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RegioTrends

Breisgau-Hochschwarzwald - Staufen

28. Jul 2021 - 15:05 Uhr

Konjunkturbericht präsentiert: Schwarzwald AG trotz Aufwind nur im gebremsten Steigflug - Mittelständische Industrie im Südwesten erholt sich gut vom Corona-Einbruch und leidet unter Lieferengpässen

Konjunkturbericht präsentiert: Schwarzwald AG trotz Aufwind nur im gebremsten Steigflug.
Von links: WVIB-Hauptgeschäftsführer Christoph Münzer, Gastgeber Rüdiger Ruh (Geschäftsführer der OWIS GmbH) und WVIB-VPräsidiumsmitglied Bert Sutter. 

REGIOTRENDS-Foto: Jens Glade
Konjunkturbericht präsentiert: Schwarzwald AG trotz Aufwind nur im gebremsten Steigflug.
Von links: WVIB-Hauptgeschäftsführer Christoph Münzer, Gastgeber Rüdiger Ruh (Geschäftsführer der OWIS GmbH) und WVIB-VPräsidiumsmitglied Bert Sutter.

REGIOTRENDS-Foto: Jens Glade
Die Unternehmen der Schwarzwald AG haben sich im zweiten Jahr der Corona-Pandemie vom Einbruch des vergangenen Jahres gut erholt. Die Auftragsbücher sind fast überall so gut wie voll. Nur die Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten bremsen den Aufschwung.
Diese Schlüsse zog jedenfalls der Wirtschaftsverband industrieller Unternehmen Baden e.V. (WVIB) anhand der Ergebnisse der Sommer-Konjunkturumfrage seiner Mitglieder und gab sie im Rahmen einer Pressekonferenz am heutigen Mittwoch in Staufen bekannt.

„Wir fahren mit angezogener Handbremse bergauf“, beschrieb WVIB-Hauptgeschäftsführer Christoph Münzer die konjunkturelle Lage der Schwarzwald AG-Mitgliedsunternehmen.
So meldeten die befragten rund 1.000 Unternehmen für das erste Halbjahr 2021 einen Umsatzzuwachs von über 15 Prozent. Nach einem Rückgang im vergleichbaren Vorjahreszeitraum von zwölf Prozent eine mehr als deutliche Steigerung.

Damit ist inzwischen in vielen Bereichen sogar das Niveau vom Jahr vor Corona bereits überschritten. „Der kalte Schweiß der Coronakrise ist überraschend dem heißen Schweiß der Jagd nach Rohstoffen und Komponenten gewichen“, versuchte Münzer die Lage zu beschreiben. Dies gelte vor allem für Elektrobauteile, Granulate, Stahl und Holz.
Dabei trage der Aufschwung in den USA und in China zur positiven Bilanz bei. „Wir exportieren uns quasi aus der Rezession heraus“, so der Hauptgeschäftsführer.
Besonders überraschend ist, dass die Konjunktur im Automobil-Zulieferbereich besonders stark angezogen hat. Der Weltmarkt fordert SUV’s und Dieselfahrzeuge. Außerdem ist Deutschland in 2021 zum größten Hersteller von Elektrofahrzeugen gewachsen. Eine Entwicklung, die Münzer mit „Totgesagte leben länger“ kommentierte.

Die meisten Unternehmen plagen inzwischen völlig andere Probleme als noch vor einem Jahr. Hygiene-Konzepte, Kurzarbeit und Homeoffice sind längst verkraftet und staatliche Hilfen wurden weniger benötigt als befürchtet. Jetzt sind es die fehlenden Rohstoffe und der Mangel an Vorprodukten, die den Unternehmen zu schaffen machen.
Münzer warnte deshalb: „Nachschubprobleme sind Wohlfahrtsverluste. Wenn die Produktion steht, gibt es nur Kosten ohne Umsatz.“ Das sei kein kleiner Wehrmutstropfen, sondern ein ausgewachsenes Problem“, so Münzer.

Über zwei Drittel (71 Prozent) der Unternehmen meldeten trotzdem steigende Umsätze und nur knapp jedes dritte sinkende Werte (27 Prozent).

Auch der Auftragseingang steigt mit 28,7 Prozent deutlich. Drei von vier Betrieben meldeten verbesserte Auftragseingänge, nur jedes achte Unternehmen (zwölf Prozent) eine schlechtere Auftragslage.

Das wirkt sich auch auf die Zukunftserwartung aus: 44 Prozent erwarten für den Rest des Jahres steigende, nur acht Prozent sinkende Umsätze. Optimistisch auch die Einschätzung der Auftragseingänge: 27 Prozent rechnen mit steigenden, nur 15 Prozent mit rückläufigen Aufträgen.

Das spiegelt sich auch in der Ertragslage wider. Lediglich jeder achte Befragte meldete eine schlechtere Ertragslage, der Rest entweder eine gleichbleibende (44 Prozent) oder sogar eine verbesserte Ertragssituation (ebenfalls 44 Prozent).
Etwas vorsichtiger sieht es bei der zukünftigen Einschätzung aus. Hier rechnet die Mehrheit mit gleichbleibenden Erträgen (70 Prozent). Nur wenige (acht Prozent) gehen von fallenden Erträgen aus. Der Rest (22 Prozent) blickt optimistisch in eine ertragreichere Zukunft.

Der Beschäftigungsmotor, der im letzten Jahr ins Stocken geraten war, nimmt wieder Fahrt auf. Nur 36 Prozent der Unternehmen hat 2021 Personal abgebaut. Über die Hälfte (51 Prozent) der Betriebe hat 2021 dagegen schon wieder Personal zugebaut. 43 Prozent rechnen auch zukünftig mit steigenden Mitarbeiterzahlen und nur sieben Prozent rechnen mit einer negativen Personalentwicklung.

Jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent) meldet gegenüber dem Vorjahr wieder eine bessere Kapazitätsauslastung. Immer noch verschlechtert hat sich die Auslastung bei 36 Prozent der Betriebe.

Die Investitionsquote ist gegenüber dem Vorjahr gesunken (von 6,4 auf 3,9 Prozent). Das hat auch mit den im gleichen Zeitraum gestiegenen Umsätzen zu tun. Hier sehen die Unternehmer jedenfalls optimistisch in die Zukunft. 38 Prozent gaben an, noch in diesem Jahr investieren zu wollen.

Auf die Zusatzfrage der Umfrage im Hinblick auf die bevorstehende Bundestagswahl („Welcher Koalition trauen Sie wirtschaftspolitisch am meisten zu“) antworteten die Befragten nicht unerwartet zu 57,4 Prozent mit „Schwarz-gelb“. Auch „Schwarz-grün“ mit 19,6 Prozent und „Schwarz, Rot, grün“ mit 16,2 Prozent trauen die Unternehmer eine gewisse Kompetenz zu. Eine erneute große Koalition dagegen genießt mit 0,9 Prozent wenig Vertrauen.

„Der industrielle Mittelstand hat die Coronakrise weitgehend überwunden“, zog Christoph Münzer ein Resümee. Er stecke jedoch mitten im ökologisch geprägten Wandel. Lieferengpässe belasteten die kräftige Erholung auch mittelfristig.

Im Anschluss an die Pressekonferenz stellte Gastgeber Rüdiger Ruh, Geschäftsführer der OWIS GmbH, sein Unternehmen vor.

Das mittelständische inhabergeführte Unternehmen mit Sitz in Staufen im Breisgau entwickelt und fertigt hochpräzise Produkte und Lösungen für wissenschaftliche Einrichtungen und Industrieunternehmen weltweit. In der Lasertechnologie liegt die Stärke des Unternehmens. OWIS wird in der Mess- und Prüftechnik, Forschung und Wissenschaft, Halbleiterindustrie, Biotechnologie und Medizintechnik, Bildverarbeitung und Sensorik, Analytik und Diagnostik seit Jahrzehnten geschätzt.
Das Unternehmen existiert seit 40 Jahren, beschäftigt rund 50 qualifizierte Mitarbeiter und ist in 22 Ländern der Erde vertreten.

Geschäftsführer Rüdiger Ruh hat OWIS zum Jahresanfang zusammen mit seiner Ehefrau Annette übernommen.

Zu den Produkten des Unternehmens gehören Strahlführungssysteme, optische Komponenten sowie manuelle und motorgetriebene Positionierer.


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