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Kreis Emmendingen - Emmendingen

26. Aug 2020 - 12:38 Uhr 01 Jüdischem Museum Emmendingen wurden 5.000 Euro Fördergeld zugelost.
Von links: Kuratorin Monika Miklis, Dorothea Scherle (Vereinsmitglied), Noemi Wertheimer (Zweite Vorsitzende) und Georg Wacker (Toto-Lotto-Geschäftsführer).
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Unverhoffte Finanzspritze aus dem Toto-Lotto-Topf - Jüdischem Museum Emmendingen wurden 5.000 Euro Fördergeld zugelost

Die staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg verloste unter den nichtstaatlichen Museen des Landes, bei denen mindestens zwei Drittel der Mitarbeiter ehrenamtlich tätig sind, sechs Gewinne in Höhe von jeweils 5.000 Euro. Das Losglück traf auch das Jüdische Museum Emmendingen.

Toto-Lotto-Geschäftsführer Georg Wacker besuchte heute das Jüdische Museum in Emmendingen, um die freudige Botschaft persönlich zu überbringen und um sich vor Ort anzusehen, wie diese Unterstützung verwendet werden wird. Vor dem Museum fand die symbolische Preisübergabe an die Vertreterinnen des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. statt.

Die zweite Vorsitzende des Trägervereins, Noemi Wertheimer, führte Georg Wacker durch die Ausstellung im Museum und zeigte dem Geschäftsführer die Überreste der 1938 zerstörten Synagoge. Museumskuratorin Monika Miklis führte den Besucher in die historische Mikwe und die fort befindliche Dauerausstellung.
Vereinsmitglied Dorothea Scherle informierte den Gast über das geplante Projekt eines digitalen Gedenkbuches, das mit Hilfe des unerwarteten Förderbetrages im nächsten Jahr realisiert werden soll.

„Es ist schön, vor Ort zu sehen und zu hören, was jeder einzelne Ehrenamtliche leistet“, äußerte sich Georg Wacker begeistert. Er zeigte sich sehr an der Geschichte der Emmendinger Juden und an dem geplanten Projekt interessiert.

Die jüdische Gemeinde Emmendingen und der Verein für jüdische Geschichte und Kultur:
Seit 1716 lebten Juden in Emmendingen, die sich nach dem 30-jährigen Krieg hier angesiedelt hatten. 1823 wurde für die inzwischen angewachsene Gemeinde eine neue Synagoge gebaut, die am 10. November 1938 von den Nazis verwüstet und anschließend gesprengt wurde. Das benachbarte Mikwengebäude, in dem der Wächter der Synagoge lebte, blieb unbeschadet. Jüdische Bürger flohen oder wurden deportiert. Viele starben in den Lagern des Nazi-Regimes. 1940 war die jüdische Gemeinde Emmendingen ausgelöscht.
Erst 1995 wurde die jüdische Gemeinde in Emmendingen wieder gegründet, die heute ein Gemeindezentrum mit einer Synagoge in der Landvogtei ihr Eigen nennt.

Bereits 1988 gründete sich der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. Der überkonfessionelle Verein setzt sich es zum Ziel, an die jüdische Geschichte Emmendingens zu erinnern, sie zu erforschen und zu dokumentieren. Der Verein ist Träger des 1997 eröffneten Jüdischen Museums Emmendingen.

Das geplante Projekt „Digitales Gedenkbuch“ soll alle Emmendinger Juden erfassen, die in der Stadt geboren wurden oder hier gelebt und gearbeitet haben. Es soll nicht nur über die Todesopfer während der Nazi-Zeit, sondern auch über die Emigrierten Auskunft geben. In weiteren Schritten sollen auch aktuelle Mitglieder erfasst werden. Für die Realisierung des Projekts rechnen die Verantwortlichen mit einem finanziellen Aufwand von 10.000 bis 15.000 Euro.

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