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Breisgau-Hochschwarzwald - Breisach

20. Nov 2019 - 15:51 Uhr

Vorbildliche Altlastensanierung: Altes Gaswerkgelände Breisach jetzt altlastenfrei

badenova hat eine umfassende Altastensanierung auf dem einstigen Betriebsgelände des Gaswerks Breisach erfolgreich abgeschlossen. Mit hohem technischem und finanziellem Aufwand wurde das Gelände von umweltschädigenden gaswerkstypischen Schadstoffen befreit. Die Maßnahme dient vor allem dem Grundwasserschutz, ermöglicht nun aber auch die optimale Vermarktung und Weiterverwertung des Geländes.

Auf dem Betriebsgelände in Breisach hat von 1902 bis 1955 das Vorgängerunternehmen der badenova, die Energieversorgung Oberbaden (EVO) ein Gaswerk zur Erzeugung von Stadtgas betrieben. Das Gas brachte Licht und Wärme und damit mehr Lebensqualität für die Bürger der Stadt. Bei der Gasproduktion fielen auch Nebenprodukte wie Teer und Teeröle an. Gerade der Gaswerksteer stellte über lange Zeit keinen Abfall, sondern einen Baustoff dar – er fand über lange Zeit im Straßenbau Verwendung. Im Lauf der Zeit fielen die Einsatzbereiche für die Abfallstoffe jedoch weg, da geeignetere Stoffe zur Verfügung standen. Die dann nicht mehr benötigten Stoffe wurden, wie damals üblich, teilweise direkt auf dem Betriebsgelände abgelagert.

Nachdem die Gasproduktion 1955 eingestellt wurde, hat man das Gelände zum Teil verfüllt und planiert. Zu Zeiten des historischen Gaswerkes war das Umweltbewusstsein längst nicht so ausgeprägt, wie heute. Bei dem damals üblichen Produktionsverfahren wurde Kohle verschwelt, um ihr das Gas zu entziehen. Dabei sind gaswerktypische Bodenverunreinigungen entstanden. Es handelt sich dabei u.a. um polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK = Gaswerksteer), Cyanide, sogenanntes „Berliner Blau“, und BTEX-Aromate (Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xylol). Vor allem der „Gaswerkteer“ stellt eine schwarze, ölige, klebrige Masse dar, die man seinerzeit mangels besseren Wissens im Erdreich „entsorgte“.

Als Rechtsnachfolger des einstigen Gaswerkes hat badenova das Betriebsgelände in der Bahnhofstraße noch etliche Jahre als Standort für sein Service-Center Breisach genutzt. Mit dem 2017 vollzogenen Umzug der badenova in die Breisacher Innenstadt ergab sich die Gelegenheit, das Gelände auszuheben und bis hinein in den Grundwasserleiter zu sanieren. Die Gebäude und das Grundstück sollen in der Folge vermarktet werden. Einen Teil hat badenova selbst mit ihrem neuen Gründercenter badenCampus zusammen mit der Stadt Breisach wiederbelebt, für das restliche Grundstück und das ehemalige Verwaltungsgebäude gibt es bereits Interessenten.

Die Bodenverunreinigungen befanden sich im Bereich des asphaltierten Innenhofes. Von Oktober 2018 bis Juni 2019 haben Spezialisten im Auftrag von badenova das gesamte Innenhofareal bis zu einer Tiefe von 3,5 Metern abgetragen und circa 1850 Kubikmeter Erdaushub komplett gegen unbelastetes Sand-Kies-Material ausgetauscht. Der belastete Aushub (ca. 3.200 Tonnen) wurde ordnungsgemäß auf Sonderdeponien entsorgt.

In den mit Teeröl belasteten Grundwasserbereichen erfolgte der Bodenaustausch mittels Großlochbohrungen. Das in die Bohrlöcher eintretende Grundwasser wurde vollständig abgepumpt, das Wasser in einer speziellen Reinigungsanlage gereinigt (Abscheider, Kies-und Aktivfilter) und über Schluckbrunnen nach der Reinigung wieder ins Gelände eingeleitet.

Die gesamte Sanierungsmaßnahme hat brutto rund 0,8 Mio. €. gekostet. badenova als Grundstückseigentümer hat ähnlich aufwändige und zum Teil noch erheblich teurere Altlastensanierung bereits an ihren Standorten in Lörrach, Lahr und Freiburg realisiert. In Summe hat badenova nach Abschluss für all diese Altlastensanierungen mehr als zehn Millionen Euro investiert.


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