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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

21. Jun 2024 - 13:50 Uhr

Freiburg führt in Kooperation mit DRK einen Hitzebus ein - DRK-Kräfte und KontaktNetz Straßensozialarbeit verteilen Trinkwasser, Sonnenmilch und Kopfbedeckungen - An sehr heißen Tagen ab 33 Grad im Stadtgebiet im Einsatz


Die Folgen des Klimawandels sind auch in Freiburg zunehmend zu spüren. Hohe Temperaturen und Hitzewellen führen immer häufiger zu Gesundheitsproblemen in der Bevölkerung. Dank seiner Lage im Oberrheingraben zählt Freiburg zu den wärmsten Städten in Deutschland. An heißen Sommertagen bietet die Stadt selbst abends und nachts kaum eine spürbare Abkühlung.

Das macht vor allem vulnerablen Gruppen – Älteren und Kranken, Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen, mit psychischen oder chronischen Erkrankungen, Suchtkranken, Wohnungslosen – gesundheitlich zu schaffen. Extreme Hitze kann zu Krankheitserscheinungen (Morbidität), im schlimmsten Fall gar zum Ableben (Mortalität) führen. Darum liegt das Hauptaugenmerk städtischer Hitzeschutzmaßnahmen auf diesen Menschen.

Mit dem Kältebus des DRK-Kreisverbandes hat Freiburg vor drei Jahren eine Lücke in der Versorgung wohnungsloser Menschen geschlossen. Seither wuchs aber der Bedarf nach Schutz auch im Sommer, nunmehr vor der Hitze. Diesen Schutz übernimmt der Hitzebus, den die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem DRK nun einführt, rechtzeitig vor den heißesten Wochen des Jahres. Am heutigen Freitag wurde dieser Bus auf einem Pressetermin im Innenhof des Innenstadt-Rathauses vorgestellt.

Dabei betonte Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach: „Menschen, die sich vorwiegend auf der Straße und im öffentlichen Raum aufhalten, sind durch starke Hitzeeinwirkung im Sommer besonders gefährdet. Sie verfügen in der Regel über keinen sicheren und geschützten Rückzugsort. Der Aufenthalt in klimatisierten Räumlichkeiten, etwa in Bars und Cafes, ist ihnen meist nicht möglich. Für sie gibt es künftig den Hitzebus. Mit seiner Hilfe wollen wir dazu beitragen, das körperliche Wohlbefinden der Betroffenen zu erhöhen und einer Überlastung des Gesundheitssystems entgegenzuwirken. Darüber hinaus wollen wir mit dieser Maßnahme alle Menschen für die Gefahren durch Hitze sensibilisieren.“

Geplant ist, den Kältebus des DRK ab diesem Sommer an sehr heißen Tagen (ab 33 Grad) auch als Hitzebus im Stadtgebiet einzusetzen, vor allem von 14 bis 16 Uhr, wenn die Hitze ihren Höhepunkt erreicht. Es wird von etwa 25 Fahrten ausgegangen. Angefahren werden bekannte Punkte wie der Platz der alten Synagoge und der Colombipark. Die Praxis des Kältebusses hat gezeigt, dass Menschen diese Plätze dann zu Fuß aufsuchen. In Abstimmung mit dem städtischen Kontaktnetz Straßensozialarbeit können aber auch weitere Orte angefahren werden, an denen sich vulnerable Personengruppen aufhalten.

Mindestens zwei Einsatzkräfte des DRK übernehmen die Einsatzfahrten des Hitzebusses. Der DRK-Kreisverband will dafür überwiegend ehrenamtliche, qualifizierte Kräfte einsetzen. Wie beim Kältebus findet eine Koordination der Einsätze statt. Das Team wird ergänzt mit weiteren verfügbaren Kräften, etwa aus dem Erste-Hilfe-Team des DRK. Schrittweise will das Rote Kreuz das ehrenamtliche Team für den Hitze/Kältebus erweitern und sucht dafür engagierte Menschen. Diese können sich an hitzebus@drk-freiburg.de wenden

Bei den Einsätzen achten die Einsatzkräfte auf Auffälligkeiten wie akuter Flüssigkeitsmangel (Dehydrierung), Sonnenbrand an Armen, Nacken und Kopf mit besonderer Gefahr eines Sonnenstichs (der zu Kopfschmerzen, Unruhe, Schwindel oder Kreislaufzusammenbruch führen kann). Auch stark durchgeschwitzte Kleidung – oftmals sind die Menschen zu „dick“ angezogen – begünstigt die Dehydration und erschwert die Heilung offener Wunden, was zu Infektionen führen kann. Bei Hinweisen auf eine akute Gesundheitsgefährdung wird der Rettungsdienst hinzugezogen.

Um vulnerable Personengruppen besser vor den Gefahren der Hitze zu schützen, hat das KontaktNetz Straßensozialarbeit die Thematik schon seit Jahren in den Fokus seiner aufsuchenden Arbeit in der Stadt aufgenommen. So versuchen die Mitarbeitenden, die Gefahren durch Dehydrierung und Hitzeerkrankungen bei gefährdeten Menschen rechtzeitig zu erkennen und Hitzeschutzmaßnahmen einzuleiten. Präventiv verteilen sie Trinkwasser, Sonnenmilch und Kopfbedeckungen (zum Start des Hitzebusses hat der SC Freiburg z.B. 100 Sonnencaps gespendet). Sie verweisen auf schattige Aufenthaltsplätze und auf die öffentlichen Trinkbrunnen im Stadtgebiet, verteilen bei Bedarf leichte Sommerkleidung und organisieren „Eistage“, an denen Speiseeis kostenlos verteilt wird, z.B. im Stühlinger Park. Die Präsenzen der Streetworkerinnen und -worker finden tagsüber in der Innenstadt zu Fuß, entlang der Dreisam oder an entfernteren Orten mit dem Lastenrad statt.

Zur Finanzierung des Hitzebusses im Sommer 2024 konnten bisher 7.390 Euro Stiftungs- bzw. Finanzmittel akquiriert werden. Von der Prediger-Stiftung kamen 3.000 Euro, von der Wilhelm-Oberle-Stiftung 2.930 Euro und von Amazon Logistics 2.000 Euro. Gespräche über weitere Zuwendungen sind im Gange. Für den Doppelhaushalt 2025/2026 hat das DRK einen Zuschussantrag gestellt.


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