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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

28. Nov 2019 - 11:40 Uhr Förderverein für krebskranke Kinder Freiburg plant hochmodernes Elternhaus.
Kindercampus Elternhaus (Entwurf: Architekturbüro Hähnig | Gemmeke; Visualisierung: Renderbar).

Foto: Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Freiburg
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Förderverein für krebskranke Kinder Freiburg plant hochmodernes Elternhaus - Raum für alle Stimmungen und Gefühle - Neubau soll unmittelbar neben neuer Kinderklinik in Freiburg entstehen

Wie wird man Eltern und Kindern gerecht, die gerade die schwierigste Zeit ihres Lebens durchmachen, weil das Geschwisterchen, der Sohn, die Tochter schwer erkrankt ist? Mit dieser Frage setzt sich der Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Freiburg bei der Gestaltung des neuen Elternhauses auseinander. Als Oase für betroffene Familien soll der Neubau unmittelbar neben der neuen Kinderklinik entstehen. Vor allem aber soll sich das Elternhaus deutlich von einem Krankenhaus unterscheiden.

Auf Augenhöhe mit den Geschwistern:
Der Rat von Experten ist bei der Planung und Ausgestaltung unverzichtbar. Deshalb wurde nicht nur das Architekten- und Beratungsteam sorgfältig ausgewählt. Zusätzlich bat der Förderverein Frau Prof. Dr. Dörte Weltzien von der Evangelischen Hochschule Freiburg um eine Einschätzung. Im Rahmen ihrer Masterarbeit untersuchten die beiden Kindheitspädagoginnen Saskia Weil und Esther Kerekes die Anforderungen an das neue Elternhaus. Das Besondere: Das Team begab sich dafür auch auf Augenhöhe mit den ganzen kleinen Bewohnern.

Viel mehr als Kindergarten und Hort:
Insgesamt sieben Kinder im Alter zwischen vier und 12 Jahren, ihre Eltern sowie das Fachpersonal im bestehenden Elternhaus wurden zu ihren Vorstellungen und Wünschen befragt. Große Glasflächen, Einbauten von unterschiedlicher Höhe und runde Formen sollen das neue Elternhaus sowohl für kleine Kinder wie auch für ihre Eltern einladend gestalten. Für Jugendliche ist besonders ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Offenheit und Privatsphäre wichtig – und es darf ruhig auch „cool“ werden.

Geborgenheit und therapeutische Angebote:
„Geschwisterkinder in ihrer Lebenslage und Situation zu begleiten, zu unterstützen und aufzufangen, gehört zu den Hauptaufgaben in der Spielstube des Elternhauses“, heißt es in der Studie. Alle Themen rund um die Erkrankung des Geschwisterchens und auch das Thema Tod dürfen zur Sprache kommen. Die Kinder werden durch spiel- und kreativtherapeutische Angebote begleitet, während die Eltern Ruhe abseits des Klinikalltags finden und durch Gespräche, Beratung und Austausch gestärkt werden.

„Mich hat sehr beeindruckt, wie das Team die große Professionalität mit emotionaler Wärme verbindet, das macht das Haus zu einem ganz besonderen Ort“, so Frau Prof. Weltzien über die Zusammenarbeit. „Der Neubau wird diese wichtige Arbeit weiter stärken.“ Räume zu schaffen, deren Atmosphäre alle Stimmungen und Gefühle auffängt und Geborgenheit vermittelt, ist daher das große Anliegen des Fördervereins. Der Neubau des Elternhauses soll 12 Mio. Euro kosten und wird ausschließlich durch Spenden finanziert.

Kennzahlen des neuen Elternhauses:
- Bauherr: Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Freiburg i. Br.
- Lage: Breisacher Straße, Freiburg im Breisgau
- Planung: Hähnig – Gemmeke Architekten BDA Partnerschaft mbB, Tübingen
- Beratung: Echomar, Oberkirch
- Bauleitung: Architekturbüro Müller und Huber
- Anzahl der Elternzimmer: 45
davon Apartments: 9
davon Einzel- bzw. Doppelzimmer: 27
davon Familienzimmer mit angliederbarem Einzelzimmer: 9
- geplante Fertigstellung: 2022.

(Presseinfo: Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Freiburg, 28.11.2019)

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