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Ortenaukreis - Lahr

29. Nov 2019 - 20:01 Uhr Oberbürgermeister a. D. Dr. Wolfgang G. Müller ist jetzt Ehrebürger der Stadt Lahr
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Ehrenbürgerrecht in Lahr an Oberbürgermeister a. D. Dr. Wolfgang G. Müller verliehen - Festakt in der Mehrzweckhalle im Bürgerpark

Der Gemeinderat der Stadt Lahr hat beschlossen, Oberbürgermeister a. D. Dr. Wolfgang G. Müller für seine außerordentlichen Verdienste um die Stadt Lahr das Ehrenbürgerrecht zu verleihen.

Der Festakt zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft fand am Freitagabend in der Mehrzweckhalle im Bürgerpark statt.

Bevor Oberbürgermeister Markus Ibert die Verleihung vornahm, hielt Stadtrat Dr. Walter Caroli die Laudatio. Neben den Ehrengästen waren auch Bürgerinnen und Bürger eingeladen.

Lesen Sie hier die Rede von Oberbürgermeister Markus Ibert.

Hier folgt nun die Rede des neuen Ehrenbürgers Oberbürgermeister a. D. Dr. Wolfgang G. Müller:

"In den letzten Wochen, seit dem 1. November bin ich unzählige Male gefragt worden: „Wie geht es Ihnen?“ Es kam Neugierde zum Ausdruck, Sorge, präventives Mitleid.
Es war fast so, wie wenn der Arzt einen Patienten fragt: „Wie geht es Ihnen?“
Meine Antwort war jedesmal es gleichlautend: „Mir geht es gut!“
Und wenn Sie mich heute fragen, antworte ich Ihnen: „Mir geht es sehr gut, mir geht es ausgezeichnet!“.

Lassen Sie mich hierzu etwas ausführen:
Wolf Biermann hat 1975 ein Lied mit dem Titel geschrieben: „Es gibt ein Leben vor dem Tod!“ An einer Außenwand der Universität Konstanz fand
sich daraufhin ein Graffiti mit der fragenden Formulierung: „Gibt es ein Leben vor dem Tod?“

Die letztere Formulierung habe ich im Rathaus mitunter gebraucht, wenn 1000 Dinge gleichzeitig erledigt werden sollten, was naturgemäß nicht geht und wir kräftig im Hamsterrad rotierten.

Heute wandle ich dieses Wort von Wolf Biermann um und sage: „Ja, es gibt ein Leben nach der Zeit als Oberbürgermeister! Und ich wiederhole, mir geht es gut und heute Abend sogar ausgezeichnet!“

Meine sehr verehrten Damen und Herren des Lahrer Gemeinderates, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Markus Ibert, verehrte Ehrengäste, Bürgerinnen und Bürger der Gesamtstadt Lahr.
Dieser Abend, diese Ehrung ist für mich ein außerordentliches Ereignis!
In Ihrer Anwesenheit bin ich mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Lahr ausgezeichnet worden. Es ist die erste Auszeichnung dieser Art seit 38 Jahren (1981 Dr. Felix Wankel).

Ich bedanke mich bei den Damen und Herren des Lahrer Gemeinderates für den Beschluss zu dieser Auszeichnung, ich bedanke mich für diese große Ehre.

Danke Herrn Stadtrat Dr. Caroli für die Laudatio und ich danke Herrn Oberbürgermeister Markus Ibert für die Überreichung dieser Ehrenbürgerwürde.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, die Initiative zu dieser Ehrung kam aus der Mitte des Gemeinderates und Stadtrat Eberhard Roth, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wählervereinigung hat diese Initiative maßgeblich vorangetrieben. Der Erste Bürgermeister unserer Stadt, Guido Schöneboom hat diese Initiative des Gemeinderates seitens der Verwaltung aufgegriffen und eng begleitet, ohne dass ich Verdacht schöpfen konnte.
Vielen Dank Ihnen Beiden!

Meine sehr verehrten Damen und Herren, ein Blick zurück:

In Mai 1997 hat mich Dr. Walter Caroli auf die anstehende Oberbürgermeisterwahl in Lahr aufmerksam gemacht.
Im Dezember 1997 zu Beginn meiner Amtszeit hat mir Eberhard Roth schriftlich eine offene, ehrliche Zusammenarbeit angeboten.

Ende 2004 habe ich Herrn Markus Ibert, damals noch Abteilungsleiter in der Kämmerei in der Stadt Lahr, mein Vertrauen geschenkt und habe ihm den Weg geebnet zum Geschäftsführer der IGZ und zum Verbandsdirektor des Zweckverbands.

Eine sehr wichtige berufliche Phase auf dem Weg zum Oberbürger-meister der Stadt Lahr.

Es wirkt wie eine glückliche Fügung, dass diese drei Herren für diesen Abend aber auch an diesem Abend einen großen Anteil haben.
Man darf die rhetorische Frage stellen: Was wäre gewesen, wenn
- wenn mich Dr. Caroli nicht angerufen hätte?
- wenn mir Eberhard Roth diesen Brief nicht geschrieben hätte?
- wenn ich Herrn Ibert nicht gebeten hätte, die sichere Umgebung der Stadtverwaltung Lahr zu verlassen und zur IGZ bzw. Zweckverband zu wechseln?

Hierauf kann es logischerweise keine Antwort geben!
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
nach meiner Entscheidung für die Kandidatur in Lahr zogen wir im Juli 1997 als Einwohner nach Lahr in die Römerstr. 5, mit meiner Wahl zum Oberbürgermeister am 19.10. wurden wir Bürger, blieben zunächst in der Römerstraße und zogen – nachdem die Mietzeit dort zu Ende ging - im Dezember 1998 nach Reichenbach in die Mozartstraße bevor wir im April 1999 in den Auerbachweg zogen, fußläufig zum Rathaus.

Eine klare Linie, vom Einwohner zum Bürger und Oberbürgermeister und heute nun zum Ehrenbürger der Stadt Lahr.
Fast wäre ich versucht zu sagen: Eine richtige Migrantengeschichte oder fast wie vom Tellerwäscher zum Millionär!
Diese Feststellung könnte man in und für jede Stadt treffen. In Lahr hat diese „Migranten-Geschichte“, so meine ich, einen besonderen Akzent verdient.

Lahr ist von seiner historischen Prägung her traditionell protestantisch. D.h. Weihrauch, Kerzen, Heiligenbildchen sind nicht Sache des traditionellen Lahrs.
Nüchternheit ist angesagt, deshalb gibt es z.B. bei uns in Lahr keine Ehrungskultur für Oberbürgermeister. Links und rechts auf der deutschen Rheinschiene werden ausscheidende Oberbürgermeister aufwändig gemalt oder kunstvoll fotografiert. In Lahr ist das nicht der Fall. Wir brauchen uns deshalb auch keine Gedanken machen, wie wir mit den Bildern der Vor-, Vor-, Vorgänger umgehen, in welche Asservatenkammer diese dann gestellt werden könnten.

Was wir allerdings gemacht haben – bescheiden genug - war anlässlich des 80sten Geburtstags von Alt-OB Dr. Philipp Brucker im Jahre 2004 eine steinerne Tafel vor dem Gemeinderatsaal anzubringen mit den Namen aller Oberbürgermeister seit der badischen Städteordnung 1889.

Diese beginnt mit Oberbürgermeister Dr. Gustav Schlusser und endet derzeit mit Oberbürgermeister a.D. Werner Dietz.
Die Würdigung des bürgerschaftlichen Engagements war uns wichtiger. Deshalb haben wir die Regelungen für die Verleihung der Verdienstmedaille (ehemals Bürgermedaille bzw. Gedenkmünze) umfassend überarbeitet und zusätzlich den hochwertigen Christian-Wilhelm-Jamm-Preis ausgelobt, dessen erster Träger Stadtrat
Dr. Walter Caroli ist.

Sie sehen, bei uns in Lahr gibt es traditionell nicht viel Schnick-Schnack mit Ehrungen von Oberbürgermeistern. Deshalb bin ich über diese Auszeichnung außerordentlich glücklich und stolz, ja benutze auch das Wort „Stolz“ im vollen Bewusstsein!
Deshalb erneut mein tief empfundener Dank für diese große Ehre.

Nachdem die Nachricht von meiner von meiner Auszeichnung publik geworden war, bin ich natürlich wiederholt gefragt worden: „Ja und welche Vorteile sind denn mit dieser Ehrenbürgerwürde verbunden? (Dürfen Sie nun kostenlos parken? Brauchen Sie nun keine Grundsteuer mehr zu zahlen? Mäht jetzt der Bauhof künftig bei Ihnen den Rasen?)

Das war berechtigte Neugier, vielleicht aber auch die Sorge, hinter der Ehrenbürgerwürde könnte sich ein großes Geschenkpaket verstecken. Ich wusste es nicht und habe selbst nachgefragt. Antwort: „Es gibt nichts dergleichen!“.

Was es gibt, ist die Grabpflege für den Ehrenbürger, also für mich, wobei hier noch offen bleibt, ob die Grabpflege auch dann übernommen wird, wenn meine Frau Elke später bei mir einzieht. Letztlich ist dieses eine Frage, die wir gerne an unsere Tochter Leandra weitereichen.

Jetzt meine sehr verehrten Damen und Herren, nachdem Sie wissen, dass es außer „Ehre“ nichts Materielles gibt, werden Sie sich fragen: „Und wie geht er nun damit um?“.

Lassen Sie mich mit einem Zitat sprechen:
„Wer sich mit Stolz nennt, Bürger dieser Stadt,
dem diene der Name schon zur Zier und Würde,
der trage zum Dank auch deren Bürde!“

Meine sehr verehrten Damen und Herrn, das Begriffspaar „Würde und Bürde“ wird öfter gegenüber gestellt. Auch bei meiner Amtseinführung am 01.Dezember 1997 habe ich ausgeführt, dass ich mich im Bewusstsein um das Begriffspaar „Würde und Bürde“ um das Amt
des Oberbürgermeisters beworben habe. Und in diesem Bewusstsein habe ich es meine Lebensaufgabe angesehen, als Oberbürgermeister der Stadt Lahr, mit großem Verantwortungsbewusstsein nur das Beste der Stadt zu suchen.

Und wie überträgt sich nun diese Haltung auf den neuen Ehrenbürger der Stadt, der selbstredend kein „Regierungsprogramm“ haben kann?
Nicht mehr Oberbürgermeister, aber Ehrenbürger der Stadt Lahr zu sein heißt für mich in erster Linie die fortgesetzte Bereitschaft, mich uneigennützig in den Dienst der Stadt Lahr zu stellen oder stellen zu lassen.

Also über meine Verantwortung als gewählter Kreisrat oder Regionalrat hinaus. Dies gilt für meine eigene Bereitschaft, Engagement zu zeigen. Dies gilt aber auch für den neuen Oberbürgermeister und den Gemeinderat, die den Rahmen und die Spielräume für derartiges Engagement definieren und/oder Aufgaben übertragen.

Ein Thema möchte ich heute schon benennen, das mir selbst besonders am Herzen liegt und das mich über meine gesamte Amtszeit begleitet hat und für das ich mich besonders einsetzen möchte.

Mir geht es hier um den Zusammenhalt in unserer Stadt, die nun ganz bestimmt keine alltägliche Stadt ist, wenn man ihre Geschichte in den vergangenen 100 Jahren und die derzeitige Zusammensetzung der Bevölkerung sieht.

„Vielfalt im Quadrat“ heißt unser Leitmotiv und mit dieser Begrifflichkeit bringt es zum Ausdruck, dass das „alte Lahr“, das war (Schächtele, Roth Handle, Lotzbeck, Militär) nicht mehr existiert.
Gestatten Sie einen Hinweis auf das Buch von Juliana von Stockhausen „Auf Immerwiedersehen“ (1977), in welchem sie aus der Perspektive einer Offizierstochter anschaulich unser Lahr Anfang des 20sten Jahrhunderts beschreibt. Das ist das Lahr, das war!

Wir bringen damit zum Ausdruck, dass das traditionelle, „badisch-bürgerliche Milieu“ nicht mehr die Mehrheit in unserer Stadt repräsentiert. Das mag heute Abend in diesem Saal noch so aussehen, aber der Schein kann trügen. Natürlich zähle ich in diesem Sinne zum „badisch-bürgerlichen Milieu“, auch zum Beispiel ansässige Schwaben, Hessen oder Sachsen.

Im November 2010 hatte uns Dr. Martin Wichmann von der katholischen Kirche eine Auswertung der Sinusstudie für Lahr unterbreitet, unter dem Titel „Männli, Wiebli, Lohrer – neue Details zu alten Weisheiten“.

Wir haben dabei aufschlussreiche Informationen über die soziale Lage, die Denkweise und die Werteordnung in den verschiedenen Milieus in Lahr erfahren, die nicht statisch sind, sondern fließend sind. Dabei ist auch deutlich geworden, dass übliche Unterscheidungsmerkmale, z.B. Herkunft oder Ethnie nicht absolut entscheidend für die Denkweise und Werteordnung sind, sondern dass diese Gruppen in sich selbst sehr heterogen sind. Nehmen Sie zum Beispiel die Gruppe der Spätaussiedler oder der türkischen Gemeinde.

Nur zwei Beispiele für unsere Stadt mit mehr als 120 Nationalitäten.
Also, unsere Stadt ist in Bewegung und die Veränderungen sind sichtbar, spürbar und hörbar. Ich lade Sie ein, einfach einen Spaziergang über die Marktstraße zu machen und Sie werden nachvollziehen können, was ich meine. Und diese Veränderungen fordern alle heraus, stellen alle auf die Probe.

Wie sehr sind wir in der Lage, geistig mitzuhalten, und zu unterscheiden, wo und wie Veränderungen mitgestaltet oder aufgehalten werden sollen.
Wo müssen wir unseren mental-historischen Dachboden abstauben und aufräumen? Für das traditionelle „badisch-bürgerliche Milieu“, -
diese Begrifflichkeit findet sich übrigens nicht in der Sinusstudie oder bei Dr. Wichmann wieder – ist dies eine besondere Herausforderung.

Wenn ich persönlich, was die Milieus angeht, an einem „Wahl-o-maten“ teilnehmen könnte, würde ich wahrscheinlich feststellen, dass ich fest im „badisch-bürgerlichen Milieu“ verhaftet bin.
Diejenigen, die diesem Milieu angehören, sehen, dass Vereine oder Institutionen, die unsere Welt mitgeprägt haben, zum Beispiel die „Muttersprachgesellschaft“ oder die „Badische Heimat“ oder Personen, die dafür standen am Verschwinden sind.

Und gleichzeitig ist zu spüren, dass die Herausforderungen der neuen Zeit nicht mit der Denkweisen des „badisch-bürgerlichen Milieus“ bewältigt werden können. Es sind auch nicht die Herausforderungen irgendeiner badischen Stadt oder des „badisch-bürgerlichen Milieus“ allgemein, sondern es sind die Herausforderungen, aber auch die Potentiale des neuen Lahrs mit seiner Vielfalt.

Und deswegen brauchen wir hierfür auch die Hilfe und die Unterstützung der anderen Milieus für ihre Stadt, für ihr Lahr. Und wir sollten die Potentiale erschließen, die diese Menschen mitbringen, auch weil wir für unsere Zukunft in einer komplexen Welt alle brauchen und alle einbinden sollten. Bei den neu Hinzugekommenen handelt es sich nicht um Durchreisende, sondern um Menschen, die gekommen sind um zu bleiben.

Und ich wiederhole zum x-ten Mal, für mich ist Lahrer, wer in Lahr wohnt, und erst recht wer sich für Lahr einbringt.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
bevor ich den Charakter der Dankesrede zu sehr verlasse und in den Fachbereich der Soziologie wechsle mache ich hier einen Punkt. Sie haben gehört, was mich beschäftigt und wo ich für mich als Ehrenbürger ein Aufgabenfeld sehe.

Zu Beginn meiner Amtszeit am 01. Dezember 1997 habe ich ausgeführt, dass mein persönliches Schicksal ab heute mit den Geschicken der Stadt untrennbar verknüpft ist und dass ich mich mit allem, was ich habe und was ich bin, für das Wohl der Stadt Lahr einsetzen werde. Das habe ich vor 22 Jahren gesagt und heute will ich es nüchterner machen und schlichtweg zum Ausdruck bringen und sagen: Mein Anliegen und meine Aufgabe als Ehrenbürger dieser Stadt wird sein, gemeinsam mit hoffenlich vielen anderen „Den Zusammenhalt in der Stadt zu fördern und die Fliehkräfte zu binden und mitzuhelfen, die Suchspur auszuleuchten für den Weg, den wir für die Zukunft gemeinsam gehen müssen."


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