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RegioTrends

Kreis Emmendingen - Riegel

21. Apr 2026 - 12:33 Uhr

Bis 21. Juni 2026: „LA BELLA FIGURA“ in Riegel - Galerie Messmer widmet gefeiertem Künstler Antonio Marra eine große und mit Spannung erwartete Einzelausstellung

Bis 21. Juni 2026: „LA BELLA FIGURA“ in der Galerie Messmer in Riegel

Foto: Galerie Messmer
Bis 21. Juni 2026: „LA BELLA FIGURA“ in der Galerie Messmer in Riegel

Foto: Galerie Messmer
Bis zum 21. Juni 2026 präsentiert die Galerie Messmer in Riegel mit „LA BELLA FIGURA“ eindrucksvoll Antonio Marras künstlerisches Schaffen – eine Ausstellung, die Emotion, Ausdruck und ästhetische Raffinesse auf unverwechselbare Weise vereint.
Die Kunsthalle wird kuratiert von Karina Klucha.

Lea Qin Du, Ehefrau von Jürgen A. Messmer, hielt die Laudatio zur Ausstellung „La Bella Figura“ im Rahmen der verissaa am Sonntag, 19. April:
„Unser Publikumsliebling (Gewinner des Publikumspreises des internationalen André Evard Preises) Antonio Marra, 1959 im italienischen Volturara Irpina geboren und heute in Offenbach am Main lebend und arbeitend, gehört zu jenen Künstlern, die es verstehen, uns nicht nur Bilder zu zeigen – sondern unsere Wahrnehmung selbst zum Thema zu machen.

Seine Werke sind farbgewaltig, kraftvoll und von einer intensiven Leuchtkraft geprägt. Auf den ersten Blick begegnen uns klare geometrische Strukturen, Linien und Formen. Doch dieser erste Eindruck täuscht – oder besser gesagt: Er ist nur der Anfang. Denn Antonio Marras Kunst beginnt dort, wo wir uns bewegen. Seine beidseitig bemalten Linienreliefs entfalten ihre Wirkung erst im Zusammenspiel mit uns, den Betrachtenden. Mit jedem Schritt verändern sich die Bilder: Perspektiven verschieben sich, Farben wandeln sich, Formen lösen sich auf und finden sich neu zusammen. Was eben noch eindeutig erschien, wird plötzlich vieldeutig. Was stabil wirkte, gerät in Bewegung. So entsteht ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion – ein visueller Dialog, der uns dazu einlädt, unsere eigenen Sehgewohnheiten zu hinterfragen.

Besonders eindrucksvoll wird dies bei den im Raum positionierten Werken, die uns geradezu auffordern, sie zu umschreiten. Titel wie „Gegenentwurf zur Tristesse“, „Die Sogwirkung einer leichten Liebe“, „Meine Hexensuppe esse ich nicht“ oder „Einen Tag lang weinen, vierzehn Tage lang küssen“ geben dabei nicht nur poetische Hinweise, sondern eröffnen zusätzliche gedankliche Räume. Hier wird deutlich: Der Betrachtende ist nicht länger nur Zuschauer, sondern wird selbst Teil des künstlerischen Prozesses. Erst durch unsere Bewegung entfaltet sich der Bildraum vollständig. Antonio Marras Werke sind deshalb keine abgeschlossenen Kompositionen. Sie sind offene Systeme – lebendige Bildwelten, die sich ständig verändern, überraschen und niemals eindeutig festlegen lassen. Mit dieser besonderen Form der Bildsprache knüpft Marra an die Tradition der Op-Art und der kinetischen Kunst an. Doch er geht darüber hinaus: Seine Arbeiten erschöpfen sich nicht in optischen Effekten. Vielmehr schaffen sie vielschichtige Erfahrungsräume, in denen Wahrnehmung, Bewegung und Imagination untrennbar miteinander verbunden sind. Dass Antonio Marra mit dieser einzigartigen künstlerischen Position international große Anerkennung gefunden hat, zeigt ein Blick auf seine beeindruckende Ausstellungstätigkeit. Mit über 50 Einzelausstellungen und zahlreichen Gruppenausstellungen ist sein Werk weltweit präsent – von New York bis Shanghai, von Venedig bis San Francisco, Baden-Baden, Hamburg oder auch München.

Umso mehr freut es uns, ihm mit dieser Ausstellung „La Bella Figura“ eine umfassende Bühne zu geben. Meine Damen und Herren, lassen Sie sich ein auf diese Kunst. Nehmen Sie sich die Freiheit, sich zu bewegen, die Perspektive zu wechseln, genauer hinzusehen – und vielleicht auch zu staunen. Denn genau darin liegt die besondere Qualität von Antonio Marras Werk: Es fordert uns heraus, das Sehen selbst neu zu entdecken. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen eine inspirierende Begegnung mit den Arbeiten von Antonio Marra.“

Foto und Text Galerie Messmer/Dagmar Barber

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