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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

11. Oct 2019 - 13:05 Uhr "Synergy Grant" für den Umweltmeteorologen Andreas Christen von der Universität Freiburg.

Foto: Jürgen Gocke
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"Synergy Grant" für den Umweltmeteorologen Andreas Christen von der Universität Freiburg - Europäischer Forschungsrat fördert Projekt zur Prognose von Zukunft und Klima der Städte mit 12,4 Millionen Euro

Der Umweltmeteorologe Prof. Dr. Andreas Christen von der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Universität Freiburg erhält für seine Forschung zu Stadtklima und globalem Klimawandel einen Synergy Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC). Diese Förderung wird ausschließlich an Teams von zwei bis vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben. Christen bekommt den mit 12,4 Millionen Euro dotierten Grant für das Projekt „urbisphere“, an dem er gemeinsam mit Prof. Dr. Sue Grimmond von der Universität Reading/England, Prof. Dr. Jörn Birkmann von der Universität Stuttgart und Dr. Nektarios Chrysoulakis vom Forschungszentrum FORTH-Hellas in Heraklion/Griechenland forscht. Von der Gesamtsumme gehen etwas mehr als vier Millionen Euro an die Albert-Ludwigs-Universität.

Die Wissenschaftler wollen die bisherige Herangehensweise, wie Städte in Klima- und Vorhersagesystemen modelliert werden, umgestalten: Ziel von „urbisphere“ ist es, eine neue Generation von dynamischen Modellen zu erstellen, welche die Zukunft und das Klima der Städte prognostizieren. Die Gruppe um Christen entwickelt dafür neue Beobachtungsmethoden, die essentielle Daten zur Wechselwirkung der Städte mit dem Klimasystem liefern werden. Gemessen werden sollen zum Beispiel Treibhausgas-Emissionen von Städten oder individualisierte Klimabelastungen für die Stadtbevölkerung wie Hitze und Luftverschmutzung. Eingesetzt werden tragbare Sensoren, intelligente Messsysteme in Gebäuden und auf Masten sowie bodengestützte und satellitenbasierte Fernerkundungstechniken. Das Forschungsteam will mit diesen Daten vereinfachte, aber realistische Modelle entwickeln und testen, wie Städte das lokale und globale Klimasystem verändern und wie sich das veränderte Klimasystem auf Menschen in verschiedenen Städten der Welt auswirkt. In dem Projekt arbeiten die Wissenschaftler mit dem Deutschen Wetterdienst und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt zusammen.

Christen argumentiert, dass Städte ein Schlüssel im globalen Klimawandel sind: „Sie sind einerseits verantwortlich für einen Großteil unserer globalen Treibhausgas-Emissionen. Und andererseits lebt in Städten mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung, welche die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekommen. Bisher wurden diese zwei Aspekte getrennt und statisch betrachtet. Der ERC Synergy Grant wird es unserem europäischen Team erlauben, neue Ansätze zu entwickeln, die Dynamik der Städte im Klimasystem besser in Klima- und Vorhersagemodellen abzubilden. Denn wir müssen Städten nicht nur globale Klimaprojektionen vorgeben, sondern fundierte und effektive Entscheidungshilfen im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung ermöglichen.”

(Presseinfo: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 11.10.2019)


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