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Schweiz - Beznau

14. Nov 2019 - 16:44 Uhr
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Vorbereiten für den Ernstfall: Regierungspräsidium Freiburg zieht positive Bilanz der Notfallübung mit schweizerischem Kernkraftwerk Beznau - Über 100 Mitarbeiter der Behörden und Rettungsdienste probten den Schutz der Bevölkerung

Das Regierungspräsidium Freiburg, die Landratsämter Waldshut und Lörrach sowie das Radiologische Lagezentrum des Bundes und das Umweltministerium Baden-Württemberg haben gestern an einer Notfallübung mit dem Kernkraftwerk Beznau und den schweizerischen Behörden teilgenommen. Simuliert wurde dabei ein schwerer Störfall mit Austritt von Radioaktivität in dem zwölf Kilometer von Waldshut-Tiengen entfernten Kernkraftwerk. Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sogenannten Verwaltungsstäbe der Behörden probten zwölf Stunden lang den Ernstfall von der Information der Bevölkerung, der Ausgabe von Jodtabletten bis zur Sperrung von Straßen.

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, die als Beobachterin zeitweise dabei war, zeigte sich beeindruckt: „Es ist faszinierend zu erleben, wie realistisch der Ernstfall simuliert werden kann und wie gut die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche des Regierungspräsidiums funktioniert.“ Im Verwaltungsstab arbeiten alle Abteilungen des RP mit vom Referat für Katastrophenschutz über die Pressestelle bis zu Straßen, Gesundheit, Umwelt und Landwirtschaft.

An der Übung beteiligt waren neben Polizei und Bundeswehr auch die Rettungskräfte des DRK, der Malteser sowie das THW. Der genaue Zeitpunkt sowie das Notfallszenario waren vorab nicht bekannt. Die Alarmierung erfolgte um 5.23 Uhr. Aufgabe der Stäbe im RP und in den Landratsämtern war es, die eingehenden Informationen zu bewerten, das Vorgehen und die Kommunikation untereinander abzustimmen, die Bevölkerung zu warnen und mögliche Maßnahmen zu ihrem Schutz einzuleiten.

Regierungsvizepräsident und Stabsleiter Klemens Ficht zog eine positive Bilanz: „Es ist enorm wichtig, an solchen Übungen teilzunehmen, um zu erfahren, an welchen Stellschrauben es noch zu drehen gilt.“ Erstmals habe man bei der Information der Bevölkerung auch die sozialen Medien berücksichtigt, was auf der einen Seite große Chancen eröffne, auf der anderen Seite den Zeitdruck aber enorm erhöhe.

Klemens Ficht dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stäbe sowie den Hilfsorganisationen, Polizei, Bundeswehr, THW und allen beteiligten Behörden für ihre Teilnahme und das gute Miteinander.

(Presseinfo: Regierungspräsidium Freiburg, 14.11.2019)


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