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Breisgau-Hochschwarzwald - Titisee

30. Jul 2020 - 09:56 Uhr Freuen sich über die Gründung des Vereins „Bauwerk Schwarzwald“ (V. r.): Minister Peter Hauk (Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg), Dr. Diana Wiedemann (Architekturbüro Grundmann + Wiedemann, Freiburg), Bürgermeister Adrian Probst (St. Blasien) und Stefan Kudermann (Abteilungsleiter Marketing Holzbau Bruno Kaiser, Bernau im Schwarzwald).

Bild: © Naturpark Südschwarzwald
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Gründungsversammlung Bauwerk Schwarzwald in Titisee - Landwirtschaftsminister Peter Hauk überreichte den Fördergutschein an den neugewählten Vorstand

Nach mehrjähriger Vorarbeiten fand am 28. Juli 2020 die Gründungsversammlung von „Bauwerk Schwarzwald“, dem geplanten Kompetenzzentrum für Schwarzwälder Architektur, Handwerk und Design, im Kurhaus Titisee statt. Landwirtschaftsminister Peter Hauk überreichte den Fördergutschein an den neugewählten Vorstand.

Über Generationen hat sich die bebaute Umwelt im Schwarzwald entwickelt. Bauweisen und -techniken sind fortgeschritten, und die Ansprüche an Gebäude, Einrichtung oder Design haben sich geändert. Der Mensch bebaut seine Umwelt, in der er lebt, und diese ist für ihn wiederum heimat- und identitätsstiftend. Angesichts zunehmender „austauschbarer Bebauung“ stellt sich jedoch die Frage, wie die charakteristische Baukultur im Schwarzwald erhalten bleiben und gleichzeitig zeitgemäß, mit neuem Wissen und Technologien weiterentwickelt werden kann.

Vor diesem Hintergrund hat sich der Gründungsgedanke des Kompetenzzentrums Bauwerk Schwarzwald entwickelt. Bauwerk Schwarzwald soll die regionsspezifische Bau- und Handwerkskultur fördern, Plattform und Netzwerk für Fachleute und Anlaufstelle für Bauherren und Interessierte sein. Vorbild waren Regionen wie etwa Vorarlberg und Graubünden, wo deutlich wird, wie wichtig und prägend Baukultur für eine Gesellschaft und den Tourismus sein kann und welchen wirtschaftlichen Beitrag sie im Stande ist zu leisten.

Ziel ist, dass eine Begeisterung für und ein Dialog über die Schwarzwälder Baukultur entsteht mit ihren unverwechselbaren Landschaftsbezügen, ihrer unverwechselbaren Formensprache, gestaltet und gebaut von kundigen Fachleuten. Es geht aber auch darum, durch eine intelligente Kreislaufwirtschaft und den Einsatz von regionalen Ressourcen einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten.

Aufgrund der aktuellen Situation konnten nur 99 Gäste an der Gründungsversammlung im Kurhaus Titisee teilnehmen – interessiert war eine viel größere Zahl. Anwesend waren neben Bürgermeister/innen, Vertreter/innen von Verwaltung, Unternehmen und Büros, Wissenschaft, Tourismus, Initiativen, Vereinen und Verbänden auch Mitglieder des Bundes- und Landtags, Landrät/innen und Julian Latzko von der Bundesstiftung Baukultur. Roland Schöttle, Geschäftsführer des Naturparks Südschwarzwald, Mitinitiator und treibende Kraft von Bauwerk Schwarzwald, führte durch den Abend.

Landrätin Marion Dammann, Vorsitzende des Naturparks Südschwarzwald, betonte in ihrer Rede: „Es geht vor allem um regionale Identität, um Stolz, um Heimat, um Bewusstsein und um Frische – kurzgesagt auch und vor allem um eine ‚Herzenssache‘. Wir wollen unsere Zukunft in diesem Sinne aktiv gestalten. Es ist deshalb besonders wichtig, vor allem auch junge Menschen für Schwarzwälder Baukultur zu begeistern und dafür zu sorgen, dass moderne Ausbildungs- und Fortbildungsangebote den ländlichen Raum attraktiver machen. Baukultur muss cool sein.“

Im ersten Teil des Abends fand der Gründungsakt von Bauwerk Schwarzwald statt. Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mensch leitete die Vorstandswahlen, die Diskussion über den Satzungsentwurf sowie die anschließende Unterzeichnung durch die Gründungsmitglieder. Vertreter der Steuerungsgruppe kamen ebenso zu Wort wie der neugewählte Vorstand von Bauwerk Schwarzwald e. V. Zur Vorsitzenden des neu gegründeten Vereins wurde Dr. Diana Wiedemann vom Architekturbüro Grundmann + Wiedemann gewählt. Stellvertreter sind Adrian Probst, Bürgermeister von St. Blasien, und Stefan Kudermann, Abteilungsleiter Marketing Holzbau Bruno Kaiser. Die neue Vorsitzende freute sich besonders über die Aufbruchstimmung in Sachen Baukultur, die deutlich zu spüren war. „Die Institution Bauwerk Schwarzwald wird zu einem wesentlichen Träger der Weiterentwicklung der regionalen Baukultur werden und einem zunehmenden Gesichtsverlust der Schwarzwälder Gemeinden entgegenwirken“.

In der anschließenden Gründungsfeier überreichte Minister Peter Hauk den Fördergutschein zur Gründung und gratulierte dem neugewählten Vorstand. Er stellte fest: „Der Schwarzwald ist eine herausragende Identifikationsregion mit erheblichem Potenzial und Vorbildcharakter bei der Weiterentwicklung des ländlichen Raums. Daher fördern wir das Bauwerk Schwarzwald über die Holzbau-Offensive des Landes. Wir bringen damit gemeinsam die Baukultur, den Tourismus und die regionale Wirtschaftsleistung im Schwarzwald voran.“ Das Land wird aus Mitteln der Holzbau-Offensive Baden-Württemberg Bauwerk Schwarzwald zunächst auf drei Jahre mit über 773.780,00 Euro fördern. Die Vorsitzenden von Naturpark Südschwarzwald und Bauwerk Schwarzwald dankten dem Land für dieses herausragende Engagement.

Kurzvorträge und Werkstattgespräche ergänzten den Abend: Prof. Dr. Ulrike Fischer (Professur für Entwerfen, Methodik und Konstruktion) von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes referierte zum Thema „Tradition und Weiterführung – Architektur und Strategien im ländlichen Raum“. Protagonisten aus der Region wie Fred Gresens (Architektenkammer Baden-Württemberg, Kammerbezirk Südbaden), Mathias Krieg (Friedrich Weinbrenner Gewerbeschule, Freiburg) und Volker Hupfer (derWaldfrieden naturparkhotel, Herrenschwand) schilderten ihre Erfahrungen mit der Schwarzwälder Baukultur.

Der hiermit gegründete Verein Bauwerk Schwarzwald kann nun seine Arbeit aufnehmen. Eines seiner ersten Projekte wird die Einrichtung einer Architekturroute sein. Sie soll an besonders herausragenden, aber auch alltagstauglichen Beispielen die Schwarzwälder Baukultur erlebbar machen.

Alle Informationen rund um das Kompetenzzentrum finden Sie unter www.bauwerk-schwarzwald.de.


Entwicklung
Erste Diskussionen zur Gründung eines Kompetenzzentrums wurden von der Naturpark-Arbeitsgruppe Architektur und Siedlungsentwicklung etwa ab dem Jahr 2010 geführt. Es wurden verschiedene Anläufe unternommen, die Idee zu realisieren – zunächst als Schwarzwälder Architekturinstitut (SAI).

Später wurde erkannt, dass sich das Handwerk in einer untrennbaren Symbiose mit den Architekten befindet und auch das Design eine wertvolle Tradition im Schwarzwald hat. Aus dem SAI wurde dann das SI, nämlich das Schwarzwald_Institut, für das 2014 erstmalig ein Förderantrag in RegioWin gestellt wurde, leider erfolglos.

Geradezu angespornt von der Absage wurde mit Unterstützung des Landes weitergearbeitet und 2019 dann die Gründungskonzeption des Kompetenzzentrums vorgelegt – nicht mehr als Institut, weil zu wissenschaftlich, sondern zuständig für das Bauen und Werken im Schwarzwald – also „Bauwerk Schwarzwald“.

Laut Gründungskonzept soll Bauwerk Schwarzwald von einem gemeinnützigen Verein getragen werden. Mitglieder können Unternehmen, Verbände, Vereine, Initiativen aus den Bereichen Architektur, Handwerk, Design, Bauindustrie etc. sowie Kammern, Gebietskörperschaften und Land sein. Im Juli 2019 fanden unter dem Motto „Mitmachen und den Schwarzwald gemeinsam gestalten“ Informationsveranstaltungen in Kirchzarten und in Freudenstadt statt. Ziel dieser Veranstaltungen war neben der Information vor allem das Werben für eine Mitgliedschaft in dem noch zu gründenden Verein Bauwerk Schwarzwald. Über 150 Personen aus Architektur, Handwerk, Bauindustrie, Gewerbe etc. sowie kommunale Vertreter waren der Einladung gefolgt.

Über 70 Absichtserklärungen für eine Vereinsmitgliedschaft waren seitdem eingegangen. Es kann also festgestellt werden, dass großer Bedarf nach einer derartigen Einrichtung für den gesamten Schwarzwald besteht, vor allem wenn es darum geht, die Baukultur und das Handwerk im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne einen bedeutenden Schritt voranzubringen.

(Info: Naturpark Südschwarzwald)

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