GRATIS! Internet-Tageszeitung für alle, die in der Regio „etwas zu sagen haben“! Einfach „Hier schreiben Sie!“ benutzen! Mehr…

RegioTrends

Titelseite » > Schon gelesen? » Textmeldung

Stadtkreis Freiburg - Freiburg

18. Mai 2026 - 13:59 Uhr

Wie die Industrie Vielfalt pragmatisch fördert - wvib stellt Praxisbeispiele vor

wvib-Hauptgeschäftsführerin Hanna Böhme
wvib-Hauptgeschäftsführerin Hanna Böhme

Unternehmen, die Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, Hintergründen und Fähigkeiten in ihre Teams integrieren, können davon langfristig profitieren. Divers besetzte Teams gelten als deutlich innovativer, außerdem sind Unternehmen mit hoher Vielfalt für Fachkräfte deutlich attraktiver. Dieser ökonomische Nutzen der Diversity genannten Förderung von Vielfalt ist inzwischen in mehreren Untersuchungen belegt.
Anlässlich des European Diversity Month und des Deutschen Diversity-
Tages am 19. Mai stellt der Wirtschaftsverband wvib verschiedene
Beispiele vor, die illustrieren, wie pragmatisch die mittelständische
Industrie Vielfalt fördert. Im Mittelstand entsteht Vielfalt oft nicht über
große Programme aus HR und Kommunikation, sondern über
pragmatische Lösungen für konkrete Herausforderungen im Alltag.

Wie Keller Blechtechnik Mitarbeitende über den Renteneintritt
hinaus beschäftigt

Bei Keller Blechtechnik in Endingen werden mit hochmodernen
Lasermaschinen in einer Smart Factory Bleche und Metallteile geschweißt, gestanzt, geschnitten und graviert. Das Unternehmen vom Kaiserstuhl setzt bewusst darauf, Mitarbeitende auch nach dem Renteneintritt weiter zu beschäftigen. Nicht als formalisiertes Programm, sondern angepasst auf die jeweiligen Bedürfnisse der Beschäftigten. Wer weiterarbeiten möchte,
kann dies bei Keller Blechtechnik grundsätzlich tun. Sowohl in der Produktion wie auch in der Verwaltung arbeiten Mitarbeitende nach dem Erreichen des Renteneintrittsalters weiter im Unternehmen. Derzeit nehmen das vier Mitarbeitende in Anspruch, zwei davon sind sogar erst als Rentner zum Unternehmen gestoßen. Auffällig: Vor allem Mitarbeitende, deren Partner noch regulär berufstätig sind, arbeiten häufig weiter.

Antje Keller, Prokuristin und Personalleiterin, betont: „Die älteren
Kollegen bringen Erfahrung mit und wollen dieses Wissen weitergeben.
Davon profitieren gerade die jüngeren Mitarbeitenden. Wir bieten soziale Kontakte, sinnvolle Beschäftigung und sorgen für einen finanziellen Zuverdienst. Für uns überwiegen die Vorteile.“

Wie "allsafe" in Engen Menschen mit Behinderung und
Beeinträchtigung eine Chance bietet

Als Spezialist für Ladungssicherung produziert allsafe in Engen Schienen, Sperrelemente, Zurrgurte und Fittings für die Branchen Automotive, Aerospace und Logistik. Das Familienunternehmen vom Bodensee beschäftigt insgesamt sieben Schwerbehinderte und zwei einer Schwerbehinderung gleichgestellte Mitarbeitende.

Außerdem arbeitet allsafe schon länger mit Werkstätten für Menschen
mit Behinderung zusammen. Zuletzt hat das Unternehmen mit rund 250
Mitarbeitenden sogar eine Mitarbeiterin aus einer Werkstätte in ein
unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. „Der Sprung auf den
ersten Arbeitsmarkt ist für die Kollegin ein großer Erfolg, auf den sie zu
Recht stolz ist“, so der geschäftsführende Gesellschafter Detlef Lohmann. Er betont auch, dass es bei der Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigungen einer gewissen Flexibilität bedarf.

Gleichzeitig profitiere aber der gesamte Betrieb davon: „Wir versuchen,
allen Kolleginnen und Kollegen ein adäquates Arbeitsumfeld zu schaffen. Damit leisten wir einen Beitrag zu einem umsichtigen Miteinander.“

Wie Veyhl in Neuweiler Geflüchteten und Umschülern den Einstieg
in den Arbeitsmarkt ermöglicht

In Zwerenberg im Nordschwarzwald produziert Veyhl als Systemlieferant Metallkomponenten und Baugruppen für die Möbelindustrie. Das Unternehmen mit 360 Beschäftigten stellt dabei in erster Linie höhenverstellbare, ergonomische Tischsysteme und Akustikpaneele her.

Das Unternehmen arbeitet seit vielen Jahren mit der Agentur für Arbeit
Calw/Nagold im Bereich der betrieblichen Umschulung und Ausbildung
zusammen. In der Produktion wie in der Verwaltung ermöglicht Veyhl
Umschülern und Geflüchteten die praktische Ausbildung während der
Qualifizierungsmaßnahmen.

In der Praxis bedeutet das, dass Umschüler ein vier- bis sechsmonatiges Praktikum im Unternehmen absolvieren und auch die praktische Abschlussprüfung bei Veyhl ablegen können. Geflüchteten bietet Veyhl in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit regelmäßig Tages- oder Wochenpraktika an, um die Arbeit in einem Industrieunternehmen kennenzulernen.
Veyhl betont, dass die Umschulungsprogramme ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie sind. Um neue Fachkräfte zu gewinnen, aber auch um die Kultur im Unternehmen zu fördern: „Die Zusammenarbeit verschiedener Nationalitäten gehört für uns fest zur Firmenkultur und fördert die Akzeptanz und Offenheit im Unternehmen“, so Personalleiter Robin Wössner.

Stockert: Sprachkurse in der Mittagspause

Das Medizintechnik-Unternehmen Stockert stellt Geräte für die
minimalinvasive Therapie von Herzrhythmusstörungen und
Nervenstimulatoren für die Regionalanästhesie her. In Freiburg beschäftigt das Unternehmen 80 Mitarbeitende aus 20 Nationen. Um Integration und die Zusammenarbeit im Unternehmen zu fördern, investiert Stockert mit Sprachkursen gezielt in die Sprach- und Kommunikationskompetenz der Mitarbeitenden.
Bislang hat das Unternehmen seinen Mitarbeitern zwei verschiedene
Englischkurse angeboten, um die internationale Ausrichtung weiter zu
stärken. Im April ist nun erstmals ein Deutschkurs gestartet. Das Angebot soll ein Jahr laufen. Wöchentlich kommt zwischen 12 und 13 Uhr eine Deutschlehrerin ins Unternehmen und unterrichtet vor Ort ein gutes Dutzend Teilnehmende aus verschiedensten Teams des Unternehmens. Dabei sind die sprachlichen Ausgangsniveaus sehr unterschiedlich, was für den Kurs allerdings keine Hürde darstelle.

Bisher läuft es gut, so Personalleiterin Jennifer Beck. Sie betont: „Vielfalt ist für uns ein Wettbewerbsvorteil. Mit den Sprachkursen schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die Zusammenarbeit gelingt und alle Mitarbeitenden wörtlich eine gemeinsame Sprachesprechen.“

Hansgrohe: Führung in Teilzeit

Der Sanitärhersteller mit Hauptsitz in Schiltach produziert Armaturen,
Brausen und andere Produkte für Bad und Küche. Mit rund 5.600
Mitarbeitenden zählt Hansgrohe zu den größeren Industrieunternehmen
Baden-Württembergs.
Seit zehn Jahren bietet Hansgrohe seinen Mitarbeitenden die Möglichkeit, auch Führungspositionen in Teilzeit auszuüben. Der Gedanke dahinter ist einfach: Wenn ein Führungsjob nicht an ein starres Vollzeitmodell gebunden ist, erweitert das den Kreis potenzieller Führungskräfte und mehr Mitarbeitende kommen für diese Aufgabe infrage.

Das Unternehmen hat damit bislang überwiegend gute Erfahrungen
gemacht, betont aber auch die Voraussetzungen, die Teilzeit in
Führungspositionen braucht. Gerade in Führungspositionen funktionieren Teilzeitmodelle nur mit klarer Abstimmung, hoher Selbstorganisation und Flexibilität im Team.

Personalvorständin Sandra Richter betont: „Wir fördern Führungstalente auch dann, wenn sie aktuell keine Vollzeitposition ausfüllen können oder wollen. Das ist für alle vorteilhaft: Mitarbeitende können ihren beruflichen und privaten Belangen gerecht werden und sich dadurch weiterentwickeln. Wir schaffen Zufriedenheit, halten Fachkräfte und eröffnen langfristig neue Perspektiven.“

Kommentar von wvib-Hauptgeschäftsführerin Hanna Böhme

„Die Förderung von Vielfalt entsteht in der Industrie häufig aus ganz
praktischen Herausforderungen im Alltag: aus dem Bedarf, erfahrene
Mitarbeitende zu halten, neue Fachkräfte zu integrieren oder internationale Teams arbeitsfähig zu machen. Daraus entwickelt sich eine stabile und alltagstaugliche Form von Diversity-Praxis in den Unternehmen.
Der Schwarzwald ist bunt. Viele Industrieunternehmen in der Region
leben diese Vielfalt längst selbstverständlich – auch wenn sie darüber
nur selten sprechen.“

INFO: wvib Schwarzwald AG Schwarzwald AG

***

KLICK-TIPP:

Noch viel mehr AKTUELLES aus der Regio von HEUTE
und Infos der letzten Tage erfahren Sie mit einem Klick HIER bei den Schlagzeilen des Tages!

+++

REGIOTRENDS -Ihr "Regio-News-Influencer"

SMARTPHONE-TIPP: Einfach ein Lesezeichen für www.regiotrends.de setzen und immer schnell informiert! - Unser "APP"-Service: Aktuell-Praktisch-Pfiffig! Täglich KOSTENLOS einfach noch etwas mehr LOKALES & REGIONALES von der Ortenau bis zum Hochrhein oft schneller erfahren! - WEITERSAGEN!

REGIOTRENDS - Ihr ZEITUNGS-SERVICE:
SIE machen täglich DIESE Internetzeitung! - Schnellster redaktioneller Zeitungs-Service für Behörden, Vereine, Firmen, ... - 24 Std. "Radionachrichten zum Lesen" + Das Wichtigste aus der Regio, Wissenswertes aus vielen Orten! - SIE schreiben, wir verbreiten!

IHR DIREKTER Zugang - in der Regel mit VeröffentlichungsGARANTIE:
HIER!

...Für alle, die in der Regio "etwas zu sagen haben" und das Miteinander in der Regio prägen!

Weitere Zuschriften an info@regiotrends.de möglich!

Vorteil für Werbetreibende!
IDEALER, einfach finanzierbarer Werbeträger: Hier sind Ihre Kunden daheim!


Weitere Beiträge von Medienmitteilung (05)
Jeder Verfasser einer Meldung (Firma, Verein, Person...) hat zusätzlich noch SEINE eigene "Extrazeitung" bei REGIOTRENDS! Oben auf den roten Namen hinter „Weitere Beiträge von“ klicken. Schon sehen Sie ALLE seine abrufbaren Meldungen in unserer brandaktuellen Internet-Zeitung.


QR-Code
> Weitere Meldungen aus Freiburg.
> Weitere Meldungen aus der Rubrik "> Schon gelesen?".
> Suche
> Meldung schreiben



P.S.: NEU! Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von RegioTrends!

Twitter Facebook studiVZ MySpace Google Bookmarks Linkarena deli.cio.us Digg Folkd Newsvine reddit StumbleUpon Windows Live Yahoo Yigg























Schwarzwald, Lokalzeitung, Wochenzeitung EMMENDINGER TOR, WZO, Wochenzeitungen am Oberrhein, Der Sonntag, Markgräfler Bürgerblatt, Primo Verlag, Freiburger Wochenbericht, Kurier, Freiburger Stadtkurier, Zeitung am Samstag, Zypresse, Kaiserstuhl, Breisgau,RegioTrends, RegioZeitung, Freiburg, Emmendingen, Waldkirch, Endingen, Kenzingen, Herbolzheim, Breisach, Lahr, Offenburg, Müllheim, Bad Krozingen, Staufen, Weil, Lörrach, Denzlingen, Feldberg, Kaiserstuhl, Breisgau, Ortenau, Markgraeflerland, Schwarzwald