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Kreis Emmendingen - Emmendingen

15. Jun 2021 - 14:16 Uhr

Hochmoderne Technologien für den traditionellen Weinbau im Landkreis Emmendingen - Leuchtturmprojekt „Weinbau 4.0“ soll in der Regio innovative Impulse geben

Leuchtturmprojekt „Weinbau 4.0“ soll in der Regio innovative Impulse geben.

Die Winzergenossenschaft Roter Bur Glottertäler Winzer testet seit mehreren Jahren bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln den Einsatz von Drohnen. 
„Gerade in Steillagen stellen solche Hilfsmittel eine große Zeit- und Spritzmittel-Ersparnis dar“, erklärte WG-Geschäftsführer Udo Opel. So könne man einen Hektar Reben in der Steillage in einem Fünftel der Zeit mit 100 Litern Flüssigkeit statt klassisch mit 1.800 Litern behandeln. „Das hilft gerade den Teilzeit-Winzern erheblich weiter“, ist Opel überzeugt. 

REGIOTRENDS-Foto: Jens Glade
Leuchtturmprojekt „Weinbau 4.0“ soll in der Regio innovative Impulse geben.

Die Winzergenossenschaft Roter Bur Glottertäler Winzer testet seit mehreren Jahren bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln den Einsatz von Drohnen.
„Gerade in Steillagen stellen solche Hilfsmittel eine große Zeit- und Spritzmittel-Ersparnis dar“, erklärte WG-Geschäftsführer Udo Opel. So könne man einen Hektar Reben in der Steillage in einem Fünftel der Zeit mit 100 Litern Flüssigkeit statt klassisch mit 1.800 Litern behandeln. „Das hilft gerade den Teilzeit-Winzern erheblich weiter“, ist Opel überzeugt.

REGIOTRENDS-Foto: Jens Glade
Im Rahmen des Wettbewerbes „Regionale Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation und Nachhaltigkeit“ RegioWIN 2030 wurde das Projekt „Weinbau 4.0“ vom Land Baden-Württemberg ausgezeichnet. „Damit der von der Sonne verwöhnte Wein die Weinbaubetriebe zukunftsfit macht“, wie Landwirtschaftsminister Peter Hauk im April in seiner Laudatio bemerkte.

Durch den Einsatz von Automatisierungstechnik in Form von Drohnen, autonomen Robotern und Photovoltaikflächen im Weinberg sowie digitalem Flächenmanagement sollen Attraktivität und Rentabilität des regionalen Weinbaus gesteigert werden.
Am heutigen Dienstag stellten Landrat Hanno Hurth, die Wirtschaftsförderer des Landkreises Robin Derdau und Thorsten Kille sowie weitere Projektpartner „Weinbau 4.0“ im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Emmendingen-Hochburg der Öffentlichkeit vor.

„Ziel des fünf Jahre laufenden Projekts ist es, die Innovationsleistung im Landkreis Emmendingen zu steigern und regionale Kompetenzen aufzubauen“, erläuterte Landrat Hanno Hurth den Zweck des Projekts. Dabei wolle man Fördermittel des Landes und der EU nutzen, so der Landrat. Dabei sollen für das 5,2 Millionen teure Projekt rund drei Millionen Fördermittel beantragt werden.

Projektpartner sind neben den Technologiespezialisten Sick AG und Robot Makers GmbH die Badenova-Tochter WärmePlus, die Gaum GmbH, die Winzergenossenschaften Roter Bur Glottertäler Winzer und Durbacher WG, die Weinbaubetriebe Christoph Vollmer (Oberkirch), Armin Bobsien (Riegel) und Edgar Gimbel (Freiburg) sowie die Landkreise Emmendingen und Ortenau.

Das Projekt befasst sich mit mehreren Themen: Eines dieser Themen ist die Automation im Weinberg. Mit Drohnen sollen Arbeiten erleichtert und Ressourcen eingespart werden. Die Winzergenossenschaft Roter Bur Glottertäler Winzer testet seit mehreren Jahren bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln den Einsatz von Drohnen.
„Gerade in Steillagen stellen solche Hilfsmittel eine große Zeit- und Spritzmittel-Ersparnis dar“, erklärte WG-Geschäftsführer Udo Opel. So könne man einen Hektar Reben in der Steillage in einem Fünftel der Zeit mit 100 Litern Flüssigkeit statt klassisch mit 1.800 Litern behandeln. „Das hilft gerade den Teilzeit-Winzern erheblich weiter“, ist Opel überzeugt.

Eindrucksvoll demonstrierte der Geschäftsführer der Glottertäler Winzergenossenschaft den Einsatz der Drohne an einem Rebstück an der Hochburg. Mit vier Akkus könne man die Drohne im Dauerbetrieb einsetzen und jeweils 16 Liter Spritzmittel punktgenau einsetzen.
„Die Achillesferse ist derzeit noch der Akku. Die Leistung und Ausdauer ist hier noch ausbaufähig“, so Opel.

Die Infrastruktur für die Drohneneinsätze ist seit Jahren Forschungsgebiet der ZG Raiffeisen eG. Hier hat man bereits Erfahrungen bei der Ausbringung von Nützlingen im Maisanbau gesammelt. „Wir können uns einerseits den Verkauf und den Service von entsprechenden Geräten vorstellen, andererseits als Dienstleister auch die Zurverfügungstellung von Leihgeräten“, erklärte Daniel Keller (ZG Raiffeisen). Wichtig sei außerdem, für Reparatur und Service der Drohnen die entsprechende Infrastruktur aufzubauen.

Die Digitalisierung des Weinbaus ist dem Sensoren-Weltmarktführer Sick AG enorm wichtig. „Uns liegt vor allem die Nachhaltigkeit sehr am Herzen“, erklärte Manuel Fischer (Sick AG).
Ein Einsatz von selbstfahrenden Robotern im Weinberg könnte den Weinbau in der Regio deutlich attraktiver machen. Einsätze von Sensoren könnten sowohl in der Steuerung als auch in der Messung von Bodenqualität und -zustand denkbar sein.

„Derzeit ist „Weinbau 4.0“ noch eine Zukunftsversion“, erklärte Jochen Schneider (ZG Raiffeisen), „aber die Weichen sind längst in diese Richtung gestellt.“

Das Projekt sieht auch den Einsatz von Photovoltaik-Technologie im Weinberg vor. Neben der Energiegewinnung für beispielsweise den Einsatz der Drohnen könnten solche Anlagen auch vor den Auswirkungen von Extremwetterlagen schützen.
„Hier ist der Hagel- oder der Frostschutz ein naheliegendes Szenario“, erläuterte Timo Beck vom Viti-PV Team Riegel. Eine Probeanlage in Riegel soll die Praxistauglichkeit unter Beweis stellen.

„Das technische Know-How und die gesammelten Praxiserfahrungen sollen in einem Kompetenzzentrum Weinbau 4.0 gebündelt werden und beispielsweise in die Aus- und Weiterbildung im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Emmendingen auf der Hochburg einfließen“, so Wirtschaftsförderer Thorsten Kille.

Das Projekt ist für die Jahre 2022 bis 2027 geplant und wird von der Handwerkskammer Freiburg, dem Badischen Weinbauverband und dem Staatlichen Weinbauinstitut begleitet.


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