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Kreis Emmendingen - Emmendingen

1. Mar 2016 - 12:29 Uhr

NABU-Projekt "Ökotürme" der Kreisgruppe Emmendingen ausgezeichnet - Landrat Hurth verlieh Urkunde der UN

NABU-Projekt "Ökotürme" der Kreisgruppe Emmendingen ausgezeichnet - Martin Neub (Vorsitzende NABU Kreisgruppe Emmendingen, rechts) und Landrat Hanno Hurth
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Das Projekt "Ökotürme - neuer Wohnraum für Vögel, Fledermäuse & Co." der NABU-Kreisgruppe Emmendingen wurde heute als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Die Auszeichnung wurde von Landrat Hanno Hurth beim Ökoturm im Goethe-Park hinter dem Rathaus im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade an Martin Neub, den Vorsitzenden des NABU Kreis Emmendingen übergeben. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.

"Diese Umspannstation ist zwar nicht für Menschen, aber für Tiere geeignet", erläuterte Naub anlässlich der Ehrung. "Dieses Demonstrations-Objekt zeigt zudem, was man auch zuhause machen kann", führte er weiter aus.
Landrat Hurth würdigte die Arbeit der NABU-Kreisgruppe: "Ich kann sie nur ermuntern, so weiter zu machen!".
Bei einem Glas Sekt oder Saft wurde der Ökuturm von den Gästen in Augenschein genommen.

Das ausgezeichnete Projekt der NABU-Kreisgruppe:

Die NABU-Kreisgruppe Emmendingen gestaltete drei nicht mehr genutzte Umspannstationen zu Ökotürmen um, mit einer Vielzahl von Wohnmöglichkeiten für verschiedene Tierarten. Die drei Türme sind über das Kreisgebiet verteilt und stehen in Ortsbereichen mit naturnaher Umgebung: Im Goethepark in Emmendingen, in Bleibach und in Herbolzheim. Mitglieder der NABU-Gruppe stabilisierten vorhandene Böden oder zogen neue ein, um dann in verschiedenen Stockwerken selbstgebaute Nisthilfen für Turmfalken, Schleiereulen und Dohlen zu installieren. Im rebgeländenahen Herbolzheimer Turm wurde sogar ein Brutraum für den Wiedehopf geschaffen. An allen vier Außenwänden wurden verschiedenste Kunstnester für höhlen- und halbhöhlenbrütende Vögel, Fledermäuse und Wildbienen aufgehängt. In den Emmendinger und Bleibacher Ökoturm kamen in die Wand integrierte Nistkästen, in denen man vom Innern des Turms aus ohne Störung das Brutgeschäft von Höhlenbrütern beobachten kann. Das variable Angebot an Nisthilfen diente auch dem Zweck, die vorbeikommende Bevölkerung zu informieren, welche Möglichkeiten es für die Ansiedlung von Tierarten im eigenen Wohnumfeld gibt. Hierzu entstand eine plastische Informationstafel. Im Projekt besonders eingesetzt haben sich die NABU-Mitglieder Manfred Ehrler, Angela Fremmer, Horst Reinbold, Reinhold Schelb und Fritz Stiene.
Als Kooperationspartner beteiligten sich Jugendliche der Esther-Weber-Schule durch Bemalung des Turmes mit Naturmotiven und der Kindergarten in Bleibach durch die Innengestaltung eines Wildbienenhauses.

Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein bedeutendes Zeichen für das Engagement für die biologische Vielfalt in Deutschland gesetzt. Erfolgreich besiedelt wurden die Ökotürme bisher von Turmfalken, Dohlen, Staren, Gartenrotschwänzen, Kohlmeisen, Blaumeisen sowie verschiedenen Wildbienenarten und Hornissen.
Mit dem demonstrativen Angebot an Nisthilfen und der Öffentlichkeitsarbeit konnte erreicht werden, dass die Besucher verinnerlichten, auch selbst etwas für die Steigerung der urbanen Artenvielfalt zu tun. Dieser Einsatz hat die Juroren und Jurorinnen des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt. Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält die NABU-Kreisgruppe Emmendingen einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die bunte Vielfalt und einzigartige Schönheit der Natur steht, zu deren Erhaltung das Proejkt „Ökotürme – neuer Wohnraum für Vögel, Fledermäuse & Co.“ einen wertvollen Beitrag leistet. Ab sofort wird das Projekt auf der deutschen UN-Dekade-Webseite unter www.undekade-biologischevielfalt.de vorgestellt.

Das ausgezeichnete Projekt hat an dem Wettbewerb der UN-Dekade Biologische Vielfalt teilgenommen, eine namhafte Jury hat über die Qualität der eingereichten Projekte entschieden. Der fortlaufende Wettbewerb wird von der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt mit Sitz in Hürth ausgerichtet. Die Auszeichnung dient als Qualitätssiegel und macht den Beteiligten bewusst, dass ihr Einsatz für die lebendige Vielfalt Teil einer weltweiten Strategie ist. Möglichst viele Menschen sollen sich von diesen vorbildlichen Aktivitäten begeistern lassen und die ausgezeichneten Projekte als Beispiel zu nehmen, selbst im Naturschutz aktiv zu werden.

Biologische Vielfalt ist alles, was zur Vielfalt der belebten Natur beiträgt: Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen, ihre Wechselwirkungen untereinander und zur Umwelt sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt der Lebensräume. Die natürliche Vielfalt zu schützen, bedeutet nicht nur, die Schönheit der Natur zu bewahren. Es bedeutet auch, die Grundlagen des Überlebens von uns allen zu sichern.

Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu strebt die deutsche UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Deutschland an. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte soll dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen.

Interessierte Einzelpersonen, ehrenamtlich Tätige und Institutionen die sich für die Erhaltung der biologischen Vielfalt durch Forschungs-, Bildungs- oder Naturschutzmaßnahmen einsetzen, sind eingeladen sich an dem fortlaufenden Wettbewerb zu beteiligen. Die Jury entscheidet etwa halbjährlich über die Auszeichnungen. Seit Juni 2012 werden wöchentlich beispielhafte Projekte zur UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet und offiziell vorgestellt. Eine entsprechende Bewerbung als UN-Dekade-Projekt kann ausschließlich online bei der Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt unter http://www.undekade-biologischevielfalt.de eingereicht werden.

(Quelle: Martin Neub/NABU-Kreisgruppe Emmendingen)

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