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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

23. Oct 2019 - 14:54 Uhr "In Lehre und Forschung investieren heißt, in die Zukunft investieren".
Rektor Hans-Jochen Schiewer bei der Eröffnung des Akademischen Jahres 2019/20. 

Foto: Jürgen Gocke
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"In Lehre und Forschung investieren heißt, in die Zukunft investieren" - Rektor Schiewer forderte zu Eröffnung des Akademischen Jahres 2019/20 an der Universität Freiburg eine bessere Hochschulfinanzierung

Baden-Württemberg ist aktuell die Nummer Eins der europäischen Innovationsregionen – doch damit dies auch in Zukunft so bleibt, braucht es eine auskömmliche und deutlich bessere Hochschulfinanzierung: Rektor Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer verdeutlichte bei der Eröffnung des Akademischen Jahres 2019/20 an der Universität Freiburg, was das Ergebnis der derzeitigen Verhandlungen über einen neuen Hochschulfinanzierungsvertrag für die Hochschullandschaft im Land bedeutet: Drei Prozent Dynamisierung der Grundfinanzierung decken nicht die bestehenden Defizite in den Haushalten der Landesuniversitäten.

Der Rektor rief dazu auf, sich am 30. Oktober 2019 an dem landesweiten Aktionstag zu beteiligen, zu dem die Studierenden mit dem Slogan „Hochgeschult – kaputtgespart“ und die Universitäten unter dem Motto „No Science, no future“ aufrufen. Die Kundgebung in Freiburg wird von der Studierendenvertretung organisiert und soll um 12 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge beginnen. „Wir sind stolz auf unsere Studierenden, die klug und intensiv begründen, warum das Land mehr Geld in ihre Zukunft und in ihre Qualifizierung investieren muss – ebenso wie in gute Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten, sei es in der Lehre, der Verwaltung oder in den Services“, betonte Schiewer.

Die finanziellen Forderungen unterlegte der Rektor mit Fakten: Alle baden-württembergischen Landesuniversitäten zusammen haben ein jedes Jahr wiederkehrendes Defizit von 45 Millionen Euro im Haushalt, die Universität Freiburg davon sieben Millionen – weil sie die einzigen Hochschulen sind, die die steigenden Betriebskosten beispielsweise für Reinigung, Sicherheit, Wartung, Mieten für Gebäude oder Ausstattungen von Hörsälen aus dem eigenen Haushalt begleichen müssen, ohne dafür die erforderlichen Mittel zu bekommen. Alle Landesuniversitäten zusammen bilden 25.000 Studierende mehr aus, als Studienplätze vorhanden sind – die Universität Freiburg hat für 2.200 Studierende keine Finanzierung. Die Finanzierung je Studienplatz ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten gesunken, Stand heute fehlen pro Studierenden 3.540 Euro im Vergleich zum Jahr 1998.

„Trotz dieser Belastungen haben wir bisher Höchstleistungen erbracht“, sagte Schiewer. Die Bruttowertschöpfung der Landesuniversitäten liegt einer Studie der Landesrektorenkonferenz zufolge bei 2,80 Euro für jeden Euro des Landes. Alle Landesuniversitäten haben im Jahr 2017 insgesamt 1,2 Milliarden Euro Drittmittel eingeworben – allein am Standort Freiburg waren es 179 Millionen. In internationalen Rankings schneiden sie hervorragend ab – beispielsweise zählen Heidelberg, Freiburg und Tübingen im Times Higher Education Ranking zu den Top 100 weltweit. Freiburg hat insbesondere in der Förderung von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine Spitzenposition – ob bei den Starting Grants des Europäischen Forschungsrats oder im Heisenberg-Programm, bei den Emmy-Noether-Gruppen sowie bei den Heinz Maier-Leibniz-Preisen der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

„Diese Leistungen und diese Leistungsbereitschaft dürfen nicht durch eine unzureichende Hochschulfinanzierung aufs Spiel gesetzt werden“, warnte Schiewer: Die Landesuniversitäten haben zusätzliche Finanzbedarfe von 172 Millionen Euro geltend gemacht, das Land bietet bislang 7,8 Millionen Euro an. Der Rektor der Universität Freiburg setzt daher auf das politische Signal, das von dem landesweiten Aktionstag ausgehen soll: „Wir haben die Hoffnung, dass das nicht das letzte Wort sein wird.“

Preisträgerinnen und Preisträger:

Die Universität Freiburg verleiht in diesem Jahr 39 Förderpreise in Höhe von insgesamt 102.300 Euro für ihre 54 besten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. 31 Preise gehen an junge Forscher, 23 an junge Forscherinnen. Seit 1989 haben Privatpersonen und Institutionen der Universität bereits mehr als 2,5 Millionen Euro für Nachwuchsförderpreise zur Verfügung gestellt. Die Auszeichnungen werden auf Vorschlag der jeweiligen Fakultät für hervorragende Forschungsarbeiten verliehen.

Der Förderverein Alumni Freiburg e.V. vergibt den mit 2.000 Euro dotierten „Alumni-Preis für soziales Engagement“ an die studentische Initiative Nachhaltigkeitsbüro, die sich für den Umweltschutz engagiert. Sie wird getragen von Mitgliedern bestehender Hochschulgruppen, dem Umweltreferat des AStA und weiteren Interessierten. Ziel ist ein studentisch geführtes Nachhaltigkeitsbüro, das als Koordinationsstelle studentischer und universitärer Nachhaltigkeitsaktivitäten fungiert. Seit dem Sommersemester 2019 organisieren die Studierenden eine interdisziplinäre Ringvorlesung, die im Wintersemester 2019/20 zum ersten Mal in den fachübergreifenden Bereich der Berufsfeldorientierten Kompetenzen aufgenommen wird. Die Vorlesungsreihe ist als Beispielformat konzipiert, mit dem der Grundstein für die Einführung eines Studium Oecologicum an der Universität Freiburg gelegt werden soll. Außerdem organisieren die Studierenden regelmäßige Vernetzungstreffen für studentische Gruppen aus dem sozial-ökologischen Bereich und wirken in universitären Nachhaltigkeitsgremien wie dem Arbeitskreis Nachhaltige Universität mit. Gemeinsam mit der Stabsstelle Umweltschutz und der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen setzen sie seit September 2019 das Projekt „Fliegende Fakultäten“ um, mit dem sie die durch Dienstreisen produzierten Treibhausgasemissionen an der Fakultät systematisch erfassen wollen. Darin sehen sie einen wichtigen Schritt zur Etablierung einer umfassenden Umweltberichterstattung an der Albert-Ludwigs-Universität.

Darüber hinaus fand die feierliche Übergabe weiterer Preise statt: Die Universität Freiburg vergibt 2019 jeweils einen Universitätslehrpreis für außerordentliche Leistungen an Prof. Dr. Horst Fischer vom Physikalischen Institut, Prof. Dr. Michael Müller vom Institut für Pharmazeutische Wissenschaften sowie an Julia Gurol und Ingo Henneberg vom Seminar für Wissenschaftliche Politik. Das Preisgeld beträgt insgesamt 10.000 Euro. Den Sonderpreis für herausragendes studentisches Engagement bekommen Isabel Gana Dresen, Gynna Lüschow und Tobias Becker. Die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung erhalten die Studierenden vom Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie für die Organisation einer fächerübergreifenden Summer School.

(Presseinfo: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 23.10.2019)

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