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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

Mittwoch, 17. April, 18 Uhr: Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens - Bei einer Podiumsdiskussion steht das kontroverse Modell „Open Access“ zur Debatte

„Publish or perish“ lautet ein berühmter Leitsatz aus dem
Wissenschaftsbetrieb: Wenn Akademikerinnen und Akademiker ihre
Arbeiten nicht regelmäßig veröffentlichen, riskieren sie, dass ihre Karriere
endet. Doch die Verschiebung von Print- zu Online-Medien hat das
Publizieren verändert: Verlage suchen nach neuen Geschäftsmodellen, aber
diese werden von vielen Forschenden kontrovers diskutiert. Der „Open
Access“ etwa soll alle Forschungsinhalte frei verfügbar machen. Doch wie
kann sich solch ein System finanzieren? Sollen die Autorinnen und Autoren
für ihre Publikationen selbst zahlen? Und durchläuft eine wissenschaftliche
Arbeit dann nach wie vor die „peer review“, die Qualitätskontrolle des
Fachkollegiums? In dieser Umbruchphase des wissenschaftlichen
Publizierens herrscht große Unsicherheit darüber, wie sich die Forschung,
die Verlage und Fördereinrichtungen positionieren. Bei der öffentlichen
Podiumsdiskussion „The Future of Academic Publishing“ am

Mittwoch, 17. April 2013, 18 Uhr in der Aula,
Kollegiengebäude I, Platz der Universität,

geht es um die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens. Auf dem
Podium diskutieren Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der
Universität Freiburg, Angelika Lex, Vice President Academic Relations des
niederländischen Wissenschaftsverlags Elsevier, Dr. Johannes Fournier,
Programmdirektor der Gruppe Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und
Informationssysteme von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, und Karl
Ziemelis, Chefredakteur des renommierten Fachmagazins „Nature“ aus
London/Großbritannien. Der Wissenschaftsjournalist Ralf Krauter, der im
Deutschlandfunk die Sendung „Forschung Aktuell“ moderiert, wird die
Diskussion leiten.

Die politische Brisanz des Open-Access-Modells verdeutlicht zum Beispiel
der „FINCH REPORT“ aus Großbritannien: Die britische Regierung bekennt
sich darin zum Modell des so genannten „Gold Open Access“, bei dem statt
der Leserschaft die Autoren die Publikationskosten tragen. In einer kürzlich
publizierten Stellungnahme des „Office of Science and Technology“ schlägt
die US-amerikanische Regierung dagegen vor, die Kosten, die für Autoren
mit Open Access entstehen, mit einer staatlich finanzierten Initiative
aufzufangen.

Die Podiumsdiskussion ist öffentlich und kostenlos. Sie findet auf Englisch
statt und richtet sich an alle Interessierten aus Hochschule, Wissenschaft,
der breiten Öffentlichkeit sowie an Medienvertreterinnen und -vertreter. Eine
Anmeldung ist nicht erforderlich.

(Presseinfo: Melanie Hübner, Universität Freiburg, Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, 10.04.2013)


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