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Kreis Emmendingen - Emmendingen

13. Mar 2011 - 15:00 Uhr

Engagement für eine friedlichere Welt: SPD-Frauenpreis 2011 geht an Marie-Luise Raub und Monika Bresch

SPD-Frauenpreis (von links): Marie-Luise Raub, Monika Bresch, Barbara Schweizer, Sabine Wölfle und Marianne Wonnay
SPD-Frauenpreis (von links): Marie-Luise Raub, Monika Bresch, Barbara Schweizer, Sabine Wölfle und Marianne Wonnay
Die Würfel sind gefallen. Der Frauenpreis 2011 des SPD-Kreisverbands Emmendingen geht an Marie-Luise Raub (Marlies) und Monika Bresch. Damit würdigt die SPD das Engagement der beiden Preisträgerinnen in ihrer Eigenschaft als UNESCO-Schulkoordinatorinnen an den Gewerblichen und Hauswirtschaftlich-Sozialpflegerischen Schulen Emmendingen (GHSE). Die Entscheidung unter den acht eingereichten Kandidatinnen sei nicht leicht gewesen, betonte die SPD-Landtagsabgeordnete Marianne Wonnay bei ihrer Laudatio heute morgen im alten Emmendinger Rathaus. Eigentlich hätten alle Kandidatinnen einen Preis verdient gehabt.

Wie Wonnay weiter ausführte, lösten Marlies Raub und Monika Bresch 2004 die bisherige UNESCO-Schulkoordinatorin der GHSE, Inke Lukanow, in ihrem Amt ab. Seither engagieren sich die beiden Lehrerinnen gemeinsam, um der UNESCO-Arbeit an den GHSE einen festen Platz zu sichern und die internationale Verständigung voranzubringen. Die Preisträgerinnen hätten es sich zum Ziel gesetzt, so Wonnay, immer wieder Aktionen anzustoßen, die verschiedene Abteilungen, Klassen und Lehrkräfte der GHSE sowie auch Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte anderer Schulen zusammenbringen. Ziel dabei sei es, Berührungsängste abzubauen, auch über Ländergrenzen hinweg.

Besonders hervorzuheben, so Wonnay, sei dabei die Art und Weise. So organisieren die beiden Preisträgerinnen gemeinsam mit dem UNESCO-Team an ihrer Schule Projekttage wie den Gedenktag an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Sie führen an offiziellen Gedenktagen, wie etwa dem Weltfriedenstag oder dem Weltfrauentag Aktionen durch und beteiligen sich auch an Kampagnen, etwa für die Einhaltung von Menschenrechten oder zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen.

Auf großes Interesse sei die Veranstaltungsreihe “Kulinarische Ausflüge in andere Kulturen” gestoßen, bei der Lehrerinnen und Schüler gemeinsam kochen. Dabei wurden unter anderem kulinarische “Exkursionen” in den israelischen, palästinensischen und - man höre - schwäbischen Kulturkreis angeboten. Außerdem sammeln die Preisträgerinnen Spenden für Hilfsprojekte in Südamerika, bieten Kurse in alten Kultur- und Handwerkstechniken an und beteiligten sich mit ihren Schülern im vergangenen Schuljahr an einer Schreib- und Theaterwerkstatt, deren Ergebnis bei den Jugendtheatertagen in Freiburg präsentiert werden soll. Triebfeder der beiden Preisträgerinnen, so Wonnay, sei dabei der Wunsch nach einer friedlicheren Welt.

SPD-Landtagskandidatin Sabine Wölfle nutzte die Preisverleihung, um den Internationalen Frauentag zu thematisieren, der am 8. März stattgefunden habe. Dabei machte Wölfle deutlich, dass Frauen in den letzten 100 Jahren sehr viel erreicht haben. Es sei aber noch viel zu tun, um eine echte Gleichstellung zu erreichen. Dazu zählen, so Wölfle, die Forderungen nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit sowie nach gleichen Chancen im Beruf. Zwar sei die Gleichberechtigung heute gesetzlich verankert. In der Realität gebe es aber nach wie vor Defizite.

Als Beispiel nannte Wölfle die Besetzung von fünf Aufsichtsratsmandanten des Stromversorgers EnBW kürzlich, bei der die Regierung Mappus ausschließlich Männer berücksichtigte und das auch noch ausschließlich mit deren Qualifikationen begründet habe. Die geforderten Qualifikationen sehe Mappus bei Frauen offensichtlich nicht. Bei Wölfles Rückblick in die Geschichte der Frauenbewegung wurde aber auch deutlich, dass so manche Selbstverständlichkeit nicht nur mühsam erkämpft werden musste, sondern auch noch gar nicht so alt ist. Etwa, dass Frauen erst seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ohne Einwilligung ihrer Ehemänner einer Berufstätigkeit nachgehen dürfen.

Eröffnet worden war die Preisverleihung von der Vorsitzenden des Arbeitskreises Sozialdemokratischer Frauen (ASF). Grußworte der Stadt Emmendingen überbrachte OB-Stellvertreterin Alexandra von der Heydt. Für den musikalischen Rahmen sorgten Ruth Zarkovacki und Jan Ullmann mit Jazz, Blues und israelischen Liedern. Unter den Gästen befanden sich auch Waldkirchs Oberbürgermeister Richard Leibinger, der Bürgermeister von Sexau, Michael Goby, der SPD-Kreisvorsitzende Johannes Fechner sowie der ehemalige SPD-Europaparlamentarier Dietrich Elchlepp.

Ausgewählt wurden die Preisträgerinnen von einer Jury, die aus der Freiämter Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench bestand sowie aus der Leiterin der Emmendinger Kripo, Evelyn Tampe, Wirtschaftsvertreterin Annette Greiner, ASF-Vorsitzenden Barbara Schweizer, ASF-Stellvertreterin Sigrid Hirth-Walther sowie aus der SPD-Landtagsabgeordneten Marianne Wonnay und ihrer potenziellen Nachfolgerin Sabine Wölfle.


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