Die Entwicklung einer regionalen Zukunftsstrategie ist keine Aufgabe einzelner Akteur:innen aus Verwaltung, Politik oder Tourismus – sie bedarf der Initiative und des Engagements vieler Seiten – und ganz besonders der Menschen, die in den einzelnen Orten des Hochschwarzwalds leben. Wer die eigenen Stärken und Schwächen kennt, kann auch proaktiv mit Veränderungen umgehen und nach Lösungen für die Zukunft suchen. Alle, die Visionen für die Zukunft der Region haben und ihre Ideen mit anderen teilen möchten, sind jetzt gefragt. Unter dem Leitspruch: „Überlass die Zukunft des Hochschwarzwalds nicht ...irgendwem/ ...dem Zufall/ ...der KI!“ wird gemeinsam nach Konzepten für einen lebenswerten Hochschwarzwald gesucht.
Mit dem Projekt Zukunftsprozess Hochschwarzwald hat sich die Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG) das Ziel gesetzt, die Region nicht nur als Tourismusdestination, sondern ganzheitlich als lebenswerten, wirtschaftlich tragfähigen und identitätsstarken Lebensraum für Einheimische und Gäste weiterzuentwickeln. Dabei sollen regionale Wertschöpfung gesteigert, die Besonderheiten der einzelnen Gemeinden sichtbar gemacht und konkrete Umsetzungsprojekte initiiert werden. Noch bis 27. März können sich alle Hochschwarzwälder:innen beteiligen und ihre Ideen für die Ausgestaltung eines zukunftsfähigen und attraktiven Lebensraums einreichen.
Gemeinsam mit der Agentur nonconform ideenwerkstatt GmbH hat die HTG das Projekt „Zukunftsprozess Hochschwarzwald“ zur Entwicklung einer neuen Zukunftsstrategie für die Region ins Leben gerufen. Dabei stehen die Ideen und Perspektiven der Menschen vor Ort im Mittelpunkt – denn die Zukunft darf und soll von allen Hochschwarzwälder:innen mitgestaltet und weiterentwickelt werden. Alle Bürger:innen der Region können sich online beteiligen: über eine kurze Online-Umfrage sowie über eine digitale Ideenkarte. Die Rückmeldungen fließen direkt in die Entwicklung der Zukunftsstrategie ein – und bilden die Grundlage für konkrete nächste Schritte und langfristige Veränderungen.
Ein zentrales Ziel des Zukunftsprozesses ist die Entwicklung von mindestens einem Impulsprojekt jeder Gemeinde. Dabei können auch bereits bestehende Ideen und Konzepte weitergedacht und umgesetzt werden. Bis Ende März sammelt die Hochschwarzwald Tourismus GmbH konkrete Ideen ebenso wie Visionen für die Zukunft und hofft dabei auf eine rege Bürgerbeteiligung.
Das Gestalten und Erhalten guter Orte ist die Grundlage des Zukunftsprozesses Hochschwarzwald. Die Zukunft der Region kann und soll kann von allen Seiten mitgestaltet werden, damit das Gebiet lebenswert bleibt. Wo es keine Lebensqualität gäbe, könne auch keine touristische Wertschöpfung erwartet werden, erklärt HTG-Geschäftsführer Patrick Schreib und betont: „Tourismus ist eine Gemeinschaftsleistung“.
Zukunftswerkstatt der Regionen gab Überblick über Stärken und Herausforderungen:
Nachdem das Projekt Ende November 2025 mit dem ersten digitalen „Zukunfts-Espresso“, einem Brainstorming mit Vertreter:innen aller 21 Mitgliedskommunen, angelaufen war, fand Anfang Februar in Hinterzarten die Zukunftswerkstatt der einzelnen Regionen statt. Der Workshop diente dazu, dem prozessbegleitenden Planungsbüro nonconform einen gezielten und vertieften Einblick in die Region Hochschwarzwald sowie in die Besonderheiten ihrer Teilregionen und Gemeinden zu ermöglichen. Im Mittelpunkt stand die Frage, was die Region und ihre einzelnen Gemeinden jeweils ausmacht, wo ihre spezifischen Stärken liegen und welche Gemeinsamkeiten sie verbinden. In einer persönlichen Kennenlernrunde unter dem Leitmotiv „Ich bin einzigARTIG, weil …“ stellten die Regionalleitungen die Gemeinden in ihrem Verantwortlichkeitsbereich vor. Dabei wurde die große Vielfalt der Landschaften, die unterschiedlichen Prägungen der Gemeinden sowie die starke emotionale Verbundenheit der lokalen Akteur:innen mit ihrer Region deutlich. Der Austausch machte sichtbar, dass gerade die Unterschiedlichkeit der Gemeinden eine zentrale Stärke des Hochschwarzwalds darstellt.
In den anschließenden Arbeitsphasen identifizierten die Regionalleitungen mithilfe der Metapher der „Zukunftsbänke“ (siehe Foto) zentrale Orte, Themen und Projektideen für ihre Teilregionen. Deutlich wurden dabei übergreifende Herausforderungen wie die Umnutzung leerstehender Gebäude, die Verbesserung von Mobilität und Infrastruktur, die Stärkung von Ortskernen sowie der Wunsch nach ganzjährigen, qualitativ hochwertigen Angeboten. Ein zentrales Ziel, das sich am Ende des Workshops abzeichnete, betrifft die bestehende Infrastruktur. Diese soll reaktiviert und weiterentwickelt werden, statt neue Großprojekte zu schaffen. Attraktive Verbindungen – insbesondere im Bereich Mobilität – sind entscheidend für Zukunftsfähigkeit. Zudem sollen regionale Besonderheiten und ungewöhnliche Ideen mutiger sichtbar gemacht werden.
Nach dem Workshop wurde außerdem ein weiteres Ziel deutlich, das dem Zukunftsprozess zugrunde liegt: Es geht um ein gemeinsames Verständnis im Sinne von: „Wir sind Teil der Region Hochschwarzwald – jede Gemeinde mit ihrem eigenen Profil.“ Die Region wird als Ganzes erlebbar, ohne die Besonderheiten der einzelnen Gemeinden zu verlieren. Jede Gemeinde gewinnt Klarheit über ihre eigenen Qualitäten, Potenziale und Herausforderungen – aus Sicht der Einheimischen sowie der Gäste, die kommen.
Der Prozess ist als intensiver, kooperativer Entwicklungsweg angelegt und soll bis April 2026 zu einem belastbaren Zukunftsbild mit konkreten Umsetzungsimpulsen führen.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter zukunftsprozess-hochschwarzwald.de.
(Presseinfo: Hochschwarzwald Tourismus GmbH, 18.02.2026)
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18. Feb 2026 - 12:26 UhrZukunftsprozess Hochschwarzwald: Gemeinsam für mehr Lebensqualität und langfristige Perspektiven im Tourismus - Hochschwarzwald Tourismus GmbH möchte Regio als lebenswerten, wirtschaftlich tragfähigen und identitätsstarken Lebensraum weiterentwickeln

Zukunftsprozess Hochschwarzwald: Gemeinsam für mehr Lebensqualität und langfristige Perspektiven im Tourismus.
Regionalleiterworkshop zum Auftakt des Projekts „Zukunftsprozess Hochschwarzwald“.
Hochschwarzwald Tourismus GmbH
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