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Kreis Emmendingen - Endingen

29. Oct 2019 - 12:51 Uhr Elektrifizierung der Kaiserstuhlbahn ist nach fast drei Jahren erfolgreich abgeschlossen.
Von links: Johannes Müller (SWEG-Vorstandsvorsitzender), Tobias Metz (Bürgermeister Endingen), Johannes Fechner (SPD-Bundestagsabgeordneter), Jürgen Scheiding (Bürgermeister Sasbach), Daniel Kietz (Bürgermeister Riegel), Alexander Schoch (Landtagsabgeordneter Bündnis 90/Die Grünen), Uwe Lahl (Ministerialdirektor Verkehrsministerium Baden-Württemberg), Hanno Hurth (Vorsitzender Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg und Landrat Landkreis Emmendingen), Tobias Harms (Technischer Vorstand SWEG), Markus Remmel (Geschäftsführer SWEG Schienenwege GmbH) und Benjamin Bohn (Bürgermeister Vogtsburg).

Foto: SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG
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Elektrifizierung der Kaiserstuhlbahn ist nach fast drei Jahren erfolgreich abgeschlossen - Umbau liegt im Kosten- und Zeitrahmen - Konzept zum Einsatz der neuen Elektrotriebzüge steht nun fest

Die wesentlichen Bauarbeiten zur Elektrifizierung der Kaiserstuhlbahn sind abgeschlossen. Das feierte die SWEG Schienenwege GmbH gestern mit zahlreichen Gästen im Bürgerhaus Endingen. Von der Funktionstüchtigkeit der neuen Infrastruktur überzeugten sich die Teilnehmer anschließend bei einer Sonderfahrt mit einem Elektrotriebzug von Endingen nach Sasbach a. K. und zurück.

„Wir stehen heute am Ende einer fast dreijährigen Umbauphase“, sagte Markus Remmel, Geschäftsführer der SWEG Schienenwege GmbH. Der Umbau hatte mit der Sperrung des Abschnitts Riegel-Ort – Gottenheim im April 2017 begonnen. Es folgte die Elektrifizierung des Abschnitts Riegel-Malterdingen – Endingen. Die Sperrung des dritten und letzten Abschnitts Endingen – Breisach konnte im Januar 2019 aufgehoben werden. Auf den insgesamt rund 40 Kilometer langen Strecken wurden unter anderem Oberleitungsanlagen errichtet und Bahnsteige angepasst und barrierefrei ausgebaut. Weitere aufwendige Projekte waren der Ausbau des Bahnhofs Nimburg zum Kreuzungsbahnhof sowie die Gleisabsenkung unter die B 31 und L 115. Baumaßnahmen betrafen ebenfalls das Wirtschaftswegenetz, Gleise und Ingenieurbauwerke. „Unsere Ziele des Streckenausbaus haben wir voll und ganz erreicht“, bilanzierte Markus Remmel und verwies auf die unfallfreie Abwicklung der Arbeiten, den pünktlichen Abschluss sowie die Einhaltung des mit Bund, Land und Zweckverband vereinbarten Kostenrahmens. „Die Elektrifizierung der Kaiserstuhlbahn wird für die nächsten Jahrzehnte eine wichtige Grundlage für einen attraktiven und leistungsfähigen Schienennahverkehr in unserer Region darstellen“, sagte Remmel.

Integration ins Konzept „Breisgau-S-Bahn“ 2020:
Die Elektrifizierung der Kaiserstuhlbahn ist wiederum nur ein Teil des Nahverkehrskonzepts „Breisgau-S-Bahn 2020“, mit dem der regionale Schienenpersonennahverkehr ausgebaut und langfristig gesichert werden soll. „Die Fertigstellung der Kaiserstuhlbahn ist ein ganz wesentlicher Meilenstein im Gesamtprojekt Breisgau-S-Bahn 2020“, betonte Hanno Hurth, der Vorsitzende des Zweckverbandes Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) und Landrat des Landkreises Emmendingen.

Massive Lieferschwierigkeiten beim Hersteller Bombardier:
Die von der SWEG Schienenwege GmbH erneuerte Infrastruktur steht planmäßig für den Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 bereit. „Dies gilt jedoch nicht für die neuen Elektrotriebzüge“, sagte Dr. Uwe Lahl, Ministerialdirektor im Verkehrsministerium Baden-Württemberg. Der Grund: Der Hersteller Bombardier kann die bestellten Fahrzeuge des Typs Talent 3 aufgrund massiver Lieferschwierigkeiten nicht rechtzeitig zur Verfügung stellen. „Die Probleme mit Bombardier hatten wir auch schon in anderen Netzen. Der Konzern ist offensichtlich international nicht gut aufgestellt, nicht leistungsfähig“, zeigte sich Lahl empört. „Wir sind sehr verärgert über die verspätete Lieferung der Züge“, sagte Tobias Harms, Technischer Vorstand der Südwestdeutschen Landesverkehrs-AG (SWEG). „Dass die neuen Züge auf der Kaiserstuhlbahn Nord und West viel später als geplant zum Einsatz kommen, ist sehr bedauerlich“, ärgerte sich auch Hanno Hurth. Zu den Missständen meint Francois Muller, Leiter des Geschäftsbereichs Private Bahnbetreiber bei Bombardier Transportation: „Wir bedauern die Verzögerung in der Auslieferung und möchten uns dafür entschuldigen – für die Fahrgäste in Baden-Württemberg ist das sehr unschön. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, so schnell wie möglich genügend neue Fahrzeuge für den Einsatz im Netz 9b zur Verfügung zu stellen.“

Wann die neuen Elektrotriebfahrzeuge zum Einsatz kommen:

Die Elektrofahrzeuge sollten eigentlich vom Fahrplanwechsel an im sogenannten Netz 9b („Freiburger Y“) zum Einsatz kommen – also auf den Strecken Freiburg – Denzlingen – Elzach (Elztalbahn), Riegel-Malterdingen – Endingen – Breisach (Kaiserstuhlbahn) und Bad Krozingen – Staufen – Münstertal (Münstertalbahn). Um den Fahrgästen dennoch Schienennahverkehr anbieten zu können, wurde für die einzelnen Strecken nun folgender Notplan entwickelt:

Kaiserstuhlbahn: Erst von Frühjahr 2021 an kommen die neuen Elektrotriebfahrzeuge des Typs Talent 3 zwischen Riegel-Malterdingen und Breisach zum Einsatz. Die Neufahrzeuge sind unter anderem mit WLAN ausgerüstet sowie mit technischen Komponenten zur Vermeidung von Quietschgeräuschen. Bis zum Frühjahr 2021 müssen zwischen Riegel-Malterdingen und Breisach leider die bisherigen Dieseltriebfahrzeuge des Typs RegioShuttle1 fahren.

Münstertalbahn: Vom Frühjahr 2020 an kommen die neuen Elektrotriebfahrzeuge des Typs Talent 3 zum Einsatz. Bis zum Frühjahr 2020 fahren auf der Münstertalbahn die bisherigen Elektrotriebfahrzeuge des Typs Talent 2.

Elztalbahn: Von Herbst 2020 an kommen die neuen Elektrotriebfahrzeuge des Typs Talent 3 zwischen Freiburg und Denzlingen teilweise zum Einsatz und von Mitte Dezember 2020 an ausschließlich. Bis dahin fahren auf dieser Strecke die bisherigen Dieseltriebfahrzeuge des Typs RegioShuttle1. Die Strecke zwischen Denzlingen und Elzach wird von März 2020 an elektrifiziert und ist dann gesperrt. Nach erfolgter Elektrifizierung der Strecke Denzlingen – Elzach (voraussichtlich im Dezember 2020) fahren die Talent 3 dann auch dort.

Über die Unternehmen:
Die Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG) ist ein Unternehmen mit Hauptsitz in Lahr/Schwarzwald, das in Baden-Württemberg und teilweise angrenzenden Gebieten Busverkehr im Stadt- und Überlandverkehr sowie Schienengüter- und Schienenpersonennahverkehr betreibt. Im Jahr 2018 ist die Verschmelzung der Hohenzollerischen Landesbahn (HzL) mit Sitz in Hechingen zur Südwestdeutschen Landesverkehrs-AG vollzogen worden. Bei der SWEG arbeiten mehr als 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die SWEG Schienenwege GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Südwestdeutschen Landesverkehrs-AG. Sie betreibt die Eisenbahninfrastruktur auf verschiedenen Strecken in Baden-Württemberg auf einer Gesamtlänge von rund 210 Kilometern. Dazu gehören unter anderem die Strecken Riegel-Malterdingen – Endingen – Breisach und Riegel Ort – Gottenheim. Das Unternehmen beschäftigt 50 Mitarbeiter.

(Presseinfo: SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG, 29.10.2019)

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