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16. Apr 2025 - 12:47 Uhr

wvib-Umfrage: Schlüsselbranche blickt skeptisch in die Zukunft - Maschinenbau kämpft mit Bürokratie und Nachfrageflaute


Der exportorientierte Maschinenbau kämpft mit einer schwierigen Geschäftslage. Während Deutschland als Standort weiter an Attraktivität verliert, hoffen auch kleinere Unternehmen der technologiegetriebenen Branche zunehmend auf das Ausland. Eine aktuelle Umfrage der wvib Schwarzwald AG zeigt, wie es um die Branche steht. Gerade strukturelle Probleme des Standorts bremsen das Geschäft mit Investitionsgütern „Made in Germany“. Besonders Bürokratie und Regulierung setzen den Unternehmen zu.

wvib-Hauptgeschäftsführer Dr. Christoph Münzer: „Die Branche steckt in einer tiefen Krise. Nicht, weil sie neue Technologien verschlafen hat - sondern weil das Exportgeschäft durch Wettbewerb aus Billiglohnländern, Handelskonflikte und schwache Nachfrage deutlich schwieriger geworden ist. Bürokratie und Regulierung hängen wie ein Mühlstein um den Hals der Unternehmen. Daran kann die Politik etwas ändern - und sie sollte es dringend tun.“

Die Branche steckt in roten Zahlen:
Nur neun Prozent der Unternehmen bewerten ihre Ertragslage aktuell als „gut“. Die Mehrheit der Befragten (48 Prozent) bezeichnet sie als „befriedigend“, 43 Prozent sogar als „schlecht“. Der Blick in die Zukunft bleibt düster: Nur neun Prozent der Maschinenbauer erwarten eine Verbesserung der Ertragslage, während 30 Prozent mit geringeren Erträgen rechnen. Rund 60 Prozent gehen davon aus, dass sich die Situation stabilisiert.

Kurzarbeit und Stellenabbau:
Kurzarbeit, einst als Mittel zur Überbrückung wirtschaftlicher Schocks gedacht, wird von fast der Hälfte der Maschinenbau-Unternehmen genutzt. 48 Prozent setzen sie bereits ein, 7 Prozent planen die Einführung. Trotz der Verlängerung des Kurzarbeitergeldes auf 24 Monate wollen 44 Prozent der Unternehmen in diesem Jahr Personal abbauen. Nur 7 Prozent beabsichtigen, ihre Mitarbeiterzahl in diesem Jahr zu erhöhen.

Wachstumsbremsen: Bürokratie und Nachfrageschwäche
Die Umfrage belegt, dass die größten Hemmnisse für die Unternehmen vor allem politischer Natur sind. An erster Stelle steht zwar die fehlende Nachfrage, es folgen aber Bürokratie und Regulierung. Weitere Faktoren wie politische Instabilität, hohe Lohnkosten, das Steuersystem und der zunehmende internationale Wettbewerb werden ebenfalls als Wachstumsbremsen genannt.

Fachkräftemangel verliert an Bedeutung:
Der Fachkräftemangel zählt nicht mehr zu den größten Herausforderungen der Branche. Als geringere Herausforderung werden von den Unternehmen nur Lieferkettenprobleme und Finanzierungsbedingungen eingeordnet.

Deutschland verliert – der Rest der Welt gewinnt:
Deutschland verliert als Industriestandort und Absatzmarkt weiter an Attraktivität. Während die Aussichten für den Maschinenbau in den USA, Asien und Osteuropa relativ positiv bewertet werden, schätzen 56 Prozent der Befragten die Zukunftsperspektiven hierzulande als „schwach“ ein. Weitere 15 Prozent sprechen sogar von „sehr schwach“.

Technologischer Wandel keine Herausforderung:
Das Geschäftsmodell der Branche steht vor einer unklaren Zukunft. Die größten Risiken sehen die Unternehmen in Handelskonflikten, einer Zunahme von Bürokratie und geopolitischer Unsicherheit. Der demografische Wandel steht auf Platz drei, während der damit zusammenhängende Fachkräftemangel den sechsten Rang belegt. Weitere Risiken für die Zukunft sind der Wettbewerb aus Billiglohnländern sowie die Gefahr von Cyberangriffen. Globale Nachfrage und Umweltauflagen landen in der Prognose ebenfalls im Mittelfeld.

Der technologische Wandel wird von nur wenigen Maschinenbau-Unternehmen als Gefahr für das Geschäft betrachtet. Weiter unten im Risiko-Ranking landen lediglich die Gefahr von Rohstoffknappheit und globalen Pandemien.

Die von Cluster-Manager Stefan Fuchs durchgeführte Umfrage wurde von 54 CEOs im wvib-Cluster Maschinenbau beantwortet. Die meisten davon sind KMU: 57 Prozent der befragten Unternehmen verfügen über weniger als 100 Mitarbeitende, 22 Prozent haben zwischen 101 und 250 Beschäftigte. Die Umfrage wurde vor den jüngsten Zollankündigungen der USA durchgeführt.

(Presseinfo: Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden e.V., 16.04.2025)


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