Straßenfasnet, Umzüge und Saalfasnacht – in der Region steuert die Fasnacht auf ihren Höhepunkt zu. Die Narren sind mit viel Einsatz und Elan dabei, ihr Programm vorzubereiten und umzusetzen. In der Fastnacht in Südbaden steckt aber auch viel Handwerk. Zahlreiche Gewerke sind vor und während der närrischen Tage voll im Einsatz, um eine gelungene Saison für die Narren sicherzustellen.
Der Macher der Masken:
Am sichtbarsten sind die sogenannten Häs, die aus einer Maske und einem Narrenkleid bestehen. Für die Masken ist Wolfgang Ducksch aus Oberkirch Experte. „Da ich das ganze Jahr über Masken schnitze, gibt es eigentlich keine Hochphase“, sagt der Holzbildhauer. Die meisten Liefertermine für bestellte Masken liegen von September bis etwa Januar. In den letzten beiden Jahren hat Ducksch mit Unterstützung seines Teams jeweils etwa 600 Masken gefertigt. Rund die Hälfte der Aufträge sind Nachbestellungen von Stammkunden. „In diesem Jahr haben wir aber auch 35 neue Masken entworfen und gefertigt“, erzählt der 75-Jährige. Im Normalfall kommen die Fastnachter mit einer Idee, einer Zeichnung, einem Foto oder einer Geschichte in seine Maskenschnitzerei, aus der dann ein Knetmodell erstellt wird. „Die Leute können dann sofort die dreidimensionale Maske sehen“, erläutert Ducksch. Im Schnitt dauert die Herstellung dieses Modells, an dem dann die Änderungswünsche der Kunden umgesetzt werden, acht Stunden. „Danach schnitze ich das Ganze in Holz in Originalgröße.“ Rund 16 Stunden dauert es, bis diese Modellmaske schließlich bemalt werden kann. „Hinzu kommt noch die Zeit für das Anbringen von Tragegummi, Rossschweif, Kopftuchgestell und Druckknöpfen für das Hexentuch. Wir liefern alles aus einer Hand“, ergänzt Ducksch. Der Oberkircher hat schon 1981 ersten Masken hergestellt – wie viele seitdem entstanden sind, kann er nicht mehr zählen. Seine Aufträge kommen vor allem über Mundpropaganda zustande – aber auch seine Social-Media-Kanäle spielen hierbei eine große Rolle. Die Anfragen sind in den vergangenen Jahren immer mehr geworden. Auch, weil die Holzbildhauer und Maskenschnitzer immer weniger werden, sagt er.
Neue Kleider für Narren:
Neben der Maske ist auch das sogenannte Narrenkleid essenziell für die Häs in der südbadischen Fasnacht. Diese werden beispielsweise bei einigen Maßschneiderinnen und Maßschneidern in der Region mit Hingabe und Handarbeit gefertigt. „Je nach Jahr machen die Aufträge rund um die Fasnacht in den Wintermonaten rund 30 Prozent unseres Arbeitsvolumens aus“, berichtet etwa Jessica Schönberger, Inhaberin der Schneiderei Schönberger in Freiburg. Wenngleich die ersten Anfragen schon im Sommer eingehen, beginnt das Team um Schönberger frühestens im September mit der Bearbeitung der Fasnachts-Aufträge. „In den Monaten davor ist Hochzeitssaison, das heißt, wir sind zum Großteil mit Hochzeitkleidern und Anzügen beschäftigt.“ In diesem Jahr hat Schönberger ein komplett neues Häs für alle Mitglieder einer Guggemusik-Formation aus St. Peter im Schwarzwald erstellt – von den ersten Zeichnungen bis hin zur Vorstellung des neuen Häs vergingen knapp anderthalb Monate. „So ein großer Auftrag ist aber eher selten“, berichtet die 36-jährige Inhaberin. Die meisten Arbeiten sind Erneuerungen und Änderungen an bestehenden Narrenkleidern oder Neuanfertigungen für neue Zunftmitglieder. „Je nach Häs stecken dann zwischen 5 und über 12 Stunden Arbeit dahinter“, berichtet Schönberger.
Saisonales Backwerk:
Für das Bäcker-Handwerk sind bestimmte Produkte Synonym für die närrische Zeit: Berliner und anderes „Fettgebackenes“, so der Fachausdruck. In der Bäckerei Paul in Lörrach liegt die Produktion an Berlinern an den Fasnachtstagen um ein Vielfaches höher. „Die Produktion der Konditorei an Tagen wie dem Schmutzige Donnerstag und Fasnachtssamstag dreht sich ausschließlich um das Backen von Berlinern, Schenkeli und Mutzenmandeln“, berichtet Inhaber Bernhard Paul. „Auf der anderen Seite produzieren wir aber weniger Plundergebäck und Feingebäck, weil die Kunden es weniger nachfragen.“ Die Produktion des Fasnachts-Gebäcks bedeutet für die meisten Bäcker also lediglich eine Umsatzverlagerung, keine hohen Zusatzeinnahmen. „Alles, was mit Berlinern und ähnlichem mehr an Umsatz generiert wird, fällt zu dieser Zeit in anderen Bereichen weg“, so Paul.
Besonderes Bier:
Auch bei den Brauern und Mälzern spielt die fünfte Jahreszeit eine wichtige Rolle im Geschäftsjahr. In der Fasnachts-Hochburg Elzach produziert die örtliche Löwenbrauerei sogar ein eigenes Bier – das Schuttigbier, benannt nach den Elzacher Narrenfiguren. „Das Schuttigbier wird rund um Elzach, aber auch weiter weg von Freunden der Elzacher Fasnet getrunken“, berichtet Brauer- und Mälzermeister Johannes Dold, Inhaber der Löwenbrauerei Elzach. Die Nachfrage nach dem Schuttigbier bezeichnet er als sehr gut. „Es gibt Kunden, die schon vor Weihnachten nach dem Schuttigbier fragen oder sogar eine ganzjährige Verfügbarkeit wünschen.“ Aber: „Das Schuttigbier verkaufen wir von Dreikönig bis nach der Fastnacht.“ Der Herstellungsprozess startet natürlich deutlich früher: „Der ganze Werdegang vom Sudhaus über die Gärung und Lagerung nimmt etwa acht Wochen in Anspruch“, erläutert Dold. Das besondere Bier macht im Fastnachtsmonat Februar einen wesentlichen Anteil des Bierausstoßes der des Familienunternehmens aus. „Während der Fastnachtszeit geht die Nachfrage nach anderen Bierspezialitäten leicht zurück“, so Johannes Dold. „Junge Leute bevorzugen dann auch Mixgetränke, aber der Hauptteil bleibt das Schuttigbier.“
(Presseinfo: Handwerkskammer Freiburg, 10.02.2026)
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10. Feb 2026 - 15:01 UhrHandwerkskammer Freiburg: Im Auftrag der Narren - Zahlreiche Gewerke in der Regio sind vor und während der närrischen Tage voll im Einsatz

Handwerkskammer Freiburg: Im Auftrag der Narren.
Holzbildhauer Wolfgang Ducksch aus Oberkirch fertigt das ganze Jahr über Fasnachtsmasken.
Foto: Handwerkskammer Freiburg - Privat
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