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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

21. Nov 2019 - 11:32 Uhr Diagnose Krebs (© Fotolia Foto Africa Studio)
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„Diagnose Krebs und nun?“ - Gesundheitsforum am 11. Dezember 2019 im Bürgerhaus Seepark

Jedes Jahr erhalten laut der Deutschen Krebsgesellschaft etwa 500.000 Deutsche die Diagnose Krebs. Das RKK Klinikum, das Zentrum für Strahlentherapie und das Sigma-Zentrum Bad Säckingen laden ein zum Gesundheitsforum „Diagnose Krebs und nun?“ am Mittwoch, 11. Dezember 2019 um 19:00 Uhr im Bürgerhaus Seepark (Gerhart-Hauptmann-Straße 1 in Freiburg). Interessierte haben die Möglichkeit, sich aus erster Hand über psychoonkologische psychoonkologischen Unterstützung bei der Diagnose Krebs zu informieren. Dr. med. Dr. phil. Martin Dornberg (Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im RKK Klinikum) erläutert die Ziele und Aufgaben der psychoonkologischen Unterstützung. PD Dr. med. Christian Weißenberger (Leiter des Zentrums für Strahlentherapie) erklärt, welche Belastungsfaktoren bei Krebs auftreten können und welche Rolle die Psyche im Verlauf von Krebserkrankungen spielt. Professor Dr. med. Christoph Bielitz (Ärztlicher Direktor des Sigma-Zentrums Bad Säckingen) informiert über zusätzliche Angebote im privatärztlichen Bereich. Die Referenten stehen auch nach ihren Vorträgen für Fragen zur Verfügung. Der Eintritt ist kostenfrei, aufgrund der begrenzten Kapazität ist eine Anmeldung erforderlich (info@sigma-akademie.de, Telefon 07761 55 66 311).

Die Diagnose Krebs ist eine erschütternde Feststellung, die bei vielen Betroffenen Ängste und Sorgen auslöst und nicht selten auch zu Traumafolgestörungen führt. „Gelingt es nicht, Gedanken und Gefühle mitzuteilen, sind häufig depressive Verstimmungen und Schwankungen des seelischen Gleichgewichts die Folge“ erläutert Dr. med. Dr. phil. Martin Dornberg. Obwohl die Psychoonkologie für eine patientenzentrierte onkologische Versorgung unabdingbar ist, fehlen in Deutschland für sehr junge aber auch für betagte Patienten etablierte psychoonkologische Versorgungskonzepte. Die Psychoonkologie im RKK Klinikum und im Sigma-Zentrum Bad Säckingen unterstützt diese Patientengruppen mit ihren Angehörigen bei der Verarbeitung der Krankheit und hilft ihnen, in belastenden Situationen Mut, Kraft und Hoffnung zu schöpfen. Die sich auch an Angehörige von an Krebs erkrankten Menschen richtende Behandlungsangebote tragen der Tatsache Rechnung, dass die Fragen und Problemlagen bei einer Krebserkrankung sowohl medizinisch als auch psychologisch adressiert werden müssen und Onkologie und Psychoonkologie nicht getrennt voneinander gesehen werden dürfen

„Die Ängste der an Krebs Erkrankten sind zum großen Teil existenzielle Ängste“, weiß PD Dr. med. Christian Weissenberger aus der Praxis zu berichten und ergänzt: „Der Verlauf der Erkrankung ist oft nicht vorhersehbar, nicht kontrollierbar, sondern unberechenbar, eine Zerreißprobe zwischen Hoffnungen und Befürchtungen, eine Achterbahn der Gefühle.“ Patienten erleben die anhaltende Bedrohung, die nicht von außen, sondern aus dem eigenen Körper kommt, oft wie eine tickende Zeitbombe, die jederzeit losgehen kann und der sie sich hilflos ausgeliefert fühlen. Das Zentrum für Strahlentherapie setzt deshalb auf eine hochmoderne strahlentherapeutische Behandlung nicht nur mit fachlicher Qualität, sondern insbesondere mit sozialer Kompetenz.

„Lebensbedrohliche Erkrankungen wie Krebs können auch Depressionen auslösen, die oftmals zu einer Abwärtsspirale führen, weil sie dem Patienten den Lebensmut rauben, die Immunabwehr schwächen und dadurch die Kraft nehmen, gegen die Krebserkrankung zu kämpfen“ berichtet Professor Dr. med. Christoph Bielitz. Dabei sind die Problemlagen und daraus resultierenden psychosozialen Bedürfnisse von Krebspatienten je nach Lebensphase, in der die Erkrankung auftritt, oft sehr unterschiedlich. Bei betagten Patienten bestehen z.B. häufig Multimorbidität und daraus resultierend schwierige Behandlungsentscheidungen, aber auch Probleme der Alltagsbewältigung oder Gefahren von sozialer Vereinsamung. Bei sehr jungen Menschen kann die Krankheit psychische und soziale Entwicklungsvorgänge beeinträchtigen, die Betroffenen haben aber gleichzeitig weniger Verarbeitungsmöglichkeiten, mit Lebenskrisen umzugehen als ältere Patienten.

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