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14. Nov 2019 - 09:55 Uhr V.li.: Thomas Walz, Gitta Connemann, Armin Schuster

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Für einen Gesellschaftsvertrag: Zukunftssicherung der bäuerlichen Landwirtschaft und des Weinbaus - Armin Schuster und Thomas Walz im Gespräch mit Gitta Connemann - Kritik am Aktionsprogramm Insektenschutz und an öffentlicher Debattenkultur

In einem Gespräch mit Armin Schuster (CDU), Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Lörrach-Müllheim, und Thomas Walz aus Heitersheim, Präsidiumsmitglied des Deutschen Weinbauverbandes und Vizepräsident des Badischen Weinbauverbandes, hat Gitta Connemann (CDU), stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, betont, dass die Zukunftssicherung der bäuerlichen Landwirtschaft und des Weinbaus nicht in Frage gestellt wird. „Seit 1990 mussten 57 Prozent der Höfe aufgeben – jeder zweite. Sie kapitulierten – vor Niedrigpreisen, teurer Fläche, Bürokratie. Der Rest steht heute auch an der Wand“, so Connemann, „Deshalb brauchen wir einen Gesellschaftsvertrag. Bindend für alle – über Wahlperioden hinweg.“

Armin Schuster: „In einem neuen Gesellschaftsvertrag sollte der sozial-ökologische Ausgleich der Bedürfnisse und Interessen aller Akteure im Mittelpunkt stehen. Mehr Artenschutz darf nicht zur Zerstörung der landwirtschaftlichen Produktion führen. Es geht schlichtweg um die Lebens- und Einkommensgrundlagen unserer Landwirte, Obstbauern und Winzer und deren Familien.“

Thomas Walz: „Die Bedeutung des Weinbaus für das Markgräflerland und für die südbadische Region insgesamt kann gar nicht überschätzt werden. Das Volksbegehren Artenschutz in Baden-Württemberg ist eine veritable Bedrohung für den Weinbau in seiner Gesamtheit. Es droht die Zerstörung unserer einzigartigen Kulturlandschaften, die ja auch den hohen touristischen Wert unserer Region ausmachen. Als Winzer und Obstbauern vertreten wir die Haltung, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, die nicht einseitig gegen unseren Berufsstand gerichtet sind.“

Im Gespräch wurde auch Kritik am Aktionsprogramm Insektenschutz der Bundesregierung geäußert. Gitta Connemann: „Bislang ist es ‚nur‘ eine Absichtserklärung von Ministerin Svenja Schulze (SPD). Wir warten jetzt auf den Gesetzentwurf. Aber die Stoßrichtung ist erkennbar. Es drohen großflächige Bewirtschaftungsauflagen und Unterschutzstellungen. Das ist mit uns nicht zu machen. Denn erst dank der Pflege durch Generationen von Winzern und Landwirten ist diese Vielfalt entstanden.“

Gemeinsam kritisierten Connemann, Walz und Schuster, dass sich die öffentliche Debattenkultur in der Regel einseitig und unreflektiert gegen die Landwirte richtet. Auf der Basis von Fake News, Gerüchten oder bewusster Panikmache werden Landwirte zu Sündenböcken der Nation gemacht: Klimakiller, Wasservergifter, Insektentöter. Hinter diesen Stereotypen stehen jedoch reale Existenzängste von Familien. Heute ist die gesellschaftliche Anerkennung für den Berufsstand Landwirt fast völlig verloren gegangen. Gemeinsam müssen wir hier für eine Trendwende in unseren Köpfen sorgen.


Weiterführende Informationen:

Gitta Connemann vertritt seit 2002 als direktgewählte Abgeordnete den Bundestagswahlkreis Unterems. Als stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist sie für die Themen Landwirtschaft und Ernährung, Kirchen und Petitionen zuständig. Am 15. Dezember 2016 erhielt Connemann das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für ihre besonderen Verdienste um das Gemeinwohl.

Besondere Aufmerksamkeit auch in der Raumschaft Schwarzwald sowie innerhalb der Landwirtinnen und Landwirte erreichte Frau Connemann durch ihre Rede zum Haushalt 2020 vom 10. September 2019: „Bauernkind“. Die komplette Rede finden Sie hier: https://gitta-connemann.de/bundestag/reden/

(Info: Büro des Bundestagsabgeordneten Armin Schuster, 14.11.2019)


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