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Ortenaukreis - Lahr

5. Mai 2021 - 11:42 Uhr

„Wärme mit Weitblick“: Klimafreundliche Fernwärme für Lahr - Badenova Tochter WÄRMEPLUS verdichtete Netz

Das Fernwärmenetz in Lahr wuchs auch in den vergangenen Monaten weiter: Die badenova Tochter WÄRMEPLUS hat das Netz verdichtet, so dass immer mehr Haushalte, Behörden und Unternehmen von den Vorteilen profitieren.

„Die Fernwärme leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in unserer Stadt“, so Lahrs Baubürgermeister Tilmann Petters. Eine effiziente Wärmeversorgung sei für Lahr von großer Bedeutung.

„Wärme mit Weitblick“, nennt Klaus Preiser, Geschäftsführer von WÄRMEPLUS, die Fernwärme. Schon seit 1989 betreibt das Unternehmen (vormals „Wärmeversorgung Lahr“, WVL) im Lahrer Osten eine zentrale Wärmeerzeugungsanlage, die auch Strom erzeugt.

Ein ursprünglich rund 10,5 km langes Wärme-Leitungsnetz versorgte Haushalte und Gewerbe mit Wärme. 2014 und 2019 wurde die Energiezentrale rundumsaniert. Dies war die Grundlage für die Erweiterung der Fernwärmeleitung in Richtung Kanadaring sowie Kaiser- und Lotzbeckstraße. „Diese Maßnahme begrüßen wir ausdrücklich, da Fernwärme nicht nur umweltfreundlich ist, sondern viele weitere Vorteile für die Verbraucher mit sich bringt“, so Tilmann Petters. Zudem leiste das Blockheizkraftwerk (BHKW) in der Energie-zentrale einen wichtigen Beitrag zur Energiewende insgesamt. Konkret bedeutet das: Es stellt nicht nur Wärme, sondern auch Grundlaststrom zur Verfügung. Dieser kann im Zusammenspiel mit den erneuerbaren Energien innerhalb kurzer Zeit zu- oder abgeschaltet werden. „Flexibel steuerbare Grundlasterzeuger sind wichtig, wenn große Grundlasterzeuger wegfallen“, erklärt Klaus Preiser, Geschäftsführer badenovaWÄRMEPLUS. Eines der drei BHKW-Module der Lahrer Energiezentrale trägt den Namen eines griechischen Feldherrn „Hannibal“.

Es besitzt eine Leistung von 2.800 PS und wird mit regionalem Biomethan, das ist Biogas, das z.B. in Forchheim vor den Toren Lahrs erzeugt und auf Erdgasqualität aufbereitet wird, betrieben. Ein weiteres BHKW ist benannt nach der Klimaschutzaktivistin „Greta“, dieses liefert 1.400 PS, ein weiteres mit 263 kWel steht im „Alten Heizwerk“ und speist ebenfalls in das Wärmenetz ein und für den Eigenstrom der ganzen Anlage läuft zusätzlich auch noch ein kleines BHKW, auf Erdgasbasis. Alle BHKW-Module nutzen zudem die Wärme aus den Motoren und den Abgasen und speisen diese in das Wärmenetz ein. Per Rohrleitung gelangt diese Fernwärme zu den Lahrer Abnehmern und Verbrauchern.

Lahrer Fernwärmenetz wuchs:
Da die Nachfrage für die Lahrer Fernwärme immer größer wurde, wuchs das Netz auf über 26 Kilometer und es versorgt mehr als 170 Kunden, was in etwa 4.000 Haushalten entspricht. Das Wärmenetz verläuft wie folgt: Vom Heizkraftwerk im Mauerweg 1 kreuzt die Fernwärmeleitung im Süden die B415, verläuft am ehemaligen Obi vorbei und versorgt bis zur Hirtenstraße einen Teil von Mietersheim. Westlich des Mauerweges kreuzt die Trasse die B3 parallel zur Schwarzwaldstraße und endet in der Vogesenstraße. Nördlich des Heizkraftwerkes findet sich die Erweiterung des Kanadarings. Das vom Mauerweg aus gesehen östliche Wärmenetz verläuft zwischen den Gebäuden Am Mauerfeld und mündet in der Schwarzwaldstraße. In dieser verläuft die Trasse bis in die Jammstraße bzw. Kaiserstraße.

Beitrag für ein klimafreundliches Lahr:
Die erzeugte Wärmemenge in der Energiezentrale in Lahr beträgt 23,5 Mio. Kilowattstunden im Jahr (kWh/a). Die BHKW-Module erzeugen eine elektrische Strommenge von jährlich 15,9 Mio kWh/a. Das entspricht dem jährlichen Wärmeverbrauch von rund 3.250 Personen und dem jährlichen Stromverbrauch von ca. 10.400 Personen. Durch die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und den Einsatz der BHKW-Module werden bis zu 40% Primärenergie eingespart. Durch den Einsatz von Biomethan verbessert sich die Klimabilanz gegenüber dem Einsatz von konventionellen Kesselanlagen und von reinem Erdgas erheblich. 5.100 Tonnen Kohlendioxid werden in der Energiezentrale in Lahr jedes Jahr eingespart. „Ein wichtiger Schritt für ein klimafreundliches Lahr, das die Herausforderungen der Zukunft aktiv gestalten will“, sagte Tilman Peters, Lahrs Baubürgermeister. Denn die Energiewende sei aktuell eine der großen Herausforderungen für die Kommunen, so Petters. Deutschland hat sich in Paris verpflichtet, bis 2050 „klimaneutral“ zu sein. Während man laut Klaus Preiser im Bereich des Stromes schon auf gutem Wege ist – mehr als 40 Prozent des bundesweiten Stroms wird regenerativ erzeugt – steht das Land bei der „Wärmewende“ noch am Anfang. Und dies obwohl in Deutschland etwa 52 Prozent des gesamten Endenergiebedarfs für Raumheizung und Prozesswärme benötigt wird, liegt der regenerative Anteil bei nur mageren 15 Prozent.

Kommunale Wärmeplanung bis 2023:
Rund 100 kreisfreie Städte und große Kreisstädte in Baden-Württemberg müssen bis Ende 2023 eine kommunale Wärmeplanung aufstellen. So sieht es das Klimaschutzgesetz des Landes Baden-Württemberg vor. Auch hieran arbeitet die Stadt Lahr laut Baubürgermeister Petters mit Nachdruck.

Fernwärme bietet viele Vorteile:
Die Kunden müssen sich nicht um die Brennstoffbeschaffung kümmern, keine Wartung- oder Reparatur beauftragen und keinen Schornsteinfeger bestellen. Die gesetzlichen Vorgaben des Eneuerbaren Wärme Gesetzes von Baden-Württemberg und des Erneuerbaren Energien Wärme Gesetzes des Bundes werden erfüllt. Die dafür notwendige, ökologische Qualität der Fernwärme spiegelt sich in einem niedrigen Primärenergiefaktor wider. Kostenmäßig steht die Fernwärme den konventionellen Erzeugungstechniken dabei in nichts nach. Zudem besitzt Fernwärme einen niedrigen Primärenergiefaktor und ist kostenmäßig vergleichbar mit dezentralen fossil betriebenen Kesselanlagen. Die Summe all dieser Argumente führt dazu, dass sich immer mehr Kunden aktiv für einen Fernwärmeanschluss entscheiden. „Sicher, komfortabel, kostentransparent und umweltfreundlich – mit einem Anschluss an die Fernwärme trägt jeder aktiv zur Energiewende bei und kann gleichzeitig den Rundum- Service der Wärmeplus genießen. Diese Argumente überzeugen immer mehr Verbraucher, so dass wir kaum mit dem Ausbau unserer Fernwärmenetze nachkommen.“, so Geschäftsführer Preiser. Neu ans Netz kamen folgende größere Verbraucher: Die Theodor-Heuss-Schule und ein größeres Objekt in der Ludwigstraße.

Infos zu badenovaWÄRMEPLUS:
Das Unternehmen betreibt und verantwortet viele Wärmenetze in der Region. Deren Gesamtnetzlänge beträgt über 120 km. Dahinter stehen rund 2.000 Netzanschlüsse. Manche Wärmenetze werden mit Partnern betrieben wie in der Wärmegesellschaft Kehl, in der Badenweiler Energie GmbH oder der Wärme Südwest GmbH. Aktuell sind 106 Mitarbeiter bei badenovaWÄRMEPLUS beschäftigt. Jährlich werden rund 300 Gigawattstunden (GWh) Wärme, 130 GWh Strom und 80 GWh Biogas produziert.


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