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Kreis Emmendingen - Rust

22. Jun 2017 - 13:51 Uhr Allen Grund zur Freude: Jürgen A. Messmer präsentiert eine Ausstellung mit internationaler Wertigkeit

REGIOTRENDS-Foto: Reinhard Laniot
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Kunst in der Regio: Picasso in Riegel! Große Jubiläumsausstellung in der Kunsthalle Messmer: "Picasso und die Frauen"

Die kunsthalle messmer beleuchtet in ihrer sensationellen 25. Ausstellung Leben und Schaffen des bedeutendsten Künstlers der Moderne: Pablo Picasso.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Frauen im Leben des Malers, die selbst mit teilweise großem Talent künstlerisch tätig waren.
Dass Dora Maar eine erfolgreiche und talentierte Fotografin war, ist recht gut dokumentiert. Doch wer kennt die originalen Arbeiten von Françoise Gilot, der einzigen Frau, die es jemals wagte, Picasso in aller Öffentlichkeit zu verlassen? Oder die wunderschönen Aquarelle von Sylvette David, die Picasso in kurzer Zeit über 50 Mal porträtierte und die zur Stilikone wurde, an der sich sogar Brigitte Bardot orientierte?

Die kunsthalle messmer präsentiert neben zahlreichen Arbeiten Picassos, die die wechselnden Liebesbeziehungen und auch die damit einhergehenden stilistischen Änderungen widerspiegeln, originale Arbeiten von Françoise Gilot, Dora Maar, Sylvette David und Fernande Olivier. Sie vermittelt so in einzigartiger Weise nie dagewesene Einblicke in das künstlerische Schaffen der Frauen um Picasso.

Als besonderes Highlight wurde gestern anlässlich der Pressekonferenz Sylvette David persönlich als Gast begrüßt.
Sie stand dem weltbekannten Künstler als 19-Jährige für die über 50 Werke umfassende Porträtserie "Sylvette" Modell.

>>> Mehr zum Pressetermin HIER!

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................................ REGIOTRENDS-InfoService: Presseinformation

Picasso und die Frauen - Ausstellung in der Kunsthalle Messmer vom 24.06. – 12.11.2017

Anlässlich ihrer 25. Ausstellung widmet sich die Kunsthalle Kessmer dem Leben und Werk eines der bedeutendsten Künstler der Moderne: Pablo Picasso.
Die Ausstellung beleuchtet insbesondere die Darstellungen der Frauen im Leben des großen Malers, die als Musen und unerschöpfliche Quellen der Inspiration sein Leben und Wirken gleichermaßen beeinflusst und bereichert haben.
Einige der Frauen in Picassos Leben waren selbst künstlerisch tätig und von beachtlichem Talent. Sie profitierten von der Nähe zu diesem künstlerischen Genie, standen allerdings stets auch in seinem Schatten, aus dem sie sich nur schwer oder gar nicht lösen konnten. So zeigen viele Werke seiner Lebensgefährtinnen den mehr oder weniger deutlichen Einfluss Picassos.

Die erste Frau an der Seite des Malers war Fernande Olivier. Sie zog Ende des Sommers 1905 zu Picasso. Die ersten gemeinsamen Jahre verbrachte das junge Paar in bitterer Armut im Bateau-Lavoir. Sie standen lange exemplarisch für den verarmten Lebensstil der Pariser Künstler-Bohéme, bis sich die Lebensumstände langsam verbesserten. Das Paar blieb bis zum Frühjahr 1912 zusammen. Olivier stand unter anderem Modell für alle Frauen des berühmten Gemäldes „Demoiselles d`Avignon“, das heute als Meilenstein in der Entwicklung des Kubismus und als Schlüsselwerk der Klassischen Moderne überhaupt gewertet wird.
Fernande war es auch, die Picasso mit seiner nächsten Muse bekannt machte. Eva Gouel oder „Ma Jolie“, wie Picasso sie nannte, wurde irgendwann im Herbst 1911 die Geliebte des Malers. Gemeinsam verbrachten sie die Jahre bis zu ihrem frühen Tod. Eva Gouel war wohl die erste große Liebe im Leben des Künstlers. Noch 55 Jahre später sprach Picasso voller Rührung von ihr und beschrieb sie als die Frau, die sein Leben grundlegend verändert habe. Eva Gouel starb 1915 an Tuberkolose.

Zehn Jahre, von 1917 bis 1927, hielt die Beziehung mit der Russischen Ballett-Tänzerin Olga Koklova. Erstmals begegnete sie dem Maler in Rom, wo Picasso auf Vermittlung Jean Cocteaus das Bühnenbild für eine Aufführung des Ballets Russes kreierte, dessen Mitglied Olga war. Sie gab ihre Tanzkarriere für den Künstler auf. 1918 heiratete das Paar, 1921 wurde der gemeinsame Sohn Paulo geboren, den Picasso häufig in seinen Werken darstellte.

Auf die damals erst 17jährige Marie-Thérèse Walter traf Picasso 1927. Bereits während seiner Ehe mit Olga Koklova war sie seine Geliebte. Die Geburt der gemeinsamen Tochter Maya 1935 führte zur endgültigen Trennung von seiner Ehefrau, scheiden ließen sie sich bis zum Tod von Olga im Jahr 1955 nie. Auch das klassische Profil Marie-Thérèse Walters taucht immer wieder in seinen Gemälden auf. Walter erhängte sich 1977, vier Jahre nach Picassos Tod.

Die Malerin und Fotografin Dora Maar lernte Picasso in Paris kennen. Sie wurde in den Jahren von 1936 bis 1945 zur bekanntesten Muse des Malers. Selbst außerordentlich erfolgreich künstlerisch tätig, war sie eine der wenigen Frauen, die sich der starken Persönlichkeit Picassos nicht unterordneten.
Die blutjunge Malerin Françoise Gilot wurde bis 1953 neun Jahre lang die Gefährtin an Picassos Seite. Während der stürmischen Beziehung schenkte sie ihm zwei Kinder, Claude und Paloma. Anfangs fasziniert von der Welt, die Picasso ihr eröffnete, blieb sie die einzige Frau, die ihn jemals öffentlich verlassen hat.

Im Frühjahr 1953 begegnete Picasso der 19jährigen Sylvette David in Vallauris. Sie inspirierte ihn zu der weltberühmten, über 50 Werke umfassenden Porträtserie „Sylvette“, die innerhalb von nur drei Monaten entstand. Die junge Frau mit dem hohen Pferdeschwanz wurde zur Stilikone, an der sich sogar Brigitte Bardot orientierte.

Jacqueline Roque begleitete Picasso die letzten 20 Jahre seines Lebens bis zu seinem Tod 1973. Sie wurde zur zweiten Ehefrau des Künstlers. 1986, nach der Eröffnung einer von ihr mit arrangierten Picasso-Ausstellung, nahm sich Jacqueline Roche das Leben.

Angela Rosengart, die Tochter des Schweizer Kunsthändlers Siegfried Rosengart, lernte Picasso 1949 in Paris kennen. Gemeinsam mit ihrem Vater besuchte sie den Künstler in den Folgejahren mehr als 50 Mal. 1954 entstand das erste von insgesamt fünf Porträts, die Picasso von ihr anfertigte.

Wie ein roter Faden ziehen sich die Darstellungen der Ehefrauen und Geliebten im Leben des Malers durch sein künstlerisches Werk hindurch. Die stilistische Entwicklung seiner Malerei sowie die sich wandelnde Beziehung zu seinen Frauen spiegelt die Ausstellung in der kunsthalle messmer eindrücklich wieder.

Sie umfasst mehr als 120 Arbeiten Picassos aus bedeutenden Museen und Privatsammlungen und vermittelt in einzigartiger Weise, über das künstlerische Schaffen des Malers hinaus, nie dagewesene Einblicke in die Werke der Frauen um Picasso. Neben eigenhändigen Gemälden von François Gilot werden auch Zeichnungen von Dora Maar, Fernande Olivier sowie Arbeiten von Sylvette David gezeigt, die heute eine bekannte Künstlerin ist.

Ergänzt wird diese außergewöhnliche Ausstellung durch eine nie dagewesene Werkschau mit originalen Arbeiten von Sylvette David. Die Galerie M zeigt vom 14.06. bis 12.07.2017 über 20 Werke aus dem Privatbesitz der Künstlerin, darunter auch seltene, noch nie öffentlich gezeigte Objekte.


Besucher Information

Öffnungszeiten Di – So 10 – 18 Uhr
Eintritt 12,50 €, Ermäßigt 10,50 € | Freier Eintritt mit Museumspass
Führungen
Privatgruppen nach Voranmeldung ab 90 € zzgl. Eintritt p. P.
Sonderführungen und Events: s. Internet
www.kunsthallemessmer.de
Pressekontakt Stefanie Thomas | info@kunsthallemessmer.de |
Tel + 49 (0) 7642 920 162 0

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