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11. Dec 2025 - 09:41 Uhr

Wie sich der Status der Gemeinnützigkeit für E-Sport verändert und welche Rolle Shooter dabei spielen

Eine Person beim Videospielen.

Foto: Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@everywheresean?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&utm_content=creditCopyText">Sean Do</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/person-die-einen-computer-benutzt-um-ein-fps-spiel-zu-spielen-EHLd2utEf68?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&utm_content=creditCopyText">Unsplash</a>
Eine Person beim Videospielen.

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Ab dem Jahr 2026 wird E-Sport in Deutschland rechtlich als gemeinnützige Tätigkeit anerkannt. Damit erhält eine große digitale Bewegung, die seit Jahren wächst, den gleichen Status wie viele klassische Sportarten. Doch gerade der Teilbereich der sogenannten Shooter sorgt weiterhin für Diskussionen. Wie passt ein Spiel, in dem Figuren mit Waffen auftreten, zur Gemeinnützigkeit?
Dieses Thema beschäftigt viele Vereine und Verbände sowie Eltern, die selbst kaum Bezug zu Computerspielen haben.

Ist E-Sport grundsätzlich gemeinnützig?

Durch die Gesetzesänderung wird E-Sport als sportliche Betätigung anerkannt. Ausschlaggebend sind nicht das Medium, sondern die sportlichen Aspekte wie Wettbewerb, Reaktion, Koordination, taktisches Denken und die strukturierte Organisation von Teams. Diese Aspekte entsprechen dem Wesen vieler traditioneller Sportarten. Zudem erkennt der Gesetzgeber das breite gesellschaftliche Engagement vieler E-Sport-Vereine an, etwa durch Jugendarbeit, Schulkooperationen oder lokale Turniere.

Wie sieht es mit Shootern aus?

Trotz der grundsätzlichen Anerkennung steht ein Teilbereich des E-Sports weiterhin im Fokus: die sogenannten First-Person- oder Tactical-Shooter-Spiele. Bekannte Beispiele hierfür sind Valorant und Counter Strike 2, bei denen zwei Teams in kurzen Runden gegeneinander antreten und versuchen, taktische Ziele zu erreichen. Dabei kommen digitale Waffen zum Einsatz und die Spielfiguren können virtuelle Treffer erhalten.

Diese Darstellungen wirken auf Außenstehende oft drastisch. Das wirft die Frage auf, ob solche Titel mit der Gemeinnützigkeit vereinbar sind. Kritische Stimmen verweisen auf die Gewaltinhalte oder die Darstellung von Waffen.

Warum Shooter trotz Kritik Teil des gemeinnützigen E-Sports sein können

Bei der Bewertung sind mehrere Punkte entscheidend.

1. Vergleich mit anerkannten Sportarten

In bestehenden gemeinnützigen Sportarten finden sich ähnliche Elemente.
• Obwohl im Schießsport reale Waffen im Mittelpunkt stehen, gilt er als förderungswürdig und traditionsreich.
• Beim Kampfsport kommt es zu echten körperlichen Treffern und Verletzungen. Trotz dieser Risiken sind Kampfsportarten seit Jahrzehnten anerkannt und verfügen über aktive Gemeindestrukturen.

E-Sport-Shooter bewegen sich dagegen vollständig im digitalen Raum. Die dargestellte Gewalt ist nicht real und hat keine körperlichen Folgen.

2. Das Ziel ist nicht Gewalt, sondern Strategie

Shooter verfolgen nicht das Ziel, Verletzungen darzustellen.
Im Zentrum steht der Wettbewerb um taktische Missionen.
• In Counter-Strike 2 geht es in der Regel darum, einen virtuellen Punkt zu sichern oder eine digitale Bombe zu entschärfen.
• In Valorant stehen Teamkoordination, Rollenverständnis und taktische Fähigkeiten im Vordergrund.

Virtuelle Figuren sind nicht dauerhaft „tot“. Sie setzen lediglich eine Runde aus, vergleichbar mit einer Zeitstrafe, und sind im nächsten Durchgang wieder aktiv.

3. Es geht nicht um Zufallsspiele, sondern um sportliche Leistung.

Shooter wie Counter-Strike 2 und Valorant erfordern präzise Reaktionen, strategisches Denken und eine hohe Konzentrationsfähigkeit.
Diese spielerischen Fähigkeiten sind messbar und somit vergleichbar mit den Anforderungen an sportliche Leistung, die für die Gemeinnützigkeit relevant sind.

4. Bedeutung für die Jugendarbeit und die Vereinsstrukturen

Für viele Jugendliche ist E-Sport Teil ihres Medienalltags. Vereine bieten hierzu:

• einen organisierten Rahmen
• pädagogische Begleitung
• soziale Einbindung
• Teamstrukturen und Wertevermittlung

Damit übernehmen sie genau die Aufgaben, die der Gesetzgeber mit der Gemeinnützigkeit fördern möchte.

Fazit

Die Anerkennung des E-Sports als gemeinnützig ab 2026 ist ein wichtiger Schritt für die deutsche Sportlandschaft. Shooter sind nach wie vor ein sensibles Thema, doch ihre Einordnung wird zunehmend differenzierter. Ausschlaggebend sind der sportliche Charakter, der taktische Wettbewerb und die soziale Wirkung.

Ein Vergleich mit bereits anerkannten Sportarten zeigt: Darstellungen von Waffen oder virtuellen Treffern schließen die Gemeinnützigkeit nicht aus. Vielmehr stehen die Organisation der Angebote eines Vereins und der gesellschaftliche Beitrag, den er leistet, im Mittelpunkt.

Damit werden auch Spiele wie Valorant und Counter-Strike 2 Teil einer strukturierten, verantwortungsvollen und gemeinnützigen E-Sport-Kultur.


INFO: Robert Schell


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