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Kreis Emmendingen - Endingen

23. Apr 2015 - 18:10 Uhr
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Maikäferplage am Kaiserstuhl wird aus der Luft bekämpft - 220 Hektar Waldrand per Hubschrauber mit biologischem Mittel besprüht

2015 ist wieder ein Hauptflugjahr der Maikäfer. Besonders betroffene Gebiete am Kaiserstuhl werden mit einem speziellen biologischen Spritzmittel per Hubschrauber besprüht. Der Käfer selbst ist gar nicht der Hauptschädling. Seine Larve, der Engerling, richtet jedoch alle drei Jahre regelmäßig große Schäden an Reben, Obstbäumen, Erdbeeren, Gemüseanpflanzungen und Baumschulen an. Der Dreijahres-Rhythmus hängt mit dem Entwicklungszyklus der Maikäfer zusammen, die als Larven drei Jahre vom Wurzelfraß leben.
Seit gestern wird der Maikäfer nun aus der Luft bekämpft. Dabei werden insgesamt 220 Hektar besprüht, wobei Biotope und die zahlreichen Naturschutzgebiete am Kaiserstuhl ausgespart werden. Die Leitung der Bekämpfungsaktion hat Dr. Michael Glas, stellvertretender Direktor des Landwirtschaftlichen Technologiezentrum in Karlsruhe. Dr. Glas beobachtete im Vorfeld die Entwicklung der Maikäferlarven im Boden. Dazu wurden an zahlreichen Stellen Bodenproben genommen und nach den Schädlingen untersucht. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse hat man die Bekämpfungsstrategie gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Freiburg und den Gemeinden entwickelt. Ein Gebiet von Bötzingen über Endingen bis nach Bischoffingen ist besonders stark von den Schädlingen befallen.

Mit der Bekämpfung per Hubschrauber wurde die Spezialfirma Meravo aus dem schwäbischen Oedheim beauftragt, die den Auftrag mit firmeneigenen Hubschraubern durchführt. Dabei wird das Mittel Neem-Azal TS versprüht, dessen Wirkstoff aus den Kernen des indischen Niem-Baumes gewonnen wird. Das Mittel wirkt nur bei blattfressenden Insekten und verhindert wirkungsvoll die Fortpflanzung der Maikäfer.

Mit jedem Flug, der zwischen acht und siebzehn Minuten dauert, bedeckt Pilot Will Pfennig vier Hektar Fläche mit dem biologischen Wirkstoff. Danach muss Pfennig wieder landen und die Wirkstofftanks neu befüllen. Mit den, im Obst- und Weinbau üblichen Sprühgeräten werden die Maikäfer nicht erreicht, da sich diese zum Fressen und Paaren vorwiegend in den Baumwipfeln am Waldrand aufhalten. Zusätzlich zum Hubschraubereinsatz werden Feldgehölze und Steilhänge von Bodentrupps behandelt.

Die Kosten der groß angelegten Pflanzenschutzaktion werden zu 60% vom Land Baden-Württemberg und zu 40% von den Gemeinden übernommen. Zusätzlich stellen die Gemeinden das notwendige Wasser zur Verdünnung des Wirkstoffs bereit. Beim Regierungspräsidium Freiburg ist Friederike Maass für den Pflanzenschutz zuständig, für die Stadt Endingen sorgt Hauptamtsmitarbeiter Christian Burkhard für die reibungslose Durchführung der Aktion.

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