen buchen. Die inhaltliche Bandbreite des Klimamobils reicht vom Fahrrad, um selbst Strom zu erzeugen, über eine Weltkarte, um die Auswirkungen des Klimawandels kennenzulernen, bis zu Austauschrunden, um gemeinsam Klimaschutzlösungen zu entwickeln. Mit dem Ziel, die Menschen zu motivieren, sich für mehr Klimaschutz und die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen, fährt das E-Mobil durch ganz Deutschland. Zielgruppen sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Das Klimamobil ist ein umgebauter Kleinbus mit E-Antrieb. An Bord finden sich verschiedene Materialien und Mitmach-Angebote rund um das Thema Klimaschutz: Seifenblasenmaschine mit Fahrradantrieb, Saatgut zum Mitnehmen, Mini-Solarhelikopter, Weltspiel und vieles mehr.

(Presseinfo: Erzdiözese Freiburg, 13.02.2026)

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