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Kreis Emmendingen - Emmendingen

4. Jul 2018 - 12:14 Uhr Staatssekretärin besucht Preisträger des Landesideenwettbewerbs „Quartier 2020“ Emmendingen - Von links: Karl Kuhn (Bürgerforum Windenreute), Ortsvorsteher Heinz Sillmann (Wasser), Rektorin Fabienne Erbsland (Grundschule Windenreute), Ursula Krüger (Bürgerforum Windenreute), Ortsvorsteherin Carola Euhus (Mundingen), Ortsvorsteher Wilhelm Volz (Kollmarsreute), Ortsvorsteher Felix Schöchlin (Maleck), Ortsvorsteher Friedrich Hegener (Windenreute), Staatssekretärin Bärbl Mielich, Johannes Baur (Senioren- und Integrationsbeauftragter der Stadt Emmendingen), Fachbereichsleiter Hans-Jörg Jenne, Dr. Daniele Neumann, Sara Bode (beide Ministerium für Soziales und Integration)
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Staatssekretärin besucht Preisträger des Landesideenwettbewerbs „Quartier 2020“ – Preisträger Emmendingen mit Projekt „Älter werden in den Ortschaften“ erste Station der Besuchstour

Mit dem Ideenwettbewerb „Quartier 2020“ und der Landesstrategie „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten“ unterstützt das Ministerium für Soziales und Integration Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteure bei einer generationsgerechten Quartiersentwicklung. Neben der Stadt Lahr, der Stadt Sinsheim und der Gemeinde Bad Schönborn zählt Emmendingen mit seinem Projekt „Älter werden in den Ortschaften“ zu den Preisträgern des Wettbewerbs.
Heute besuchte Staatssekretärin Bärbl Mielich die vier Preisträger, um sich über die Umsetzung der Projekte zu informieren. Die Stadt Emmendingen wählte als Gesprächsort das ehemalige Gasthaus Linde im Ortsteil Windenreute, das im Rahmen der Projektumsetzung zukünftig als Örtlichkeit für die Speisung von Schulkindern und als Begegnungsstätte dienen soll.

„Auf den Tag heute habe ich mich richtig gefreut", erklärte Staatssekretärin Mielich. „Als Juryvorsitzende war ich letztes Jahr begeistert von der hohen Resonanz, aber auch von der Bandbreite, Kreativität und Qualität der Bewerbungen. Heute nun zu sehen, wie die Ideen mit Leben gefüllt werden und wie viele Akteure gemeinsam an der Umsetzung arbeiten, beeindruckt mich tief.“, ergänzte Mielich nach dem Rundgang durch die Örtlichkeit.

Fachbereichsleiter Hans-Jörg Jenne empfing die Staatssekretärin in der von der Stadt angekauften Lokation und erläuterte die Planungen für den zukünftigen Treffpunkt der Generationen.
Im anschließenden Informationsgespräch erfuhr die Staatssekretärin nicht nur, dass die Stadt schnell feststellte, dass für die Ortschaften jeweils eigene Strategien entwickelt werden mussten, sondern auch, wie diese Strategien in den Ortschaften, Windenreute, Wasser, Kollmarsreute, Mundingen und Maleck individuell umgesetzt werden.

Senioren- und Integrationsbeauftragter Johannes Baur erläuterte, wie man über Bürgerbefragungen zum Thema „Älter werden in Emmendingen“ feststellte, dass jeder Ortsteil eine separate Strategie benötigte. Die daraus entstandene Bürgerbeteiligung ergab die Entstehung verschiedener Bürger-Foren in den Ortschaften.

Beispielsweise arbeitet in Windenreute ein aktives Bürgerforum, um den Dorfcharakter des Ortsteils aufrecht zu erhalten. Der Hinweis auf den Verkauf des leerstehenden Gasthauses Linde ging von dieser Initiative aus und die Stadt konnte das Gebäude daraufhin erwerben. „Ein wahrer Glücksfall“, betonte Hans-Jörg Jenne, da neben großzügigen Räumlichkeiten auch schon teilweise die Infrastruktur wie eine Küche vorhanden ist.

Das Bürgerforum, vertreten durch Ursula Krüger und Karl Kuhn, hat auch schon ein Konzept entwickelt, wie das Gebäude für alle Generationen nutzbar sein könnte.
Rektorin Fabienne Erbsland von der Grundschule Windenreute betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Bürgerforum und berichtete von gemeinsam angedachten Projekten wie einer Hausaufgabenbetreuung durch ehrenamtlich tätige Senioren.
„Damit verhindern wir, dass Windenreute zur reinen Schlaf-Gemeinde abdriftet. Wir haben großes Interesse daran, die Ortsmitte mit dem ehemaligen Gasthof Linde neu zu beleben“, ergänzt Ortsvorsteher Friedrich Hegener und lobt dabei die gute Zusammenarbeit mit Stadt und dem Bürgerforum.

„Wenn man etwas bewegen will, braucht man Orte“, betonte Hans-Jörg Jenne und unterstrich damit die Bedeutung des Gebäudes für den Ort. Auch wies Jenne darauf hin, dass es zwar heute schon immer wieder Veranstaltungen in den Ortschaften gäbe, es aber darum ginge, den Alltag zu beleben.

Ortsvorsteherin Carola Euhus aus Mundingen erzählte von der neu gestalteten Ortsmitte, die mit Beteiligung einer inzwischen aufgelösten Bürgerinitiative entstanden ist. Die inzwischen stagnierende Bürgerbeteiligung soll mit der Einrichtung einer ambulanten Wohngruppe wieder neu belebt werden.
Der Umbau eines Anbaus der Schule soll die notwendigen Räumlichkeiten schaffen.

Wichtigstes Ziel der Ortschaft Wasser hingegen ist die Schaffung neuen, bezahlbaren Wohnraums. In dem neuen Wohngebiet soll auch die entsprechende Infrastruktur für Begegnung ihren Platz finden, berichtet Ortsvorsteher Heinz Sillmann.

Felix Schöchlin, Ortsvorsteher von Maleck dagegen erklärt, dass Maleck nicht wachsen wolle.
Der kleinste Ortsteil von Emmendingen habe den dörflichen Charakter erhalten können, sei jedoch auch reine Schlafgemeinde. Allerdings klappe hier die Nachbarschaftshilfe hervorragend, so dass es auch für ältere Mitbürger kein Problem sei, trotz fehlender Einkaufsmöglichkeiten im Ort, versorgt zu werden. Das Dorfgemeinschaftshaus sei stark frequentiert und stehe auch den Vereinen zur Verfügung.

Kollmarsreute habe kein Bürgerforum gegründet, erklärte Ortsvorsteher Wilhelm Volz. Dafür verfüge man über eine gut funktionierende Vereinsgemeinschaft. Kollmarsreute habe gleich drei Ortsmitten. Eine administrative mit Rathaus und Schule, eine soziale mit dem Pflegeheim, der Kirche und dem Kindergarten und eine am Sportplatz und der neuen Mehrzweckhalle. Durch die aktive Arbeit der Vereine sei Kollmarsreute ein lebendiges Dorf das auch noch über einen Bäcker, einen Metzger und einen Discounter verfüge.

Staatssekretärin Mielich lobte das Engagement in den Ortschaften. Man habe erkannt, dass es Sinn macht, mit den Menschen zusammen zu entwickeln. Von Seiten des Ministeriums wolle man logistische und finanzielle Unterstützung bieten. „Die vorgestellten Projekte beeindrucken durch lebendige Dörfer und geben Antworten darauf, wie die Menschen in Zukunft leben wollen“, freut sich die Staatssekretärin vor ihrer Weiterreise zum nächsten Preisträger.

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