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RegioTrends

Kreis Emmendingen - Riegel

13. Feb 2015 - 12:52 Uhr

"Arif Aziz- Kunst aus Aserbaidschan" - Ausstellung in der kunsthalle messmer vom 7. bis 29. März 2015

Der 1943 in Baku geborene Künstler Arif Aziz gehört zu den bedeutendsten aserbaid-schanischen Malern seiner Generation. Mit der künstlerischen Fülle und Vielseitigkeit seines Schaffens hat er die Entwicklung der aserbaidschanischen Kunst der letzten Generationen entscheidend geprägt. In einer großen Einzelausstellung beleuchtet die kunsthalle messmer erstmalig und umfassend in einem chronologischem Überblick sein facettenreiches Werk, in dem sich das nationale künstlerische Erbe islamischer Bildtradition mit Stilelementen westlicher Gegenwartskunst in einzigartiger Weise verbinden.

Aserbaidschan, das lange Zeit im Schatten russischer Herrschaft stand, ist für viele Europäer ein unbekannter Fleck auf der Landkarte. Doch das Land, das sich zwi-schen den schneebedeckten Gipfeln des Kaukasus, den Küsten des Kaspischen Meers sowie den Steppen und Wäldern des Südens erstreckt, blickt auf eine jahrtausendealte Kultur zurück und war bereits lange vor Beginn der Antike besiedelt. In den eindrucksvollen Felszeichnungen von Qobustan, heute UNESCO-Weltkulturerbe, sind die Anfänge aserbaidschanischer Kultur überliefert. In seiner wechselhaften Geschichte hinterließen Alexander der Große und Pompeius hier ebenso ihre Spuren wie die Sassaniden, Araber, Seldschuken und zuletzt die Russen. Mit der Ausstellung will die kunsthalle messmer auch das Land mit seiner boomenden Hauptstadt Baku und seiner vielfältigen Kultur vorstellen, dessen jüngste Geschichte sich eindrucksvoll in der künstlerischen Entwicklung Arif Aziz‘ niederschlägt.

In seinen Anfängen orientierte sich Arif Aziz an den Lehren des sozialistischen Realis-mus, wobei seine eigene Nuancierung originalgetreuer und realistischer Wiedergabe sich zu einer eigenen Sprache und damit zu einem Alleinstellungsmerkmal in der aserbaidschanischen Kunst entwickelt hat. Recht früh vermischte er das Abbild des Menschen mit der Ornamentik der unterschiedlichsten Baustile seiner Heimat. Aus dieser Synthese entwickelte sich eine neue Abstraktion, die richtungsweisend für viele junge Künstler Aserbaidschans geworden ist.

In seinen Bildern dokumentiert Arif Aziz auch die politisch–religiöse Entwicklung seiner Heimat. Als das Land noch zum Herrschaftsgebiet der Sowjetunion gehörte, wurde den Künstlern dort das Experiment mit der Reduktion untersagt. Erst nachdem im Jahre 1991 Aserbaidschan seine Selbstständigkeit zurückerlangte, hat sich die Kunst den Weg zur eigenen Identität zurückgesucht. In dem Werk Arif Aziz‘ zeigt sich diese Emanzipation in einer eigenständigen Verbindung von Tanz, Poesie und Architektur aus dem kaukasischen Land, das kulturell nach wie vor zwischen Orient und Okzident angesiedelt ist.

KURZBIOGRAPHIE
Arif Aziz, der 1943 in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku geboren wurde, absolvierte von 1957 bis 1962 die dortige staatliche Kunsthochschule. Im Anschluss stu-dierte er von 1966 bis 1971 Grafik-Design an der Stroganov Universität in Moskau. 1973 wurde ihm der Zweite Preis der Youth Union of Azerbaijan in Baku und der Erste Preis des internationalen Grafik Wettbewerbs in Villnius, Lettland verliehen, 1978 er-hielt er den Ersten Preis der Internationalen Ausstellung Moskau. Während seiner künstlerischen Tätigkeit erarbeitete sich Arif Aziz eine hohe Reputation: So hat er lange Zeit als Professor an der Staatlichen Universität von Aserbaidschan für Kunst und Kultur in Baku gelehrt und war dort 1991 Prorektor im Bereich Malerei und dekorativ angewandte Kunst. 1992 ernennt ihn die aserbaidschanische Regierung zum Nationalkünstler. Auch war er viele Jahre Vize-Präsident der aserbaidschanischen Kulturversammlung Simurg.
Große Inspiration fand der Künstler auf seinen vielen Studienreisen, die ihn nicht nur nach Afrika geführt haben, sondern auch nach Moskau und Paris, in die Türkei, nach Indien und in viele andere Länder der Welt.

Seine Werke wurden über Jahrzehnte hinweg weltweit ausgestellt, unter anderem 1984 in der Botschaft Senegals in Moskau, sowie 1996 in der Beyogly Munchipal Art Gallery in Istanbul. 1985 war er unter anderen in der Caucasion Biennale in Dagestan und 2002 in der Asian Art Biennale in Dhaka, Bangladesch vertreten. Viele seiner Werke befinden sich heute in bedeutenden Sammlungen, so im Aserbaijan State Museum of Art in Baku, dem Moscow North Art Museum, dem Senegal State Art Mu-seum und im Tebriz Shaxriyar State Museum in Baku.

Die Ausstellung Arif Aziz – Kunst aus Aserbaidschan zeigt einen chronologischen Überblick aus der langjährigen Schaffenszeit dieses bedeutenden aserbaidschanischen Künstlers.

Besucher-Informationen
Öffnungszeiten Di – So 11 – 17 Uhr
Tarife 11 €, ermäßigt 9 €, Familientarif 22 €
Freier Eintritt mit Oberrheinischem Museumspass

Führungen
Kostenfreie öffentliche Führung bei regulärem Eintrittspreis am 2. Mittwoch im Monat ab 17 Uhr Privatgruppen nach Voranmeldung ab 80 € zzgl. Eintritt p.P.
Sonderführungen und Events: siehe Internet

(Presseinfo: kunsthalle messmer, Riegel a.K., vom 13.2.15)

Mehr? Hier klicken -> www.kunsthallemessmer.de


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