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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

15. Mai 2019 - 15:22 Uhr Vorgeschmack auf die Freiburger Bus-Elektromobilität - Von links: Finanzbürgermeister Stefan Breiter, VAG-Vorstände Stephan Bartosch und Oliver Benz.
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Vorgeschmack auf die Freiburger Bus-Elektromobilität – Freiburger Verkehrs AG lud zur Elektrobus-Testfahrt ein

Zum Jahresende ist es soweit. Bei der Freiburger Verkehrs AG (VAG) beginnt auch im Busverkehr die Elektromobilität. Zwei dieser modernen Fahrzeuge sind bestellt und werden im letzten Quartal des Jahres erwartet. Hersteller Solaris stellte der VAG für diese Woche ein Testfahrzeug zur Verfügung, um die Fahrer und das technische Personal zu schulen. Bei dieser Gelegenheit lud die VAG die Stadtoberen und die Presse zu einer Testfahrt durch Freiburg ein.

„Für uns beginnt mit den beiden neuen Fahrzeugen eine neue Ära“, freut sich VAG-Vorstand Stephan Bartosch und Vorstandskollege Oliver Benz verriet, dass die neuen Busse auf der Linie 27 eingesetzt werden sollen.

Die Fahrzeuge

Es handelt sich bei den bestellten Bussen um Fahrzeuge der Marke Solaris, einem polnischen Omnibushersteller der zum spanischen Schienenfahrzeughersteller Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles (CAF) gehört. CAF lieferte zuletzt auch die zwölf neuen Straßenbahnzüge Urbos.
Solaris ist derzeit der führende Hersteller von Elektrobussen, stellt aber auch klassische Dieselfahrzeuge her. Die VAG besitzt drei Diesel-Omnibusse des Herstellers.

Die bestellten Busse haben eine Reichweite von rund 200 Kilometern und sind sogenannte Gelegenheitslader. Im Gegensatz zu Nachtladern, die nach Dienstende im Depot ans Stromnetz angeschlossen werden, besitzen die Gelegenheitslader einen Pantographen, einen einfahrbaren Stromabnehmer, der an einer an der Haltestelle angebrachten Ladehaube andockt und so Ladestrom aufnehmen kann.

„200 Kilometer Reichweite reichen uns im Linienbetrieb nicht und so kann der Bus an der Endhaltestelle Europaplatz die Batterien während der Standzeiten aufladen“, erläutert Stephan Bartosch. Lademöglichkeiten bestehen aber auch im VAG-Zentrum und für Notfälle wurde zusätzlich eine mobile Ladeeinheit angeschafft.
Die Oberleitung der Straßenbahn kann der Elektrobus übrigens nicht nutzen. „Das liegt an den unterschiedlichen Stromsystemen“, erläutert Bartosch. Während die Straßenbahn mit Gleichstrom betrieben wird, wird für das Laden der Busse Wechselstrom benötigt.

„Die Batterien der Busse haben eine Ladekapazität von 630 Kilowattstunden und sorgen für einen um 15 Prozent günstigeren Verbrauch gegenüber vergleichbaren Dieselfahrzeugen“, erklärt Betriebsleiter Johannes Waibel während der Testfahrt. „Außerdem rechnen wir mit einer wesentlich niedrigeren Wartungshäufigkeit“, ergänzt Waibel.
So ist mit einer wesentlich längeren Betriebsdauer der Busse und somit einer Amortisierung der Mehrkosten für die Anschaffung zu rechnen. Immerhin kostet ein Elektrobus rund das Doppelte eines vergleichbaren Dieselfahrzeugs.
Die Betriebskosten der Busse könnten sich zukünftig sogar noch weiter reduzieren. Nämlich dann, wenn die Besteuerung für Fahrstrom von Elektrobussen an die für Straßenbahnen angepasst wird.

Die zwei bestellten Elektrobusse werden rund eine Million Euro kosten. Für die Lade-Infrastruktur investiert die VAG weitere 800.000 Euro.

Die Fahrt

Noch auf dem Betriebsgelände der VAG demonstrierte Fahrdienstleiter Karsten Müller das Drehmoment der Elektromotoren. Der Bus beschleunigt rasant auf Tempo 60. „Eine solche Beschleunigung kann ein Dieselfahrzeug nicht erreichen“, erklärt Johannes Waibel.

Während der Fahrt sind weder Vibrationen zu spüren noch Motorengeräusche zu hören. Lediglich ein leises Summen ist als Fahrgeräusch zu hören. Die Bremsen greifen satt und verzögern den Bus sicher.
Die Sitze sind bequem und vermitteln Wohlfühlatmosphäre.
„Wir statten die bestellten Busse natürlich mit Polstern im VAG-Design aus“, so Waibel. „Außerdem erhalten die Busse freies WLAN und sogar Ladestecker für Handys und Tablets.“

Nach einer Stunde ist die Fahrt zu Ende und sämtliche Mitfahrer sind von der Elektromobilität bei Omnibussen überzeugt. „Die Fahrt war sehr angenehm und leise. Ich freue mich auf den Start der VAG-Busse zum Jahresende“, gab Finanzbürgermeister Stefan Breiter nach der etwa einstündigen Fahrt durch Freiburg zu Protokoll. Auch die Stadträte, die die Testfahrt begleiteten, äußerten sich durchweg positiv.

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