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Kreis Emmendingen - Emmendingen

7. Mai 2019 - 23:31 Uhr "Kunst mit James" - Ausstellung in der Sparkasse Emmendingen eröffnet 

Foto: Reinhard Laniot / REGIOTRENDS-Lokalteam "EM extra"
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Sehenswert: "Kunst mit James" - Parkinson-Erkrankung führt drei Künstler zum individuellen Blick auf das Sein - Ausstellung in der Sparkasse Emmendingen eröffnet

So außergewöhnlich wie der Titel der Ausstellung "Kunst mit James" ist auch die Verbindung der drei beteiligten Künstler zu sehen, die heute Abend in der Sparkasse Emmendigen am Marktplatz eröffnet wurde.
Die Künstler Carola Götz, Daniela Gütlin und Michael Hauser sind an Parkinson erkrankt und widmen den Ausstellungstitel Dr. James Parkinson, dem Entdecker (1817) dieser Krankheit.

Wissenschaftler erkannten erst in den 1960er-Jahren die im Gehirn vom Patienten auftretenden pathologischen und biochemischen Veränderungen.

Nach der Begrüßung von Hannes Schmidt (Regionaldirektor Nördlicher Breisgau) übernahm Sebastian Gütlin, Ehemann der an der Ausstellung beteiligten Künstlerin Daniela Gütlin, die einführenden Worte.

Er verknüpfte anschaulich die individuell unterschiedlichen Techniken der Beteiligten (Fotografie, Airbrush und Aquarell) mit dem Blick auf die Persönlichkeiten der Künstler. Sein Dank für die Präsentation ging auch an die Sparkasse, bei der er genau wie seine Frau beschäftigt ist und besonders an das Team von Organisator Thomas Zeller.

Die musikalische Umrahmung der Eröffnung gestaltete das ACA-coustic Duo, das nicht umherkam, nach "Halleluja" (Leonard Cohen) die zahlreichen Besucher der Vernissage mit den geforderten Zugaben zu unterhalten.

***

Im Wortlaut: Einführung von Sebastian Gütlin

"Meine sehr verehrten Damen und Herren,
liebe Kunstfreunde,
schön, dass sie sich die Zeit genommen haben und herzlich willkommen zu dieser Ausstellung unter dem Motto: Kunst mit James; Fotografie, Airbrush und Aquarell; Drei Künstler stellen aus.
Um wen es sich bei James handelt, konnten sie der Einladung entnehmen. Er ist der namensgebende Entdecker der Parkinson genannten Erkrankung.

Aber diese soll hier nicht im Vordergrund der Veranstaltung stehen.
Der Mittelpunkt sind drei regionale Künstlerinnen und Künstler, denen eines gemeinsam ist, dass sie sich, nach dem anfänglichen Erschrecken über die Diagnose Parkinson, noch mehr ins Hier und Jetzt versenkten.

Das bewusstere Erleben ihrer Mitmenschen und ihrer Umwelt, sowie die Liebe zu den schönen Dingen des Lebens, gaben ihren künstlerischen Neigungen einen deutlichen Entwicklungsschub und halfen und helfen die Diagnose Parkinson anzunehmen; Getreu dem Motto: „Ich habe Parkinson, aber ich bin nicht Parkinson“. Eine weitere Gemeinsamkeit ist den Künstlerrinnen und dem Künstler, dass sie sich in diversen Ausstellungen, zuletzt im Kloster Lioba in Freiburg, einem interessierten Publikum vorstellen konnten.


Für Carola Götz
waren der Marathonlauf und das Tanzen Hobbys, welche sie gerne und intensiv lebte.
Auch die Betrachtung der Natur war für sie schon immer ein entspannendes Moment, deshalb war sie viel und gerne in ihr unterwegs.
Mit der Diagnose Parkinson, war vieles nicht mehr so, wie es zuvor einmal war.
Sie begann die Natur mit einem schärferen Blick zu sehen, nahm die große Detailfülle und den Farbenreichtum intensiver wahr und begann dies mit ihrer Kamera oder Ihrem Handy einzufangen und fest zu halten. Auch der PC ist unverzichtbar für die künstlerische Gestaltung und dem Spiel mit Formen.
So entdeckte sie ihre Leidenschaft zur Fotografie! Inspirieren und Faszinieren lässt sie sich vor allem von Blumen in ihrer ganzen Vielfältigkeit, sei es in freier Natur oder in ihrem großen Garten. Hier findet Sie zu jeder Jahreszeit einen reich gedeckten Tisch mit Motiven für
Charakteristisch für die Fotos von Carola ist „die Liebe zum Detail“ und „die Freude und Faszination“ über das Schöne, was die Natur hervorbringt. Carola liebt es außerdem mit Stimmungen zu spielen – diese reichen von „melancholisch“ bis hin zu „heiter und ausgelassen“.
Beim Fotografieren vergisst sie Alles um sich herum – es gibt dann nur noch sie selbst, die Kamera und ihr Motiv!
Eindrücklich zu erleben in den gespiegelten Rosen- bzw. Landschaftsaufnahmen oder der Serie von Orchideen, welche durch hohe Brillanz in den Farben bestechen.

Der Autodidakt Michael Hauser
ist seit mehreren Jahren künstlerisch tätig. Michael Hauser hat den Beruf des Buchdruckers erlernt, somit liegt es nahe, dass er sich seit den Anfängen seines beruflichen Werdegangs für graphische und künstlerische Darstellungen interessiert.
Im Jahre 2011 begann er dann mit der Airbrush-Malerei
Seine hier ausgestellten Bilder sind mit der Airbrush-Pistole gemalt, wobei die Grenze zwischen Handwerk und Kunst fließend ist.
Die Airbrush-Pistole ist ein mit Druckluft betriebenes Arbeitsgerät, mit dem Farben, meist unter Zuhilfenahme von Schablonen, auf unterschiedliche Malgründe aufgespritzt werden. Der Airbrush bezeichnet die kleine Variante einer Spritzpistole, welche nur etwas größer als ein Kugelschreiber ist. Druckluft, die Größe der Airbrushdüse und das Trägermaterial sind bei der Airbrushmalerei von Bedeutung. Diese Art der Malerei erlaubt es, feinste Farbverläufe zu spritzen, aber auch größere Flächen zu erstellen.
Michael Hauser gibt seine Eindrücke, Gedanken und Motive in sogenannten Serien wieder. Hier können sie die Techniken der Airbrush-Malerei erleben. Die Tierserien, insbesondere die Schlange, bieten einen sehr detailreichen und plastischen Bildeindruck, bis hin zur dreidimensionalen Empfindung. Wir finden zeitkritische Darstellungen, wie seine Impressionen und in Farben gefassten Gedanken zum aktuellen Thema Brexit und natürlich auch seine tiefe Verwurzelung in der Region. Dies spiegelt sich in der Serie Trachtenbilder wider, welche geprägt sind von großer Detailfülle und Farbenpracht. Sein ganz tiefes persönliches Empfinden zu Parkinson spiegelt sich in der eindrucksvollen Darstellung „Substantia Nigra“ wieder.

Für Daniela Gütlin
war die Malerei in ihren Anfängen ein Ausgleich zur abstrakten Welt der Zahlen und Regularien mit denen sie sich berufsmäßig tagtäglich beschäftigt. Im Laufe der Jahre wurde daraus ein Hobby. Ihre kreativen Interessen wurden vielfältiger und intensiver, aber ihre Liebe zum Aquarellieren und Pinselzeichnen stehen im Vordergrund. Seit über 20 Jahren ist sie nun Teil einer Malgruppe um Karin Wohlrabe und lebt und lernt immer wieder neue und inspirierende Betrachtungsweisen kennen.
Aquarellmalen gehört zu den Maltechniken, die eine besonders große Vielfalt mitbringen. Ob Landschaften malen oder Tierportraits, Menschen oder Blumen – es gibt kaum etwas, was sich nicht mit Aquarellfarben auf Blatt bringen ließe.
Bei allen Motiven spielen Aquarellfarben ihre hohe Farbbrillanz und Intensität aus. Kaum eine andere Farbe besitzt eine derartige Leuchtkraft und Farbreinheit.
Dies können sie, unter anderem, an den Klatschmohnbildern oder den Tierbildern eindrucksvoll erfahren. Die weichen Farbverläufe lassen den leichten und fließenden Pinselschwung erahnen. Trotzdem entsteht eine klare Formensprache, welche die natürliche Lebendigkeit des gemalten Objektes betont. Durch das Spiel mit Licht und Schatten lässt sich die räumliche Tiefe des Bildes erzielen.
Bei dem neongrünen und magentafarbenen Duo auf der Staffelei mit dem Titel „Affäre“, bekommen sie eine eindrucksvolle Vorstellung, wenn sich bei der Künstlerin die Form, eine Mann und eine Frau, auflöst und zur Abstraktion, zum Gefühl wird und in Acrylfarbe auf die Leinwand fließt."

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