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Kreis Emmendingen - Emmendingen

2. Jul 2019 - 23:01 Uhr Spannendes Mitglieder- und Kundenforum der Volksbank Breisgau Nord in der Emmendinger Fritz-Boehle-Halle - Von links: Vorstandssprecher Karl-Heinz Dreher, Vorstände Markus Singler und Patrick Heil, Referent Philipp Riederle, Vorstand Fritz Schultis.
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Spannendes Mitglieder- und Kundenforum der Volksbank Breisgau Nord – „Digital Native“ Philipp Riederle erklärte seine Generation in der Fritz-Boehle-Halle in Emmendingen - „Uns ist Heimat und persönliche Beziehung so wichtig, wie keiner Generation zuvor!“

Modern und zukunftsorientiert gab sich das heutige Mitglieder- und Kundenforum der Volksbank Breisgau Nord in der Emmendinger Fritz-Boehle-Halle. „Digital Native“ Philipp Riederle, ein 24-jähriger Autor und Unternehmensberater erklärte in einem spannenden, kurzweiligen Vortrag seine Generation.

Eröffnet wurde der Abend in der gut besuchten Halle von Vorstandsmitglied Patrick Heil, der nach der Begrüßung der Gäste kurz Einblick in das vergangene Geschäftsjahr 2018 gab. Heil konnte vom um 4,3 Prozent gewachsenen Kundenvolumen, von gestiegenen Geschäftsvolumina und einer höheren Bilanzsumme berichten. Mit 90 Millionen Euro mehr Krediten und 66 Millionen höheren Kundenanlagen bleibt die Bank auf stabilem Kurs und erlaubte, eine Dividende von 4 Prozent zu überweisen. Der neue Aufsichtsrat hätte am letzten Dienstag mit Bernhard Schmolck einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt, nachdem Vorgänger Bernhard Stratz aus Altersgründen ausgeschieden war. Heil berichtete weiter vom neuen Zahlungsinstrument „Kwitt“ und davon, dass die Volksbank zukünftig am Zahlsystem Apple-Pay teilnehme.
Danach leitete der Vorstand zum Hauptredner des Abends, Philipp Riederle über.

Der 24-jährige „Digital Native“, also einem Menschen, der mit der digitalen Welt aufgewachsen ist, referierte zum Thema „Wer wir sind und was wir wollen - ein Digital Native erklärt seine Generation".

Riederle erklärte zuerst kurz seinen Werdegang und berichtete, dass er mit 13 Jahren sein erstes Video ins Internet stellte, um zu erklären, wie man das, im Ausland gekaufte iPhone für das deutsche Netz nutzbar machen kann. Er räumte mit dem Vorurteil auf, dass die junge Generation nur vor dem Rechner und dem Fernseher sitze. „Die sogenannte virtuelle Welt ist unsere reale Welt“, so der Redner, „wir kennen nichts anderes!“

Er erläuterte, dass der demographische Wandel dieser Generation die Arbeitsplatzwahl erleichtere, weil aufgrund immer niedriger Geburtenraten ein Fachkräftemangel entstanden sei.
Riederle erläuterte aber auch, dass die heutige Generation sich in der Kindererziehung zum überwiegenden Teil an den eigenen Eltern orientieren wollten.

„Uns ist Heimat und persönliche Beziehung so wichtig, wie keiner Generation zuvor“, überraschte der junge Unternehmensberater. Dadurch, dass die jungen Menschen überall hinkönnten, sehnten sie sich nach Konstanten, so Riederle. Drei Veränderungen seien für das Verhalten der Generation Y, wie Riederle seine Generation bezeichnete, verantwortlich. Man sei in der Lage, weltweite Kontakte zu unterhalten, man könne sich über das Internet sämtliche Informationen verschaffen und man könne uneingeschränkt sein Tun und Schaffen publizieren. Möglichkeiten, die in der analogen Welt nicht existierten.

Riederle prangerte an, dass es zwar so gut wie keine Internetverweigerer mehr gäbe, aber in Deutschland die digitale Infrastruktur fehle. Außerdem mangele es an Medienkompetenz, also dem Knowhow, das Netz richtig zu nutzen. Hier hinke die Denkernation Deutschland dem großen Rest der Welt hinterher. IT und Digitalisierung sei in den Lehrplänen nicht vertreten und die Beschreibung der Hälfte der 350 existierenden Ausbildungsberufe sei in den letzten zehn Jahren nicht angepasst worden. „Wundern sie sich, dass die jungen Menschen an die Universitäten und Hochschulen flüchten?“, fragte Riederle.

Ministerinnen sprächen davon, dass 5G-Technologie nicht flächendeckend vorhanden sein müsse und die für Digitalisierung zuständige Ministerin in Bayern habe nach eigener Aussage wenig Ahnung von derselben.

Die Autoindustrie verschlafe die Digitalisierung genauso wie der Handel, so Riederle und nannte als Beispiel die entstehenden Amazon Freshmärkte.
Die junge Generation wechsele ihren Arbeitsplatz deswegen, weil dieser häufig schnell unattraktiv werde. Man strebe nicht mehr nach Geld, Macht und Status, sondern suche nach Sinn, Selbstverwirklichung und einem guten Arbeitsumfeld.

Zum Abschluss seiner Ausführungen forderte Riederle seine Zuhörer auf, offen für die Veränderung zu sein und Barrieren in den Köpfen abzubauen. Mit der Aufforderung „Habt keine Angst!“, beendete der junge Redner seinen spannenden Vortrag.

Zur Person:

Bereits mit 13 Jahren produziert der Digital Native viel beachtete Podcasts wie „M ein iPhone und ich", die schnell mehrere Hunderttausend Zuschauer erreichen. Mit 15 Jahren gründet er seine eigene Firma Phipz Media, parallel zur Abiturvorbereitung schrieb er sein erstes Buch, den Spiegel-Bestseller „Wer wir sind und was wir wollen".

Philipp Riederle studiert parallel zu seiner Berater- und Vortragstätigkeit Soziologie, Politik und Ökonomie an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen. 2014 wurde er von der Bundesregierung als führender „Digitaler Kopf Deutschlands" ausgezeichnet, 2017 erhält er die höchste internationale Anerkennung als Redner „Certified Speaking Professional" (CSP). Im September 2018 wird in den Beirat „Digitale Wirtschaft NRW" berufen.

Sein aktuelles Buch „Wie wir arbeiten und was wir fordern" schildert das Selbstverständnis einer Generation, die gut ausgebildet, vernetzt und kreativ ist und sich im massiven Wandel von Gesellschaft und Arbeitskultur wirkungsvoll einbringen möchte.

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